Integration statt Segregation ! -
Einen Blick aufs "Ganze und zugrundeliegende Muster" wagen
 

Integrales Denken und Bewußtseinsveränderung durch ein neues medien- und dimensions-übergreifendes Weltbild ?
Eine Wissensordnung für Überblick, Zusammenhänge und Orientierung ? Eine blasphemische Weltanschauung ?

Heiner Benking, Konzeptpapier und hand-out, Mai 1993

Orientierung und Zusammenhang ?

Die Suche nach neuen Weltbildern, "querdenken", Kontext, neuen Perspektiven und Verstehen wird intensiver und dringender. Als Ursache für die platzgreifende Apathie und Abschottung werden häufig folgende Argumente angeführt:


Der Entwurf oder Plan:

Fachgebiete & Objektbereiche, jenseits von Mißverständnissen, "oberflächlich" in einen Vorstellungsrahmen bringen und Kontexte anschaulich begreifbar machen !

Mit dem Entwurf eines Überblicks, als Panorama oder Gesamtsicht unter Vernachlässigung der Details wird ein kritischer Schritt gewagt. Der Entwurf überspringt Sprachgrenzen und Denkgrenzen, indem er Sichten integriert und über die Position und den Bezug nicht mehr festen Aspekten und damit Dogmen, sondern statt dessen zur Veränderung der Perspektiven und Blickweisen einlädt.

Auch Probleme der Kompatibilität und Komparabilität/Vergleichbarkeit, ob zum Beispiel Daten und Informationen kodiert oder unkodiert vorliegen, sind in diesem multi-medialen Bezugsräumen anschaulich darstellbar.

Wichtig ist die Synthese, die Verknüpfung Metaphern und Terminologien, mit Struktur und eingebauter Toleranz.

Abb. 0 (siehe auch Abbildung 11) Die zentrale Herausforderung liegt in der Brücke zwischen Fachgebieten und Objekten, einer Verbindung zwischen Räumen oder Landschaften für Objekte, Kontexte und Begriffe. Die Situation/Lage im Denkraum und metaphorische Übertragungen von allgemein bekannter Erfahrungen, der Schritt vom Greifen zum "Begreifen" sind die zentralen Konzepte für den Entwurf eines Modells des Wissens und Nichtwissens.

Der vorgestellte Entwurf einer ganzheitlichen Weltsicht

Das Wissen um Ganzheit und Zusammenhang Einbeziehung und innere Ordnung ist Teil "primitiver" Kulturen, wird aber inzwischen auch von unseren etablierten Wissenschaften gefordert und gesucht - scheitert aber immer wieder an der subjektiven Brille, an egozentrischen Sichtweisen, an Domänendenken, Sektierertum in Wissenschaft und Politik.

Wie entstehen einseitigen Sichtweise ? Lehren nicht unsere westlichen, christlichen Religionen auch Demut, Zurückhaltung und eine Sicht auf eine Schöpfung mit innerer Ordnung Schönheit und Harmonie?

Wie kam es zu dieser Trennung der Sichten, die eine Perspektive, die Sicht auf eine "beherrschbare" Natur ?

Noch im Mittelalter fühlte der Mensch sich als Teil, oft ohnmächtig als Spielball den Kräften der Natur ausgeliefert. Durch den Verlust des direkten Kontaktes mit den Unbilden und der Schönheit der Natur, .... doch halt, was war die Ursache?

Der Rollenwechsel ! Vom Beherrschten zum Herrscher über die Natur! und das in nur 400 oder 500 Jahren ! - Eine Erfolgsstory - einseitig und kurzsichtig - zum Scheitern verurteilt.

Zentral ist die Frage der Orientierung und Einordnung, auch der eigenen Positionsbestimmung, Greifbarkeit und Begreifbarkeit. Sprechen wir zum Beispiel von Mitwelt, Umwelt, oder Natur, und wissen wir welche kulturellen und ethischen Werte damit jeweils verbunden sind? - Es geht also um die Relativierung und den Bezug zu anderen Sichten, eine Toleranz die Akzeptiert das eine Sachlage oder Fachlage aus einem bestimmten Blickwinkel durchaus so aussieht und nicht auf einer festen "Meinung" beharrt.

Es geht dabei also nur um Bildungsfragen oder Qualifikationsprofile, Akzeptanz für die Denkweisen des jeweils anderen, sondern um fundamentale Sinnfragen. Fragen die sich im Management, Organisation, Politik und Philosophie in gleicher Weise stellen und einer Basis für den Diskurs oder die persönliche Entscheidung verlangen.

Dabei geht es um grundlegende Konzepte, Begriffe wie Ganzheit oder Ökologie. Um Modelle die als Annäherung verstanden werden müssen und durch die Organisation und Kombination einen neuen Schritt erlauben -vielleicht ein neues Denken- ein Denken das sich die Position und Blickrichtung des Mitmenschen oder der anderen "Fachschaft bewußt macht und somit erstmalig nachvollziehbar "transdisziplinär" sein kann. Aber auch ein einfaches Denken, das eine praktische Orientierung, Einordnung und Bewertung erleichtert und Phantasie und Kreativität fördert.

Dieser Beitrag schildert einen siebenjährige Entwicklung auf der Suche nach einem ganzheitlichen modularen und flexiblen, aber vor allem vollständigen, kohärenten und einfachen Denkgerüst. Ausgangspunkt und Kern ist dabei eine Grundlegende Definition der Ökologie. Es ging darum das Wissen der Fachbereiche (subjects) und das Wissen über die dingliche Welt (objects) miteinander zu verknüpfen und so gangbare Brücken zwischen abstrakten und realen "Ufern" zu schlagen.

Der so entstandene Wissens- oder Denkraum liefert Karten von dem "was wir wissen und nicht wissen" und unterscheidet sich damit von Sammlungen und Ordnungsstrukturen die themen-, positions-, oder aspektbezogen angelegt werden.

Die Sprache abstrahiert, überträgt und transportiert schon immer Inhalte und Situationen. Wenn Sprache bildhaft und anschaulich begreifen hilft, werden Assoziationen und Bezüge hergestellt. Die Qualität liegt dabei im sich persönlichen angesprochen und verstanden fühlen. Dazu bedarf es gemeinsamer Erfahrungsräume und Denkräume - wie es gemeinsame räumlich-physische Erfahrungen gibt, kann es auch gemeinsame Erfahrungen in abstrakten "Landschaften" geben. Vorbedingung ist eine gemeinsame "Karte", oder besser Modell, und die Verständigung über Objekte, Themen, Positionen und Perspektiven.

Die sich so ergebenden neuen Erklärungsmustern und Modelle können helfen partiell und exemplarisch zu ordnen, zu sichten, zu transformieren, und zu kombinieren - neue Einsichten in Zusammenhänge und Wirkungsweisen aus neuer globalen und nicht stationären Perspektive zu gewinnen.

Das vorgeschlagene Paradigma basiert auf folgenden Grundüberlegungen:

Die hier vorgestellte Wissenrepräsentation muß, eine Stufe komplexer, die Metapher Natur und Raum bemühen, nur so lassen sich Dynamik, eingefaltet Ordnungen, Symmetrien und harmonische Querfäden im belebten und unbelebten Kosmos abbilden - wohlverstanden als grobe Annäherung und Überblick, nicht als Abbild.

Nachfolgend beschreiben wir die Konstruktion eines neuen Territoriums -eines "Phántasien" wie die Kinder es aus der "Unendlichen Geschichte" kennen, einer künstlichen Welt die zu Gesprächen über Orientierung und Sinn einlädt.

Wir trennen dabei im nachfolgenden Text Worte wie be-"greifen" oder ver-"stehen" um deutlich zu machen, wie schon die tägliche Sprache gebräuchliche Verben als Konzepte "plastisch" in abstrakte Bilder und "Welten" überträgt.

So ein Entwurf eines inter- und transdisziplinären Konzeptes kann, wie eine Erfindung schlecht geplant werden.

Erst die Synthese von Aufgaben, Umständen und Erfahrungen, die. Integration und Nutzung von Darstellungsformen, Gedichten, Text, wissenschaftlichen und künstlerischen Medien erzeugte für den Anfang genügend Aufmerksamkeit.

Es erscheint wichtig andere Metaphern aus der Natur zu bemühen und diese miteinander zu verknüpfen. Eine andere wichtige der Natur nachempfundene, lebende Metapher ist die Erde als GAIA, als Organismus. Ein Bild das Verstehen und Mitgefühl erlaubt und unseren Horizont erweitert. Eine weitere, die hier benutzte Metapher der Landschaft, als Erkenntnisraum erlaubt es Themen zu komponieren und verschieden Sichtweisen einzubeziehen - Doch Einsichten, wie Popper’s "Objektive Erkenntnis", sind nicht breitenwirksam, einfache "ansteckende" Bilder können dagegen helfen einen Bewußtseinswandel einzuleiten.

Descartes und unser Weltbild

Lassen sich Descartes Standpunkte und Sichtweisen orten, einordnen besser verstehen und relativieren? und im Panoramamodell verdeutlichen ? - was bewirkten Descartes Modelle? und würde er seine Lehren als Dogma akzeptieren ?

Denken wird "eingelötet" und ist kulturgeprägt. Ein Paradigma wie das pragmatische, mechanistisches Weltbild von Descartes, oder seine Vorstellungen von einem Wissensbaum, prägen so Jahrhunderte und lassen sich nur durch übergreifende und trotzdem einfache und anschauliche Paradigmen ablösen. Eine Betrachtung der Lebensumstände, Absichten und Beschränkung Descartes kann helfen sich der Begrenzungen des vorherrschenden Paradigmas bewußt zu werden. .

Durch seine Begrenzung auf die materiellen, unbelebten Welt, die Ausgrenzung der lebendigen und geistigen Lebensbereiche, konnte seine auf Praxis und erfolgreiche Beherrschung basierende subjektivistische Ekenntnistheorie sich mit der Zeit ausprägen und unser westliches Denken bestimmen - Um zu zeigen wie weit diese Prägung geht soll das uns geläufige Modell des Wissens, seine Metapher des Wissensbaumes als Konstruktionsparadigma für Wissensordnungen, herangezogen werden. - Descartes Wissensbaum, obwohl auf einer lebendigen vielfältigen Metapher beruhend, ist einseitig, hierarchisch und starr - Diese Metapher verleitet dazu Wissensordnugen einzuführen die keine Verknüpfungen "von allem mit allem" fördern und harmonische, symmetrische, polyästhetische und polyscopische Sichtweisen und Ganzheit verhindern oder in den Hintergrund drängen.
 

Ein Entwicklungsbericht
zum Thema: Ökologie, Integration, Interdisziplinarität, Harmonisierung, Kohärenz und Ganzheit.

Der weitere Zugang zu diesem Papier ist an dieser Stelle auf zwei Weisen sinnvoll:

1. Springen Sie zur Abbildung 9 um sich ein Bild vom Entwurf des Panoramas und der Verbindung von Wort- Kontext- und Realwelten zu machen, oder

2. durch die Annäherung anhand der folgenden Fragen, wie sie Praxis oder Kinder stellten.

? Ist eine Raum-Zeit-Materie Beschreibung hilfreich?

Die Physik spricht von "Raumzeit und Materie". doch dies ist wenig anschaulich und vorstellbar. Auch wenn der Raum auf verschiedenen Maßstabsebenen abgebildet vorstellbar ist, und Veränderungen als Ebenen die Landschaft in einem jeweils anderem Gesicht zeigt, ist der Gesamtzusammenhang und eine Wechselwirkung schwer vorstellbar.

Überlagerungen und Verschachtelungen, zum Beispiel die Einbettung von schellen in langsame Prozessen bleiben so ein intellektuell schwer vermittelbares Phänomen. Auch sind Karten, Raumvorstellung und Modelle nicht jedermanns Sache, aber sie können helfen Komplexität zu beschreiben.
 

Abb. 1: Das Konzept des Raumes, der Landschaft, des Ortes, der Nachbarschaft, die Vorstellung von Perspektiven, Ebenen und Horizonten sind dem Menschen durch die Erschließung der dinglichen Welt vertraut. Für die Verwaltung von Umweltdaten war es notwendig Konzepte zu entwickeln, wie Daten aus verschiedenen Zeiten und auf verschiedenen Maßstabsebenen, in ein gemeinsames Modell integriert werden können. Die obige Hilfskonstruktion war ein sinnvoller Schritt um die Konstruktion der Blackbox denkbar zu machen, obwohl Dimensionen wie Zeit oder Größenebene noch "im Raum" schweben.

? Skalenintegration ?

Verschachtelte Prozesse?

Derselbe Raum sieht mit unterschiedlicher Auflösung völlig anders aus. Lassen sich Daten von einer Ebene auf andere Ebenen übertragen? Ist diese Übertragung umkehrbar ? Lassen sich überlagernde, eingefaltete Ordnungen aufeinander abbilden? Dies sind grundlegende Fragen mit denen sich die Ökologie beschäftigen muß. Wie Zeitintegration stellt die Übertragbarkeit von Informationen "Auflösung" und Struktur eines der größten Probleme in der ökologischen Forschung dar.

? Was ist Ökologie ? - Wie kann man anschaulich erklären was Ökologie ist? - was Ökologen tun? Welche Fachgebiete bei der ökologischen Forschung einbezogen werden und wie diese Fachbereiche zusammenarbeiten? Wie kann man die Ökologie, ihren ganzheitlichen, vernetzten dynamischen, prozeßorientierten Fragestellungen begreifen? und Ihren Charakter als Multi-disziplin

! Eine umfassende Darstellung des Themenkreisen: Ökologie, als Teil der Global Change - "Herausforderung an Wissenschaft und Politik" Ausstellung war nicht in zwei Sätze zu fassen. So entstand "ingenieursmäßig orthogonal" ein Denk- oder Aktionsraum als "Blackbox" als "Zauberwürfel der Ökologie" dann Teil der Wanderausstellung "Global Change" wurde. Wichtig ist dabei die Anschauung, die Vorstellbarkeit von skalen-, maßstabs- und proportions-übergreifenden Denken, die Möglichkeit das Zusammenwirken von Prozessen, Prozessen auf verschiedenen räumlichen, zeitlichen und fachlichen Ebenen in einem gemeinsamen Rahmen zu setzen.

All diese Daten- und Integrationsthemen sind keine rein akademische Frage denn es galt Daten zur Umwelt, Messungen und Beschreibungen in Zeiten globaler Umweltveränderung und grenzüberschreitender Umweltschäden auch domänenübergreifend - also auch kultur- und fachgrenzenüberschreitend - aufzuzeichen und darzustellen.

Die Bearbeitung dieser beider Probleme führte zur Enwicklung des Zauberwürfels der Ökologie. Es war nun möglich Probleme, Themen, Proportionen und Konsequenzen bildlich und räumlich darzustellen, eine Standpunkt in diesem Denk-raum einzunehmen, Perspektiven zu wechseln, Themen zu umreißen und damit nicht nur geistige Mobilität zu üben, sondern auch für die Wissenschaft Koordinaten für ihre Umweltwissenschaften vorzuschlagen

Abb. 2: Ausschnitte auf die Realität, wie mit dem Zoom der Kamera kann sich die Wissenschaft auf Betrachtungs- oder Maßstabsebenen einigen, aber selbst dann ist diese Wahl willkürlich, Phänomene können "durchs Netz fallen" und eine logische Übertragung von Daten und Informationen, (Generalisierung und Segregation) auch von harmonisierten Daten, ist unmöglich oder nicht eindeutig - Modelle können deshalb oft nicht auf flächig verfügbare Daten und Beobachtungen zurückgreifen. Wichtig ist es zu wissen was gekannt und unbekannt ist und wie "sicher" die Aussagen und Annahmen sind. Die Tiefe des unten beschrieben Würfels sind die hier dargestellten oder Integrationsdisziplin erfassen?


Abb. 3: Die Blackbox als künstlicher Definitions- oder Referenzraum macht offensichtlich was wir wissen und "nicht wissen". Dieser Zauberwürfel der Ökologie oder die Blackbox Natur den es kann sofort offensichtlich werden was wir wissen und in wie vielen Bereichen uns Wissen und Verstehen fehlt. Das Koordinatensystem dient als Gestaltungs- und Vorstellungsraum um die Dimensionen der Ökologie, die Bereiche des Wissens über die Ökologie, Proportionen und einfache Zusammenhänge, quasi einen Überblick zu ermöglichen. Die Achsen sind Fach- oder Wissensbereiche, Maßstabsebene oder Größenordnungen und die Zeit.

Der Entwurf eines solchen Modells hat folgenden Effekt: Plötzlich wird offensichtlich wie wenig man weiß, wie eng Fachwelten sind, wie begrenzt Zusammenhänge gesehen werden und nicht zuletzt, wie Domänen- und Territoriumdenken, bis hin zum Sektierertum, ein manchmal auch vorsätzliches aneinander vorbeireden und aneinander vorbeiarbeiten ermöglichen.

? Standardisieren und/oder Harmonisieren ?

! Ja wir können sinnvolle Schritte neben der zum Teil umstrittenen Standardisierung in Richtung auf eine notwendige Harmonisierung einschlagen. Es geht dabei um Abstimmung und Toleranz, um eine Kenntnis der Denk- und Sprachweisen, der Methoden aus dem anderen Bereich oder Gebiet. Doppelarbeit läßt sich so erkennen, Aussagen lassen sich absichern und vor allem durch transdisziplinäre Arbeitsweisen ein besseres Verstehen erreichen.

? Wissenschaftssynthese oder Bewußtseinsveränderung?

! Visionäre und Zukunftsforscher forderten zur Weiterentwicklung dieser Vorstellungswelten mit Kindern auf. Durch Anschaulichkeit und einfache Strukturen sollte ein besseres Begreifen ermöglicht und eine Denken jenseits des Gartenzauns oder des Dorfes eingeübt werden. Die Menschheit hätte nicht genug Zeit für die Entwicklung globaler und kultur-übergreifender Informationssysteme, aber durch Veränderung von Denkweisen ließen sich Bewußtseinsprozesse einleiten die rasch und breiten wirken können.
 

? Wie soll man sich im Blackbox Würfel bewegen, wenn da noch keine Bilder vorgegeben sind oder die Kristallzellenstruktur im Inneren des Würfels angesprochen wird?

Abb. 4: Wir sprechen von eingefalteter Ordnung - doch wie schnelle in langsame Prozesse eingebettet und anschaulich werden ist das Problem. Wie mit einer Lupe nähern wir uns mit unserem geistigen Auge (mind’s eye) einer Situation in der Zeit.
 
 

Abb.5 : Die Kristallzellenstruktur erleichtert ein denken in Strukturen, auch wenn sie verdeckt sind. Das Modell ist als transparentes System, als modularer Würfel gedacht. So können exemplarisch auf bestimmte Fragen oder für bestimmte Situationen Fragen gestellt und Antworten gesucht werden, allein oder in der Gruppe. Wichtig ist die Annäherung aus jedem Winkel und die Idee von Größe und Zusammenhang.

! Durch die Weckung der Vorstellungskräfte, durch Imagination, durch die Übung neue und andere Fragen zu stellen, durch thematische Annäherung, indem man sich in der Zeit auf der Ebene orientiert und kombiniert, genau nach dem Muster wie man sich optisch und physisch in der materiellen Welt einem Objekt nähert.

? Wie ist die Achse der Fachbereiche, der Disziplinen unterteilt? Streiten sich nicht sofort alle Experten, wenn eine Fachgebiet so einmal so und einmal anders verstanden, definiert und abgegrenzt wird?

! Dies ist ein Kernproblem, da Begriffe Bereiche definieren, aber gerade deshalb sollte die folgende Lösung auch Ihren Charme haben. Grundsätzlich reichen die drei Grundunterteilungen des Zauberwürfels. Unterteilungen aus den Planungswissenschaften (Ekistics) hatten gezeigt (siehe Abb. ) das große Datenmengen wenn sinnvoll geordnet sehr schnell optisch erkannt und geortet werden können. Ein zielsicherer Zugriff setzte eine Vertrautheit mit dieser Darstellung voraus, war erprobt und wurde von seinem "Erfinder" Constantinos A. Doxiades um Veränderungen abzubilden auch ursprünglich in die Zeit projiziert vorgestellt. Erst heute erlaubt die Datenverarbeitung die Realisation dieses Vorschlags, wichtig bleibt, der visuelle Zugang war von Anfang an effektiv und kann durch Computer Grafik realisiert werden.

Geschult wird durch den Vorschlag zur Sammlung von Umweltdaten in Kategorien die einfach und durch Symbole beschrieben werden können, um Einträge aus jedem Sprach- und Kulturkreis zu ermöglichen wurde schließlich eine Archivierungssystem für Bibliotheken gefunden das die geforderte Strukturierung, noch dazu nach harmonikalen Prinzipien, also mit konzeptionellen Querfäden die gemeinsame Kriterien quer zu den Fachdisziplinen definieren, und so einen umfassenden Klassifikationsrahmen zu definieren. Das ICCÓ Klassifikationssystem (Abb. 8) war automatisch mit Mengenoperationen manipulierbar und hatte mit einer Tiefenstruktur (Facetten) die gesuchten Merkmale, wie die Möglichkeit auch unzusammenhängende Themen und Bereiche frei zu komponieren.

Weiterhin war wichtig, daß Bereiche oder Themen auch als Körper oder Landschaft anschaulich, logisch und umfassend beschrieben werden können, daß eine Ordnung zugrundeliegt die in sich geschlossen auch Lücken deutlich macht und nicht nur hierarchisch untereinander schreibt wie Wissens aus einer Anwendung oder Kultur gesehen wird.

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Abb. 6: In Anwendungen der Ekistics, also der Wissenschaft der Planung von Siedlungen, wurde schon immer ein Gitter verwendet, daß den Zugriff auf große Mengen heterogener Daten zuläßt. Solch ein Gitter wird im Journal for Ekistics als Themenbild oder -Rahmen anstelle von Stichworten abgebildet und ermöglicht einen schnellen und zielsicheren Zugriff auf Themen und die Suche nach Inhalten. Der Gründer der Ekistics, Doxiades, fordert in seinen Werken eine Projektion diese Gitters in die Zeit. Dies ist heute durch 3-dimensionale Eingabesprachen und Darstellungssysteme machbar und sinnvoll und dürfte durch den visuellen Zugang Mißverständnisse vermeiden und zielsicher Themen auch bei unscharfen Begriffslagen orten und verknüpfen helfen. Themen- und Fachbereiche (subjects) werden wie "objects" als werden als Daten- oder Wissenskörper aufgefaßt. Durch automatisierte Recherche und visuellen Zugang werden übergeordnete oder bereichsübergreifende - trans-disziplinäre - Ansätze denk- und vorstellbarer.

? Was bedeutet das für den Einzelnen und Gruppen?

! Eigene Position bestimmen und erkennen, sich selbst als Teil und in Beziehung auch zur thematischen und sachlichen "Umgebung" und "Nachbarschaft" in einem Zusammenhang zu sehen.

Allgemeine Form Begriffe / Fachbereiche






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Fachgebiete Allgemeine Formbegriffe

1 Form & Struktur 1 Theorien, Prinzipien

2 Materie & Energie 2 Gegenstände, Bestandteile

3 Kosmo & Geobereich 3 Prozess, Methodik

4 Biobereich 4 Attribute, Eigenschaften

5 Humanbereich 5 Personen

6 Soziobereich 6 Institutionen

7 Wirtschaft & Produktion 7 Technik, Herstellung

8 Wissenschafts & Inform. 8 Anwendung, Determination

9 Geistesw. & Kulturbereich 9 Verbreitung, Synthese

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Abb. 7 : obiger offener Referenzraum wird als Gitter oder Matrix als Grundlage vieler Strukturierungen und Ordnungssysteme verwendet. Kriterium für komplexe Anwendungen muß deshalb sein, ob solch ein System sinnvoll, vollständig und gut geordnet auch die Abbildung von Beziehungen zwischen den Zellen oder (Leer)stellen erlaubt oder sogar fördert, ob eine inneliegende höhere Ordnung vorliegt und ob sich durch eine Kodierung auch Mengenoperation im "Begriffsraum" und automatische Recherchen zur Integration verschiedenster Aspekte, Facetten, und Perspektiven zuläßt. Ein Ideal stellt eine harmonikale Ordnung mit innerer Symmetrie dar Siehe Text und Literatur zum ICC als Beispiel und Vorbild - ICC Ó I. Dahlberg).

? Und der Zusammenhang?
Wie sieht die Beziehung zwischen oben beschriebenen physischen, kontextuellen, und semantischen Räumen aus?

! Dies ist einer der kritischen Punkte um von einem Weltbild oder einem Gerüst für besseres Verstehen sprechen zu können. Der Design basiert auf der Verbindung zwischen den Räumen oder Teilwelten. Dies geschieht nicht nur über "Koordinaten" ein-eindeutig, also nicht überbestimmt, sondern durch eine Architektonik dieser realen und virtuellen Räume. Das so definierte Gedankengebäude oder Wissenslager besteht aus miteinander verbundenen Räumen.

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Abb. 8: Um der sprachlichen Realität gerecht werden zu können kann es nicht ein Raster für alle Nomenklaturen und terminologische Sichten geben. Semantische Ambivalenz und Abnormitäten erfordern die Definition verschiedener Sichten oder Ebenen um so Spracheigenarten und kulturelle Sichten abbilden zu können. Jede Sicht hat ihre Eigenarten und besetzt Ihre Felder oder Begriffsräume, definiert im obigen Rahmen nach ihrem Schwerpunkt und ihre Expertise. Wichtig ist das auch grobe unscharfe Begriffe, die sich über das Gitter hinwegsetzen und so mehrere Felder abdecken richtig und wichtig sind.

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Abb. 10: Ein Rechercheprofil wird räumlich vorstellbar. Die Orientierung in netzen und die Suche nach Daten wird immer schwieriger, Warum sollen nicht auch Wissenskörper abgeglichen werden, wenn sich schon 3-dimensionale Eingabesprachen und Schnittstellen in der Computerwelt entwickeln. Jedenfalls scheint das Problem der Datenflut und der Mitteilungen mit fraglicher Herkunft und Qualität nach intelligenteren Sortier und Abgleichungsmethoden zu verlangen. Eine Alternative sind die Bemerkbaren Erscheinungen wie natürliche Filterung und Abschottung.

Die "Höhe" dieser "Denkräume" oder räumlichen Modelle wird durch die Zeit repräsentiert. Diese "freie" Achse der "Blackbox" oder des "Kontext"raumes "regiert quasi alle Inhalte, Körper, Einträge oder Lagerungen in den angeschlossenen Räumen. Die Achse der Maßstabsebenen überführt direkt auf die entsprechenden Größen oder Auflösungsebenen - wie die Optik Teile herausvergrößert oder eine Totale der physischen Landschaft abbildet.

Die Achse der Begriffe überführt zur Frage 2, zur Anbindung und die terminologischen oder semantischen Räume, an Begriffsräume oder Wortlandschaften. Auch diese sind wieder als verschachtelt und eingefaltet, als Ebenen zu verstehen, den das vorgeschlagenen Raster gibt nur einen Rahmen vor. Unterschiedliche Fachbereiche und Kulturen füllen diese Räume mit völlig anders umrissenen Begriffen. Auf diese Weise können zwischen Konzepten, Beispielen oder Referenten, Begriffen und Definitionen Brücken gebaut werden und vor allem Beziehungen zwischen verschiedenen Landessprachen oder Fachsprachen abgebildet werden.

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Abb. 11: Das Panorama des Wissens, eine Kombination von Denkräumen um einfach, anschaulich und vollständig Objekte, Zusammenhänge, Konzepte und Begriffe durch ein ver-"orten" in einem Kontext oder Rahmen darstellen zu können So besteht die Möglichkeit gemeinsame Situationen und Bezüge zu definieren, Realwelten, Sinnwelten und künstlichen Welten zu verbinden und sich besser zurechtzufinden in Vielfalt und Komplexität.

Wir haben es also nicht mit Raumzeit als Bezugsraum zu tun, sondern mit einem Drillingssystem, drei Räumen die über durch die Blackbox als Kernsystem miteinander verbunden sind.

? Eine tiefgestaffelte, höhere, harmonische Ordnung?

Eine blasphemische und gefährliche Weltanschauungen?

! Der Begriff Raum und Landschaft wurde bisher synonym verwendet. In der Englischen Sprache benutzen wir den begriff "Scape" als tiefgestaffelte höhere Ordnung eines Raumes (auch street - oder townscape) - Räume können wie Landschaften erschlossen und kartiert werden, Karten als Projektionen sind auch in jedem System denkbar. Der Unterschied liegt in der Handhabbarkeit und der Anwendung. Landschaft wir sie begreifen geht von Vielfältigkeit aus die man sich am besten auf einem erhöhten Aussichtspunkt genießt und erkennt. Das Detail schadet nur, wie bei der Spezialisierung, wenn es um Überblick und Zusammenhang geht. Bei diesem Entwurf sprechen wir von einem Panorama, einer Kombination von Landschaften, die wir uns erschließen können, die wir aber auch völlig anders, quasi als Collage für unsere Bedürfnisse umgestalten können. Wichtig ist der Blick auf das Ganze als Rahmen und Bezugssystem und die inliegende höhere Ordnung die wir unterstellen und in der Harmonik zwischen den Disziplinen und Bereichen, als Schönheit, Ästhetik, also als "rund" oder vollkommen erkennen.

Das Panorama ist als "Wissenslager" zu verstehen. Durch eine Systematik, eine kluge Ordnung werden Inhalte in alte und neue Bezüge zu stellen. Dies kann uns helfen Zusammenhänge zu begreifen oder deutlicher zu erkennen was wir nicht wissen oder wonach wir fragen oder suchen könnten. Ein kluges Augenmaß und die Erfahrung helfen Proportionen, Relationen und Konsequenzen zu erfassen.

Ausblick:

Der vorliegende Entwurf ist eine Weltsicht, eine Wissenskarte, vielleicht ein Weltbild - keine von nur einem (dogmatischem) Standpunkt oder einer Perspektive/Sicht allein geprägte Weltanschauung. Er strukturiert erfahrbares und beschreibbares aus der dinglichen Welt, was wir physisch und optisch, real oder abstrakt begreifen und uns vorstellen können.

Der Entwurf beschränkt sich auf Dinge des Denkens, was wir verbal und visuell kognitiv umschreiben können, er ist eine Kopflandschaft, und hat damit keinen direkten Bezug zu andern Sinneslandschaften. Es wurde zwar ein "Zauberwürfel der Musik", mit Rhythmus, Tonlage und Melodie als Definitionsachsen entwickelt, aber das ist eine andere Welt, eine Welt die nicht so sehr dem Kopf zugänglich ist. Mögen viele Welten parallel existieren.

Die Absicht des Panorama Entwurfes ist es Orientierung durch eine Ordnung und Überblick zu bieten, nicht ein Weltmodell für alles bis ins letzte Detail, jeden Prozeß und die Dynamik gleich mit abzubilden.

Der Test für den Einsatz ist die Akzeptanz, Kinder haben Hoffnung gemacht und gezeigt das Modell unvoreingenommen als einfach und sinnvoll und als ganz "natürlich" verständlich erscheint. Natürliche Reaktionen waren: "das der Zusammenhang schon immer gesehen würde - nur eben nicht so", aber "man es so besser Lehrern und Eltern erklären könne", das letztendlich die Verwunderung bei Kindern vorherrscht, das die Erwachsenen und Wissenschaftler keinen gemeinsamen Rahmen für Ihr Wissen und ihre Maßnahmen haben

Anwendungen und Studien haben gezeigt, daß sich durch eine räumliche Vorstellung und Darstellung neue Sichtweisen und Erklärungsmuster einstellen. Mit der Perspektive und dem Konzept des Raumes hat der Mensch einen wichtigen Bewußtseinschritt getan, er kann nun Positionen und Perspektiven einschätzen und nachvollziehen, geistige Beweglichkeit üben sich und sich durch Einordnung und Positionierung in Bezug setzen.

Orthogonales Denken, Visualisierungen und Ordnung mögen abschrecken, ohne Beschäftigung mit dem Entwurf erscheint immer das Gitter oder Raster als Einschränkung. Aber dieser offene Rahmen dazu reizen soll das hergebrachte Schachtel und Parzellendenken zu überwinden, quer zu den Denkpfaden durch das Gelände zu springen, Brücken zu bauen und sich über Worthülsen und Tunnelblick zu erheben und andere Horizonte wahrzunehmen. Sicher bestehen Gefahren durch verbale oder graphische Verkürzungen, die Gefahren der Demagogie sind in den neuen Medienwelten viel größer geworden, gerade deshalb sollte immer der Bezug und Zusammenhang immer hinterfragt werden, nur wie soll das geschehen wenn die Menschheit es sich leistet die Fragmentierung zu fördern und jeden Gedanken an Ganzheit und Zusammenhang verwirft.

Es bleibt zu betonen, das wir immer, auch bei diesem Entwurf pragmatische Kompromisse eingegangen werden müssen, denn das Abbild ist nie die Realität. Der Bewußtseinsforscher G. Bateson hat dies auf den Punkt gebracht, in dem er schrieb: "die Karte ist nicht das Gelände". Wichtig ist aber die Positionierung und Relativierung, die Kenntnis des Bezugssystems, der Proportionen und der Horizonte. Orientierung ist das Mittel gegen Apathie, "Weltbilder beginnen im Kopf", und geistige Mobilität ist ein Elixier und ein einfache und althergebrachte Therapieform.

Schlußwort:

In der deutschen Sprache tut man sich schwer mit Begriffen wie "world-view", "mental models", oder "mind’s eye". Weltbild, geistigem Modell oder Auge. In diesem Papier wird deshalb "Weltsicht" als individueller aber auch gemeinsamer Zugang zur Welt benutzt.

Andererseits prägen Begriffe wie Gestalt und Gesicht eine körperhafte, komplexe und tiefe Denkweise.

Mit der Arbeit an Wissensstrukturen, denn sie bilden auch Macht- und Zugriffsstrukturen ab, setzt man sich leicht schwierigen Situationen aus. Gerade die Kirche scheint Achtsam wenn es um ganzheitliche, holistische Modelle geht. Sofort wird eine neue Weltanschauung" vermutet. Das durch die Herausnahme des Ichs, durch ganzheitliche Betrachtungsweisen der Sinn für Zusammengehörigkeit und Einbettung und damit Toleranz, Demut und aus der Kenntnis von Details und Überblick auch eine neue Achtsamkeit, Mitgefühl, Demut und Zurückhaltung entstehen kann, ist schwer vermittelbar, vielleicht besser denk- und erlebbar.

Es soll deshalb nochmals betont werden, daß Analyse und Synthese, auch ein "drittes" strukturierendes geistiges Auge noch lange nichts mit Esoterik zu tun haben. Das es weitere menschliche Sinne für unsere dingliche Welt gibt, die überhaupt nicht mit diesem Kopflandschaft, diesem Wissens- oder Kontextmodell in Verbindung stehen. [Heiner Benking]
 
 

The beginning of knowledge is not experiment but rather the observation and
design of a complete picture
on which all knowledge
and all observation are integrated.         K. R. Popper
 

Analysis and Synthesis

A century simply concerned with analysis
and which is at the same time afraid of synthesis is not on the right path
for only both together like breathing in and out comprise the life of science.       J.W. v. Goethe

The most productive and yielding research
is that which pleases the thinker
and supports mankind at the same time.          C. Doppler

The greatest single achievement of science
in this most scientifically productive of centuries
is the discovery that we are profoundly ignorant;
we know vry little about nature and understand even less.        Lewis Thomas

To solve a puzzle, you have to use all parts,...           Thomas S. Kuhn, The structure of scientific revolution
 

The real act of discovery
consits not in finding new lands
but seeing with new eyes.         Marcel Proust

Realise my friend what pictures are:
Arriving at another place.         Franz Marc
 
 

Brücken für

Konzepte, Kategorien und Modelle:

Vorteile:


Quellennachweis:

Abb. 1 und 2. stammen aus der GLOBAL CHANGE Ausstellung. Sie wurden 1990 für das Bundeskanzleramt entwickelt. Das Lupenbild entstand 1988 bei der Entwicklung des Umwelt Flug-Naherkundungsverfahrens TOPOGRAMM. Abb. 3 stammt aus Arbeiten für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP, einem Büro für die Harmonisierung und Integration für Daten und Modelle aus und über die Umwelt (HEM). Abb. / ist das ICC Information Coding and Classification System, Ó I. Dahlberg, International Society for Knowledge Organization (ISKO).

I would like to make very sure that I did not work alone, I had the chance to meet a broad variety of power, insights and perspective, a position to step on shoulders to look for other horizons, missing sometimes the local fences in the way. I am grateful for all the help from all the known and unknown supporters. Below I can only mention a few which come to my mind as follows in the Acknowledgements and Milestones:

First and last Alfred Schinz, Herrsching, the authors professional "father", mentor and friend, one of the few universal masters (-maybe like Ralph Siu-) of the exact and fine arts, who taught me about work and dedication, architectonics, ecology, ekistics, and eidetics, Eberhard Gockel, Bonn, a transdisciplinary writer, organiser and master of many arts and cultures, "besides" in charge of the public eye into/on the German National Research Centres - AGF, Francesco di Castri and Malcolm Hadley, UNESCO and International Union for Biological Sciences - IUBS, Paris with the definition of Ecology in textbooks, where indispensable to make this collage or puzzle of what we "know and do not know" become true and real, Hartmut Keune, UNEP - Harmonisation of Environmental Measurement - HEM, Nairobi - Munich, who provided space for unorthodox ideas, approaches and design for cross-cultural multi-lingual meta-database and harmonisation projects, Franz-Josef Radermacher, for vision and the merger of technological and humanitarian perspectives, Robert Jungk, the human futurist from Salzburg, who focused my thinking in 1992 on the impact we can have by working with children instead of designing cross-cultural multi-lingual repositories, Anthony J. N. Judge, Union of International Associations - UIA, Brussels, who with his clear and analytic mind, his work on the Encyclopaedia of World Problems and Human Potential, his contributions to the subject of spatial metaphors and viewpoint generation and transportation (physical and virtual/mental mobility/locomotion), Emile Dubois, Edgar Westrum, and David Abir, International Council of Scientific Unions - Conference for Data in Science and Technology - ICSU - CODATA, for their openness and help, Merete Mattern, GaiAeon, for helping met o see the arts in the sciences and the sciences in the arts, Ingetraut Dahlberg, International Society for Knowledge Organisation ISKO, Frankfurt, she taught me how to survive at least at the surface of some epistemological riddles, bridge semantics and terminology’s, and secured my basic design of the Rubik’s Cube with the basic axis: in-animated nature, animated nature, culture by allowing me to context to her apt and spirited ICCã , governed by the Sytemificatorã and design along with harmonic rules, Noel Brown, UNEP, New York, who invited me to give a keynote on his behalf to review the AGENDA 21 and challenges to humanities and technologies, Felix Unger, Academia Scientiarum et Atrium Europaea, and Christian Galinski, termnet for advise and directions, Christian de Laet, James Wellesley--Wesley, Yehezkel Dror, and not last Ralp G. H. Siu in deep appreciation for seeing the personal, professional, humanitarian and global proportions in daily life and as a sample for wider audiences, and Farah Lenser, Alf Ammon and Ann Kervin for unconditional help, last not least Ervin Laszlo, who propelled by simple acknowledgement and appreciation a lonely nomad to carry-on and help an "embryonic brainchild" so see the light by inviting and trusting the author to become a fellow of his Club, and find a wider audience for his concepts of "diagonal" bridge-building and knowledge architectonics; but foremost many unnamed children appreciating my concept, loving it, considering it easy and nothing special, may be a way to explain teacher an parents "what is at stake" as their "View of Life" as they learn in school, is too flat.

*

Science does two things:
It renders us humble and paints a universe
in which the mysteries become highlighted
in which constraints on imagination
and speculation have been removed
and which become ever more
awe-inspiring as we gaze.   V.Bush
 

 Aritoteles
 Die Welt ist ein schlecht abgestimmtes Orchester.    E. Canetti
 

The ultimate aim of science
is to obtain knowledge, descriptions,
and explanations of the whole
in all differences from time to time and
place to place.          R. Hartshorne

A mans feet must be planted in his country
but his eyes should survey the world      G. Santanya
 Knowledge deficit comes about because
the store of knowledge has fallen into disorder
so that it is becoming more and more difficult
to inform oneself properly on any given field.        P. Jaenecke
 
 

EINLEITUNG:

Mit der Hochkonjunktur der Begriffe ganzheitlich, holistisch, ökologisch, organisch, integriert, interdisziplinär, transdisziplinär usw. wir wieder einmal das grundlegende Dilemma des fehlenden des Bezuges und des Zusammenhanges deutlich. Es kann so zu "Kopfgeburten" ohne Bezug zur Lebenswelt und zur Verkennungen grundlegender Strukturen und Einbettungen kommen, wie: "Natur ist Tot - oder "Entnatürlichung" der Technik. ****************

Dabei zeigt sich, das die notwendige "Denke" vorhanden ist und auch die Synthese Ost und West - Wissen und Weisheit schon vor Jahrzehnten vorgezeichnet hat. Siehe hierzu: Raph G.H. Siu: "TAO der Wissenschaften", einem "Essay über westliche Wissenschaft und Östliche Weisheit".

Nur, wir wollen es nicht hören, die Krise unser Zivilisation und Wissenschaft ist hausgemacht. Wir denken in eingefahrenen hierarchischen Denkmodellen und wenden uns sektiererisch und mit allen Mitteln gegen alles Neue und Fremde.

Diese Krise wird als die Krise unsere Weltbildes, unsere Denkmodelle beschrieben, unserer Sicht auf Leben und Natur....

Und schon erwischt!, reingetappt in die weitverbreitete Denkfalle, in das westlich "eingelötete" Denkraster. Es gibt nicht eine Sicht, es gibt viele Sichten, es gibt nicht ein Modell, es gibt viele, es gibt nicht eine Sprache und Symbolik, es gibt viele,.....

Wir haben als KULTURGUT, quasi mit der Muttermilch gewisse VORSTELLUNGEN, SCHEMATA und BILDER übernommen, und da hilft auch nicht der Ruf nach neuen "kosmologischen Perspektiven", nach neuen Weltbildern, nach holistischer Ganzheitlichkeit.....

Es muß an die Wurzel, an das "Eingemachte" gehen, und dazu müssen wir die Periode in der Mensch "lernte" die Natur zu Beherrschen und der Befreiung vom Aberglauben, der Trennung von Geist und Materie, und der damals entstandenen Hybris und Allmachtsdenke, der Ordnung des Wissens und der Strukturisierung der Macht.

Zum Gedenken an diese Zeit des Machtwechsels soll nicht der Künstler und Konstrukteur, das Universalgenie Leonardo herausgegriffen werden, sondern Descartes, zu dessen 400. Geburtstag derzeit große Vorbereitungen getroffen werden.

Descartes schuf das Denken das als Reaktion auf die Entgeistlichung und den Aberglauben begreifen können, aber dessen Wurzel erkannt und orientiert werden müssen um den notwendigen Schritt zu einer Zusammensicht, zum Überblick, zur Gesamtschau statt Teilbildern ohne Zusammenhang, wagen zu können.

Descartes setzte das Ego und damit die eine Sicht ins Zentrum, aus dem wir wurde das Ich, auf ihn ist die grundlegende Trennung zwischen Materie und Geist zurückzuführen, denn er mußte reduktionistisch, und abstrahierend überschaubare und kontrollierbare Umgebungen nutzen, die Mechanik, nicht die Organik. Descartes wir auch der "Wissensbaum" als hierarchisches Modell zur Ordnung des Wissens über die Welt.

All diese "Denkhypotheken" der Befreiung des Menschen aus der Macht von Wenigen und der Beherrschung der Natur, auch wenn sie mit einem Pyrrhussieg enden muß, haben wir zu berücksichtigen wenn wir versuchen wollen eine umfassender Sicht, ein zusammenhängendes Bild von der Welt zeichnen zu wollen.

GLIEDERUNG

mögliche Kapitelüberschriften:

Ausblick