ALFRED-WEGENER-STIFTUNG 
zur Förderung der Geowissenschaften



Aufgaben und Ziele





EINE AUSWAHL VON AUSSTELLUNGSTAFELN aus einer Posterpräsentation anläßlich der geotochnica '91, 
18.-21.9.1991 in Köln

BENKING, H. & STRAUCH, F. (1991): Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften.- Aufgaben und Ziele.-- Eine Posterpräsentation anläßlich der geotechnica`91.- 16 S., Herausgegeben: F. STRAUCH, Bonn 1991.

See here some "impressions" from Geotechica, The Cube in the AWS Hall in front of the AWS posters and the Local and Global Change Exhibition in the other hall of the new Geotechnica Fair. Here is the scanned brochure from 1991.











Update 2006: die Stiftung ist inzwischen nach Berlin umgezogen hat einen erweiterten Namen, die Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung, sehen sie hier aktuell.



Update 10/ 2015: Preparing for the 100 Year celebration at the Free University in Berlin. GeoBerlin 2015 4–7 October 2015 | Annual Meeting of DGGV • DMG -

DYNAMIC EARTH – from Alfred Wegener to today and beyond





http://benking.de/Global-Change/AWS-brochure.pdf (PDF)








WIE FING ES AN ?

"Nur durch Zusammenfassen aller Geowissenschaften
dürfen wir hoffen die Wahrheit' zu ermitteln,
d.h. dasjenige Bild zu finden,
das die Gesamtheit der bekannten Tatsachen
in der besten Ordnung darstellt
und deshalb den Anspruch
auf größte Wahrscheinlichkeit hat"
Alfred Wegener

Der Gründungsimpuls einer notwendigen Institution

Alfred Wegener erkannte während seiner Arbeiten, daß geowissenschaftliche Forschung interdisziplinär betrieben werden muß, wenn sie globale, systemübergreifende und anwendbare Erkenntnisse erbringen soll. Um seine Ansätze zu unterstreichen und zu verwirklichen, haben Geowissenschaftler im Jahre 1980 ein Fundament geschaffen: die Alfred-Wegener-Stiftung.

Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten der Forschungsschwerpunkt auf Physik und Chemie gelegt worden war, erschien es notwendig, eine Interessenvertretung der interdisziplinären Erdwissenschaften aufzubauen. Dies ist auch historisch begründet, da schon Geometrie und Astronomie, später Geographie, einen Rahmen zur Orientierung des Menschen in seinem Lebensraum und im Universum zeigten. Alte Fachbezeichnungen wie die Geognosie deuten noch auf diesen umfassenderen Ansatz hin.
 

WELCHE VORAUSSETZUNGEN BESTEHEN ?

"Nichts auf der Weit ist so mächtig.
wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist'
Victor Hugo

Das Potential

Nach dem Willen der Gründungsgesellschaften sollen die Geowissenschaften vermehrt in die. Forschungslandschaft einbezogen werden und Synergien mit der Geotechnik ausgeschöpft werden. Es gilt ein Reservoir an Erkenntnissen und Erfahrungen zu erschließen, die beim Erkunden, Erschließen, Bewirtschaften, Verwalten und Entsorgen von Rohstoffen entstanden sind. Das erprobte wirtschaftliche Kalkül und die Erfahrung im Informationsmanagement und in der Handhabung großer Datenmengen sind dabei von ausschlaggebender Bedeutung. Ein nachhaltiges Management von Ressourcen wird heute gefordert, weit man sich der Endlichkeit und damit auch der Belastungsgrenzen des "Systems Erde" bewußter geworden ist.

Maßnahmen zum Schutz der Geo-/Biosphäre sind heute wichtiger denn je. Hier kann die Stiftung als Berater- und Vermittler tätig werden und bei zusätzlichen Aktivitäten auf ein breites Feld externer Experten verweisen kann.



WER SIND WIR ?

"Die Vergangenheit und Gegenwart sind unsere Mittel,
die Zukunft allein ist unser Zweck"
Clermont Pascal


Die Organe, Stifter und Donatoren

Geschäftsführendes Präsidium
- Der Präsident
- Der Vizepräsident
- Der Schatzmeister
- Der Koordinator der Alfred-Wegener-Konferenzen

Präsidium
Vorsitzende der Trägergesellschaften
Geschäftsführendes Präsidium
persönliche Mitglieder

Das Kuratorium, die Stifter und die Donatoren
bestehen aus Persönlichkeiten der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Durch ihre Arbeit und vielfältige Unterstützung fördern sie die Ziele der Stiftung ideell und finanziell.











WER SIND WIR ?

'Nichts ist besser geeignet,
die Verschmelzung von Elementen zu fördern,
als gerneinsame Arbeit
an gemeinsamen Aufgaben "
nach Otto von Bismarck

Die Trägergesellschaften
- Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft
- Deutsche Geodätische Kommission
- Deutsche Geologische Gesellschaft
- Deutsche Geophysikalische Gesellschaft
- Deutsche Gesellschaft für Kartographie
- Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung
- Deutsche Gesellschaft für Polarforschung
- Deutsche Meteorologische Gesellschaft
- Deutsche Mineralogische Gesellschaft
- Deutscher Markscheider-Verein
- Deutsche Quartärvereinigung
- Deutscher Verein für Vermessungswesen
- Forschungskollegium Physik des Erdkörpers
- Geologische Vereinigung
- Gesellschaft Deutscher Metallhütten- und Bergleute
- Paläontologische Gesellschaft
- Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie
- Zentralverband der Deutschen Geographen



WAS WOLLEN WIR TUN ?

'Es ist von großem Vorteil die Fehler,
aus denen man lernen kann,
recht frühzeitig zu machen'
Winston Churchill

Die Ziele

- Geowissenschaftliche Allgemeinbildung
- Interdisziplinäre Forschung
- Mobilisierung und Bündelung von Sachverstand
- Finanzierung von Programmen und der Alfred-Wegener-Konferenzen
- Interdisziplinäre Ausbildung
- Entwicklung neuer Berufsfelder
- Standortbestimmung und Gründungsberatung
- Präsenz der Geowissenschaften in den Medien
- Wissenschaftspolitik und Politikberatung
- Förderung der Umweltforschung und Zukunftsplanung






 

WAS HAT VORRANG ?

'Fantasie ist wichtiger als Wissen*
Albert Einstein

Integration und Vermittlung

Der fachübergreifende Ansatz Alfred Wegeners hat sich weitgehend durchgesetzt. Die Alfred-Wegener-Stiftung versteht sich als Integrator und Katalysator im Geiste von Alfred Wegener und überschreitet bewußt Begriffs- und Fachgrenzen. Als Interessenvertreter aller angeschlossenen Berufsorganisationen, Vereine und Verbände werden die Brücken zu den Natur-, Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gefestigt und ausgebaut.

Die Stiftung will informieren. Durch die Darstellungs- und Dokumentationserfahrung, fachübergreifenden Aktivitäten und die Erfahrungen in der Industrie ergeben sich ein Informationspotential, das der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. Zu aktuellen Frage n wie der Klimaveränderung oder Waldschadensforschung werden zum Beispiel Ansprechpartner benannt, die die Verläßlichkeit verfügbarer Informationen abschätzen und die neuesten Ergebnisse der Hochschulforschung vermitteln.





WIE ENTWICKELT SICH UNSERE AUFGABE ?

"Am Anfang objektiver Erkenntnis
steht also nicht ein Experiment,
sondern die Beobachtung und der Entwurf
eines ganzheitlichen Bildes,
in dem alles vorhandene Wissen und
die Beobachtungen integriert sind"
Karl Popper

Die Perspektive

Da die Geowissenschaften durch Koordinatensysteme Bezüge zwischen den Geo, Bio-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften herstellen, kommt ihnen heute als Brücke zwischen Ökologie und Ökonomie eine besondere Rolle zu.

Neue internationale Programme widmen sich vermehrt dem Zusammenspiel geogener und anthropogener Veränderungen des Planeten Erde. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler nutzen dabei hergebrachte Vorgehensweisen der Kulturgeographie. Ansätze wie im diskutierten "Human Dimensions of Global Change" (HDGC) Programm beschreiben interessante und wichtige Themenbereiche. Erfahrung hat die Stiftung mehr mit IUCN (International Union for Conversation of Nature and Natural Resources) Programmen, die zusammen mit der UNEP (United Nations Environment Programme) Arbeitsschwerpunkte wie GLOBAL CHANCE oder BIODIVERSITY gesetzt haben. An der Formulierung und Durchführung auch solcher Programme verstärkt mitzuwirken ist eine zentrale Aufgabe und Verpflichtung für die Alfred-Wegener Stiftung.





WIE ENTWICKELT SICH UNSERE AUFGABE ?


"Die bisherige Technik ist in vielfacher Hinsicht noch untechnisch;
sie hat noch nicht verstanden was Technik ist Technik ist Mittel zu Zwecken.
In ihrer Wachsturnsphase war die Technik aber weitgehend Selbstzweck...
Eine Kultur kann nicht stabil sein deren Mittel um eine Größenordnung besser durchgebildet
sind als das Bewußtsein ihrer Zwecke"
C.F. von Weizsäcker

Die historische Dimension

In der Vergangenheit bildeten geowissenschaftliches Technikverständnis und Wissenschaftskultur eine Einheit. Nach der erfolgten Spezialisierung und Fächertrennung sollte jetzt wieder eine neue Ära ganzheitlichen und zyklischen Verstehens beginnen.

Mit dieser Erkenntnis tragen Geowissenschaftler eine besondere Verantwortung für die Erde. Dies gilt besonders deshalb, weil aus erdgeschichtlicher Sichtweise fragile Gleichgewichte der Lebensfaktoren bekannt sind. Außerdem führen neue Erkenntnisse auch zu einem Verstehen dynamischer und chaotischer Systeme. Zusätzlich wissen wir, weiche geringen globalen Änderungen aufgrund der Regionalfaktoren zu extremen und kurzfristigen Änderungen in den lokalen Verhältnissen führen können. Flora und Fauna geraten so unter erheblichen Veränderungsdruck, die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Populationen geht zurück, und somit sind auch Teile der Menschheit stark gefährdet.  




WIE ENTWICKELT SICH UNSERE AUFGABE ?


"Die Verantwortung geht in das Zentrum der Ethik
und zwar mit Raum- und Zeithorizont
Hans Jonas

Die ethische Dimension

Aber warum sollen gerade die Geowissenschaftler die Initiative ergreifen? Vielleicht deshalb, weil Geowissenschaftler vertraut sind, 1. Zeitalter, 2. Größenordnungen vom Mikro- bis Makrokosmos und 3. Nachbardisziplinen mit einzubeziehen.

Die Herausforderung liegt in der Integration und Interaktion zwischen den Elementen dieser Skalen. Dies ist eine besondere Herausforderung, weil Weichenstellungen nur in einer kurzen Periode des Übergangs besonders wirksam sind.

Finden wir keine Antworten auf die Probleme der Bevölkerungsdichte, werden sich in der Natur neue Gleichgewichte einpendeln, zum Beispiel für den Wasserhaushalt oder das Klima. Dies dann ohne Berücksichtigung der Dreiheit von Natur, Geist und Kultur.







WAS WOLLEN WIR TUN ?


Die Entschlüsse eines Menschen können nie besser sein,
als die Informationen und die Einsichten'
Emil Oesch

Ein wachsendes Leitbild

Die Alfred-Wegener-Stiftung möchte