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zur Förderung der Geowissenschaften Aufgaben und Ziele EINE AUSWAHL VON AUSSTELLUNGSTAFELN
aus einer Posterpräsentation anläßlich der geotochnica
'91,
BENKING, H. & STRAUCH, F. (1991): Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften.- Aufgaben und Ziele.-- Eine Posterpräsentation anläßlich der geotechnica`91.- 16 S., Herausgegeben: F. STRAUCH, Bonn 1991.
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Update 2006: die Stiftung ist inzwischen nach Berlin umgezogen hat einen erweiterten Namen, die Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung, sehen sie hier aktuell:
WIE FING ES AN ?
Alfred Wegener erkannte während seiner Arbeiten, daß geowissenschaftliche Forschung interdisziplinär betrieben werden muß, wenn sie globale, systemübergreifende und anwendbare Erkenntnisse erbringen soll. Um seine Ansätze zu unterstreichen und zu verwirklichen, haben Geowissenschaftler im Jahre 1980 ein Fundament geschaffen: die Alfred-Wegener-Stiftung.
Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten
der Forschungsschwerpunkt auf Physik und Chemie gelegt worden war, erschien
es notwendig, eine Interessenvertretung der interdisziplinären Erdwissenschaften
aufzubauen. Dies ist auch historisch begründet, da schon Geometrie
und Astronomie, später Geographie, einen Rahmen zur Orientierung des
Menschen in seinem Lebensraum und im Universum zeigten. Alte Fachbezeichnungen
wie die Geognosie deuten noch auf diesen umfassenderen Ansatz hin.
WELCHE VORAUSSETZUNGEN BESTEHEN ?
Nach dem Willen der Gründungsgesellschaften sollen die Geowissenschaften vermehrt in die. Forschungslandschaft einbezogen werden und Synergien mit der Geotechnik ausgeschöpft werden. Es gilt ein Reservoir an Erkenntnissen und Erfahrungen zu erschließen, die beim Erkunden, Erschließen, Bewirtschaften, Verwalten und Entsorgen von Rohstoffen entstanden sind. Das erprobte wirtschaftliche Kalkül und die Erfahrung im Informationsmanagement und in der Handhabung großer Datenmengen sind dabei von ausschlaggebender Bedeutung. Ein nachhaltiges Management von Ressourcen wird heute gefordert, weit man sich der Endlichkeit und damit auch der Belastungsgrenzen des "Systems Erde" bewußter geworden ist.
Maßnahmen zum Schutz der Geo-/Biosphäre sind heute wichtiger denn je. Hier kann die Stiftung als Berater- und Vermittler tätig werden und bei zusätzlichen Aktivitäten auf ein breites Feld externer Experten verweisen kann.
WER SIND WIR ?
Die Organe, Stifter und Donatoren
Geschäftsführendes Präsidium
- Der Präsident
- Der Vizepräsident
- Der Schatzmeister
- Der Koordinator der Alfred-Wegener-Konferenzen
Präsidium
Vorsitzende der Trägergesellschaften
Geschäftsführendes Präsidium
persönliche Mitglieder
Das Kuratorium, die Stifter und die
Donatoren
bestehen aus Persönlichkeiten
der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Durch ihre Arbeit und vielfältige
Unterstützung fördern sie die Ziele der Stiftung ideell und finanziell.
WER SIND WIR ?
WAS WOLLEN WIR TUN ?
- Geowissenschaftliche Allgemeinbildung
- Interdisziplinäre Forschung
- Mobilisierung und Bündelung
von Sachverstand
- Finanzierung von Programmen und
der Alfred-Wegener-Konferenzen
- Interdisziplinäre Ausbildung
- Entwicklung neuer Berufsfelder
- Standortbestimmung und Gründungsberatung
- Präsenz der Geowissenschaften
in den Medien
- Wissenschaftspolitik und Politikberatung
- Förderung der Umweltforschung
und Zukunftsplanung
WAS HAT VORRANG ?
Der fachübergreifende Ansatz Alfred Wegeners hat sich weitgehend durchgesetzt. Die Alfred-Wegener-Stiftung versteht sich als Integrator und Katalysator im Geiste von Alfred Wegener und überschreitet bewußt Begriffs- und Fachgrenzen. Als Interessenvertreter aller angeschlossenen Berufsorganisationen, Vereine und Verbände werden die Brücken zu den Natur-, Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gefestigt und ausgebaut.
Die Stiftung will informieren. Durch die Darstellungs- und Dokumentationserfahrung, fachübergreifenden Aktivitäten und die Erfahrungen in der Industrie ergeben sich ein Informationspotential, das der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. Zu aktuellen Frage n wie der Klimaveränderung oder Waldschadensforschung werden zum Beispiel Ansprechpartner benannt, die die Verläßlichkeit verfügbarer Informationen abschätzen und die neuesten Ergebnisse der Hochschulforschung vermitteln.
WIE ENTWICKELT SICH UNSERE AUFGABE ?
Da die Geowissenschaften durch Koordinatensysteme Bezüge zwischen den Geo, Bio-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften herstellen, kommt ihnen heute als Brücke zwischen Ökologie und Ökonomie eine besondere Rolle zu.
Neue internationale Programme widmen sich vermehrt dem Zusammenspiel geogener und anthropogener Veränderungen des Planeten Erde. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler nutzen dabei hergebrachte Vorgehensweisen der Kulturgeographie. Ansätze wie im diskutierten "Human Dimensions of Global Change" (HDGC) Programm beschreiben interessante und wichtige Themenbereiche. Erfahrung hat die Stiftung mehr mit IUCN (International Union for Conversation of Nature and Natural Resources) Programmen, die zusammen mit der UNEP (United Nations Environment Programme) Arbeitsschwerpunkte wie GLOBAL CHANCE oder BIODIVERSITY gesetzt haben. An der Formulierung und Durchführung auch solcher Programme verstärkt mitzuwirken ist eine zentrale Aufgabe und Verpflichtung für die Alfred-Wegener Stiftung.
WIE ENTWICKELT SICH UNSERE AUFGABE ?
In der Vergangenheit bildeten geowissenschaftliches Technikverständnis und Wissenschaftskultur eine Einheit. Nach der erfolgten Spezialisierung und Fächertrennung sollte jetzt wieder eine neue Ära ganzheitlichen und zyklischen Verstehens beginnen.
Mit dieser Erkenntnis tragen Geowissenschaftler eine besondere Verantwortung für die Erde. Dies gilt besonders deshalb, weil aus erdgeschichtlicher Sichtweise fragile Gleichgewichte der Lebensfaktoren bekannt sind. Außerdem führen neue Erkenntnisse auch zu einem Verstehen dynamischer und chaotischer Systeme. Zusätzlich wissen wir, weiche geringen globalen Änderungen aufgrund der Regionalfaktoren zu extremen und kurzfristigen Änderungen in den lokalen Verhältnissen führen können. Flora und Fauna geraten so unter erheblichen Veränderungsdruck, die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Populationen geht zurück, und somit sind auch Teile der Menschheit stark gefährdet.
WIE ENTWICKELT SICH UNSERE AUFGABE ?
Aber warum sollen gerade die Geowissenschaftler die Initiative ergreifen? Vielleicht deshalb, weil Geowissenschaftler vertraut sind, 1. Zeitalter, 2. Größenordnungen vom Mikro- bis Makrokosmos und 3. Nachbardisziplinen mit einzubeziehen.
Die Herausforderung liegt in der Integration und Interaktion zwischen den Elementen dieser Skalen. Dies ist eine besondere Herausforderung, weil Weichenstellungen nur in einer kurzen Periode des Übergangs besonders wirksam sind.
Finden wir keine Antworten auf die Probleme der Bevölkerungsdichte, werden sich in der Natur neue Gleichgewichte einpendeln, zum Beispiel für den Wasserhaushalt oder das Klima. Dies dann ohne Berücksichtigung der Dreiheit von Natur, Geist und Kultur.
WAS WOLLEN WIR TUN ?
Die Alfred-Wegener-Stiftung möchte