update April-May 2010: we show selected parts in BERLIN Steglitz Zehlendorf on April 28 and will celebrate again under the title 1990 - 2010 - 2010 30 years GLOBAL CHANGE exhibition pls. see the 2 posters introducing the GLOBAL CHANGE April 28th 2010 in Berlin EXHIBITION and the full documentation of the GLOBAL CHANGE exhibition now made available online: (50 slides) we will create an guided tour through the exhibition a.s.a.p.

up-date Sept 2002: Rio 1992 - JoBurg 2002 - Berlin 2002
we have celebrated the Global Change and Earth Summit anniversaries (10. and 12. birthday) and added 4 posters to the GLOBAL CHANGE exhibition. Please join us here:

Global Change  -   Welt im Wandel
-
CHALLENGES TO SCIENCES AND POLITICS - Herausforderungen an Wissenschaft und Politik

Bilder einer Ausstellung -   Bundeskanzleramt 30. Mai 1990 -        English synopsis 

please note that a few documents in relation to this GLOBAL CHANGE exhibition might also of interest and worth visiting. please see: GLOBAL CHANGE Moscow 1988   LOCAL and GLOBAL CHANGE, COLONE 1991, ISY conferences (International Space Year), Pasadena, Munich,... and please visit the following articles GeoJournal: HARMONIZATION and ACCESS and ASSIMILATION - Environmental Information Challenges, and the ISCU -  CODATA conferences 1992:  BRIDGES & MASTERPLAN and 1994: (Space-Scapes).

Ausstellungspartner     /   Exhibition Contributors in green you find personal notes of Heiner Benking to explain the context of this page and the "evolution" of concepts and contexts in the years 1986-1992


- Sektionen Biologie, Geologie und Physik der Stiftung Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven (AWI)
- Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V., Forschungszentrum Oberpfaffenhofen (DLR)
- Deutsches Klimarechenzentrum GmbH (DKRZ) now:
Deutsches Klimarechenzentrum GmbH, Das deutsche Höchstleistungsrechenzentrum für die Klima- und Erdsystemforschung - Dornier Luftfahrt GmbH
- Institut für Hydrologie der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbH, München (GSF), now called: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
- Institut für Physik des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht GmbH (GKSS)
- Jahrringlabor des Botanischen Instituts der Universität Hohenheim now see also:
- Institut für Meteorologie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
- Institut für atmosphärische Chemie des Forschungszentrums Jülich GmbH (KFA) now called Forschungszentrum Jülich
- Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Kernforschungszentrums Karlsruhe GmbH (KfK) later called: FZK - Forschungszentrum Karlsruhe GmbH , Institut für Meteorologie und Klimaforschung IMK
- Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
- Sektion Physik der Ludwig Maximilian-Universität München (LMU)
- Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
- Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB), Unternehmensbereich Kommunikationssysteme und Antriebe
- Nationales Sekretariat für Global Change Forschung bei der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven (later called German Advisory Council on Global Change, WBGU Wissenschaftlichen Beirats der Budnesregierung lobale Umweltveränderungen in Berlin)
- Institut für Vermessungskunde der Technischen Universität Braunschweig
- Dipl.-Ing. Heiner Benking, München  (Autor)
or blog: PLEASE NOTE: I was invited to join the team because I was as a science writer and consultant known to the lead authors below. Experiences which qualified me were for example 1. knowing some of the research institutes above as clients as I had worked in the years before on scientific visualisation for the leading software vendor in the field (UNIRAS), 2. I was a consultant to UNEP-HEM at the GSF, looking into international harmonisation of environmental data, had 3. developed schemas to access, display, and manage multi-level spacial data-management schemas, see TOPOGRAMM, and repository schemas for multi-lingual data (with Ulrich Kampffmeyer), and last not least was consultant and assistant to the President Friedrich Strauch of the Alfred Wegener Stiftung Foundation (AWS) (a neighbour of the AGF in Bonn) to work on the image and profile of the AWS - which later was portrait in this exhibition about the history and profile of the AWS and its ethical and historical dimensions , (the AWS is now the GEO-UNION) and was part of the preparations for establishing a geo-scienes fair in Germany, the Geotechnica in 1991 ( were we as UNEP HEM and AGF also presented the LOCAL AND GLOBAL CHANGE exhibition.

working for / with Eberhard Gockel AGF also lead identify for the exhibition for energenically efficient and intelligent buildings

Edmond D. Krecké, Präsident ISORAST


Impressum:

AGF-Ausstellung: Global Change - Welt im Wandel

Wissenschaftliches Konzept: Manfred Lange, AWI Bremerhaven, Redaktion: Eberhard Gockel, AGF Bonn, Design und Herstellung: Studio TYPO-Bauer, Düsseldorf

pls note: AGF is now called: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Am 30. Mai 1990 wurde nach langer Terminfindung (wg. "siehe Mauerfall") wurde die "WELT IM WANDEL - GLOBAL CHANGE" Ausstellung im Bundeskanzleramt eröffnet. Hier finden Sie ORGINALTEXTE, ein NACHWORT und HINWEISE eines der "Ausstellungspartner" (Heiner Benking). Es geht in diesem Text NUR um die erste Sektion der Ausstellung und dabei um die Historie und Notwendigkeit Ordnungsrahmen zu definieren und Leitplanken globaler-integraler Fragen im Zusammenhang darzustellen. Siehe hierzu auch das Essay "Ohne Zusammnehang kein Zusammnhalt" im Buch "Kultur der Verweigerung - das kostruktive Nein".
Bei den
anderen Sektionen der Ausstellung geht es natürlich auch um Forschung, Wissenschaftskoordination, Energie, die Werte, Lebensstile, Sinn, Ethik und die Identifikationsthematik, Positionen, Perspektiven und Alternativen angesichts der dargestellten Herausforderungen... Besuchen Sie die Ausstellung!
Hier soll es jedoch speziell NUR um die erste Sektion der Ausstellung mit folgendem Untertitel gehen::


"DAS SYSTEM ERDE"

Die in den unten angesprochene "Gesamtschau der Dinge" als Überblick und Orientierungshilfe, als Versuch eine mögliche Version von "common frames of reference" soll zur Diskussion gestellt werden. Dabei sollen natürlich nicht andere folgende wichtige Aspekte vernachlässigt, sondern nur in einen gemeinsamen Bezug gesetzt werden:  Recycling, Energieeffizienz und der Einsparungspotentiale wie das damalige "1000 Dächer" Programm.

Leider waren die Tages- und Jahresereignisse aktuell so dramatisch und fokussiert auf  Ostdeutschland und Osteuropa das wenig Politik und folglich wenig Berichterstattung erfolgte und so diese Ausstellung über Jahre sehr exklusiv und oft nur einem Fachpublikum gezeigt werden konnte. Das in solchen Zeiten "globalen Fragen" schnell wieder in den Hintergrund gelangen und im Bewußtsein der Öffentlichkeit verblassen ist verständlich, zumal die Themen außerhalb der direkten Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen liegen.

Doch dies gerade anzusprechen und "real" greifbar als eine wichtige Überlebensfrage, als eine zentrale Herausforderung an Wissenschaft und Politik darzustellen ist und war ein zentraler Aspekt dieser Ausstellung.

Auswirkungen in der Vor- und Nachbereitung vom Erdgipfel in Rio waren und sind nicht ausreichend gewesen, deshalb sollten Impulse dieser Ausstellung nach Meinung des Autors, auch in die weiteren "Verhandlungen" der globalen "Problematique" einfließen. (Die Problematique wurde als Darstellung der meta-Probleme und deren Zusammenwirken verstanden. Siehe dazu auch die internationalen Programme zur Ermittlung und Pflege von meta-Daten sein den 70igern, siehe UNEP-HEM und internationale Mandate) [more] [more] [more].

Ziel der Ausstellung war und ist es also nicht nur komplexen Fragestellungen aufzuwerfen, Kräfte zu bündeln und Strategien zu entwickeln, sondern in einer Reihe mit sonst künstlerische, kulturelle, allgemeingesellschaftliche Themen aufgriffen wurden, sich auch komplexen Themen im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik, Individuum und Gesellschaft allgemeinverständlich und Betroffenheit ermöglichend aufzubereiten. Dabei geht es nicht nur um Lebensstiländerungen und Formen internationaler Mobilisierung und Abstimmung, sondern auch das Verständnis und damit die Identifikation des Individuums mit der Situation "globalen Wandels" in Zeiten von raschen technologischen Wandel und der Überschreitung bisher unantastbar gehaltener Grenzen und Räume. (Die Eröffnungsrede damals im Bundeskanzleramt wird hier a.s.a.p. bereitgestellt. - .
Siehe auch die
LOCAL und GLOBAL CHANGE Ausstellung, Geotechnica 1991 in Köln.

Im folgenden werden nur einige der Schautafeln der Sektion "DAS SYSTEM ERDE" angefügt um die Grundlagen und den notwendigen Schritt zu einem Modell der Zusammenhänge oder Rahmenordnungen (Leitplanken) besser nachvollziehbar zu machen.
Aktuelle Hinweise und nachträgliche "Änderungen" Hervorhebungen finden sich außerhalb der "Boxen" und sind "rot" markiert. Es wurden Ausstellungstafeln ausgewählt die helfen sollen sich dem hier zentrale Thema des Darstellens und Begreifens von Zusammenhängen außerhalb der direkt erfahrbaren, mit bloßem Auge betrachtbaren, Welt zu nähern.
 

  ORIGINAL Ausstellungstafeln und Texte:

Einführung

Die Erde ist einem steten Wandel unterworfen. Ihre festen, flüssigen und gasförmigen Bestandteile stehen in vielfältiger Form über Kreisläufe miteinander in Verbindung. Die Austauschprozesse die sich in ihnen vollziehen, werden vor allem durch die Sonnenenergie angetrieben. Räumliche und zeitliche Skalen, auf denen die Kreisläufe ablaufen, variieren über einen großen Bereich. 

Die Bausteine des Erdsystems

Zum System Erde gehören die folgenden Bestandteile:

  • der Erdkörper selbst (die Geosphäre). 
  • die Lufthülle (die Atmosphäre). 
  • die Wasserhülle (die Hydrosphäre). 
  • die großen Eiskappen und das Meereis in den Polarregionen sowie die Gebirgsgletscher der Erde (die Kryosphäre). 
  • die belebte Welt (die Biosphäre). 
Jeder dieser Bereiche gehört eigenen Gesetzen. Im Laufe der Erdgeschichte haben sich immer wieder Gleichgewichte eingestellt. Dies gilt auch für die vielfältigen Austauschprozesse zwischen den Bausteinen des Erdsystems. Diese Gleichgewichte sind empfindlich und können durch Änderung der äußeren Bedingungen erheblich gestört werden. Die zivilisatorische Entwicklung beeinflusst das System Erde erheblich.
Kreisläufe und Rückkopplungsprozesse

Austauschprozesse zwischen den Bestandteilen des "System Erde" vollziehen sich nur jeweils in eine Richtung. Sie bilden meist geschlossene Kreisläufe, die eigenen Gesetzmäßigkeiten gehorchen, sich aber untereinander beeinflussen. Ein Beispiel für solche "Rückkopplungen " ist der Kohlenstoffzyklus. Er umfasst die Biosphäre, die Atmosphäre und die Hydrosphäre. Der Kohlenstoffkreislauf ist für das Gesamtsystem Erde von besonderer Bedeutung, da er direkt in unser Klimasystem eingreift. 

Kohlenstoffbewegungen und Kohlenstoffspeicher in Milliarden Tonnen. Aufnahme und Abnahme von Kohlenstoff liegen etwa im Gleichgewicht: durch zivilisatorische Entwicklungen werden der Atmosphäre jährlich etwa sechs bis sieben Milliarden Tonnen Kohlenstoff zusätzlich zugeführt.


Bilduntertitel: Objektive und Präzise Gesamtsicht 
der Naturraumentwicklung
Lokal und Globale Veränderungen

Globale Veränderungen haben ihren Ursprung in lokalen Prozessen. Ohne die Sicht des Details ist das Verständnis globaler Veränderungen nicht möglich. Dies jedoch hat ein gewaltiges Anwachsen der Datenflut zur Folge, deren Beherrschung und Verständnis immer schwieriger wird. Moderne Verfahren der Datenverarbeitung und Kommunikationstechnik bieten Ansätze dieser Datenflut Herr zu werden. 






Diese Verfahren und das dazugehörige Instrumentarium machen es möglich Daten auf unteeschiedlichen Raumskalen und für lange Zeitreihen rasch abzurufen und zu verarbeiten. Nur so wird eine Gesamtsicht der Strukturen und Prozesse im Raum-Zeitgeflecht  möglich. Um diese Verfahren weltweit abzugleichen und verfügbar zu machen werden im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP-HEM) Dokumentationen erstellt und Empfehlungen zur Vorgehensweise und Harmonisierung von Maßnahmen und Systemen entwickelt


NOTIZ des Co-Autors 2.2001 (jeweils ROT): diesen Satz würde ich heute nicht mehr so akzeptieren. Ich würde von einer besseren Verarbeitungsmöglichkeiten und anschaulicheren Darstellungen und Modellierungen schreiben.

Der Co-Autor hatte damals die Darstellung entworfen um das mikro- und makro- skopische und die Dynamik der Landschaftsdegradation im Rahmen des TOPOGRAMM Systems darstellen zu können. Siehe auch den Artikel des Autors (mit K. Vieser). in Bild der Wissenschaft "Umweltschutz mit Adlerblick -  die fliegende Lupe".  Der Autor hatte zuvor mit H. von Braun das TOPORGRAMM System entwickelt um für die Waldschadensforschung, Waldnutzung, Lawinen und Murenverbauung, Evakuierungs- aber auch Landesplanung gemeinsame Grundlagen für Pilotprojekte im Alpenraum erstellen zu können.

Eine weitere Grundlage war das angesprochene Harmonisierungsprojekt von UNEP das erstmalig dank eines Mandats der Umweltexperten des Weltwirtschaftsgipfels (EEES) und deutscher und kanadischer Experten wie dem SRU ( Sachverständigenrat Umweltfragen), nachvollziehbare fachübergreifende und sprachübergreifende Metadaten-Haltungssysteme zu konzipieren. Die Evolution dieser Entwicklung lässt sich in diesen Referenzen verfolgen: "Wholeness" - Harmonisierung - Access & Assimilation - ICSU_CODATA & T-Intelligenz  (Harmonisierung- Standardisierung analog zur Generalisten/Spezialisten Darstellung nach Machol-Ropohl-Dürr, sieh Fig.3 und Rio synopsis for UNEP'S Noel Brown on "common frames of reference" FIG XX 1994, oder wie das für den Bereich Multi-lingualität und Terminologie und Zugriff auf Weltkulturerbe, Bibliotheken und Museen der Welt zu denken is.
 

Räumliche und zeitliche Skalen

Die Austauschprozesse innerhalb der verschiedenen Erdsphären vollziehen sich auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen. Das reicht von der großräumigen Verschiebung der Kontinente, die über einige zehntausend Jahren vonstatten geht, bis hin zu den Abbauprozessen des atmosphärischen Kohlendioxyds, die sich auf der Skala von Molekülgrößen in Bruchteilen von Sekunden abspielen. Erstaunlich ist dabei das sich Störungen in einem dieser Prozesse nachhaltig auf Vorgänge auswirken können, die in völlig anderen Größen und Zeitbereichen ablaufen.

Im Bereich der Biosphäre tritt neben die Raum- und Zeitskalen noch eine dritte Größe, die Artenvielfalt. Aus dem zweidimensionalen wird also ein dreidimensionales System. Dabei wird bei der Beschäftigung mit ökologischen Fragen immer wichtiger, die bisherige Aufteilung in Einzelaspekte durch eine Gesamtschau der Dinge  zu ersetzen.


Um diese "Gesamtschau" (Originaltext von 1990) konkret und anschaulich zu machen reicht eine perspektivische Darstellung nicht aus, zumal auch Innen- und Außenansichten, sowie oder Ebenenansichten oder Schnitte einzubeziehen sind. Der Autor in seiner Not die Notwendigkeit der Sicht von unterschiedlichen Stanorten/Standpunkten darzustellen sah nur den Weg ein Modell zu bauen, die unten dargestellten "Blackbox Natur" - den "Zauberwürfel der Ökologie" der es ermöglichte auch Bereiche des Nichtwissens zu verorten, so wie "weiße Flecken" auf dem Globus. Wir geben hier die Original Ausstellungstexte von 1990 wieder und laden sie ein durch eine Anzahl von verweisen und "Links" manche dieser Erkundungen und Strecken nachzuverfolgen oder nachzuvollziehen:

Der Zauberwürfel der Ökologie

Status:
Stellt sich der Mensch den Herausforderungen   durch die Natur, so ist er gezwungen sich mit unbekannten Zusammenhängen und Vielfältigkeiten auseinanderzusetzen. Naturelemente oder Fachdisziplinen, Größenordnung und Veränderungsraten sind die Achsen des Würfels dessen Flächen und Inhalte spielerisch durch die Informationsverarbeitung kombiniert werden können. Veränderungen der Materie in Raum und Zeit lassen sich so durch beliebige Schnitte durch den Würfel besser darstellen und erkennen Ziel ist die Verbesserung der Glaubhaftigkeit der Multidisziplin Ökologie

Einzelne Bilder sind flach die Tiefgründigkeit räumlicher Struktur das Umfeld oder gar Bezüge sind so nicht zu vermitteln Auch ist die Qualität und Verlässlichkeit der Information abhängig von den gewählten Verfahren Medien und Blickwinkeln Augenmaß nimmt nur durch Erfahrung zu, Vergleichbarkeit ist nur anhand eines Maßstabs erreichbar.
 

Eine Perspektive:
Neue Verarbeitungs-, Visualisierungs- und Dokumentationsverfahren erlauben einen erweiterten auch synthetischen Durchblick oder Abriss von Ursachen- und Wirkungsgefügen.
Dies geschieht durch Stützung und Verbesserung des Vor-stellungs- und Erkennungsvermögens des "Augenmenschen", der "Einblicke" sucht, um "Ausblicke" entwickeln und bewerten zu können. Moderne Verfahren erhöhen die Datenflut, erlauben aber auch eine gezielte und teilweise automatisierbare Erhebung, Bearbeitung und Dokumentation. Es bleibt eine Fülle von nur durch Augenschein erkennbaren Zusammenhängen, die kontrollierbare Maßnahmen oder bewusste Zurückhaltung angeraten sein lassen.
Hyper-Bilder, die durch die Dimensionstunabhängigkeit und einen besseren Austausch über Begriffe, Methoden und Systeme hinweg entstehen erlauben ein Auswählen und somit neue Kenntnisse. Affe Möglichkeiten sollten wahrgenommen werden, auf einer breiteren Informationsgrundlage und durch besseren Austausch gesicherter und nachvollziehbar zu deuten, abzuwägen und zu handeln.

Die Realisation des Würfels wurde durch Ideelle oder materielle Unterstützung folgender Unternehmen und Institutionen ermöglicht:
AGFA Leverkusen; CO-ART Kunst durch Kreativität, Hamburg; Redaktion GEO-Wissen,  Hamburg: Labor Grieger Düsseldorf UNEP,  HEM,  München; CARL ZEISS, Oberkochen.
Für  weiteres Bildmaterial sei Mario KessIer Schondorf,  der DLR,  Köln/Oberpfaffenhofen. ESRI, Kranzberg; GEO-SYSTEMS. Germering; JRC lspra; TOPOGRAMM, Weilheim;  UNIRAS, Düsseldorf, VTE,  Herrsching sowie den Fotografen Dr. Jörg Janzen und Dr. Alfred Schinz; Georg Genier G + J Syndikation; Manfred Kage,  Bruno uno, Heu Mario Markus S. C Müller, Th. Plessner MPI für Ernährungsphysiologie, Dortmund; Wolfgang Volz, Bilderberg herzlich gedankt.

Quellen und Freigabehinweise einzelner Großdias dieser Collage gerne auf Anfrage. Im GEO-Wissen  vom Mal 1990 Sonderheft Nr. 2, Chaos + Kreativität"  sich weitere sehr gute Illustrationen zum Thema.

Idee und Realisation des Würfels:  Heiner Benking



DIES WAR EINE SYNOPSIS ZUM STAND MAI 1990. Aufträge die Ausstellung zu aktualisieren und diesen Bereich aufzuarbeiten haben sich leider wiederholt zerschlagen.

In den nachfolgenden mehr als 10 Jahren hat sich jedoch dieser Arbeit als Basis und Ausgangspunkt für eine Anzahl von Aktivitäten in diversen Bereichen herausgestellt: z.B. Entwicklungen in den Bereichen Bildung, Kommunikation, Entscheidungsunterstützung, Wissensorganisation, ....

HERVORHEBEN MÖCHTE ICH DAS THEMA GESPRÄCHSKULTUR und PARTIZIPATION
und wie wir zu einer anderen gemeinsamen "AGENDA" - einer  "INTEGRAL  AGENDA" kommen können.

Mit solch eines "frameworks" oder models ist es möglich die "topoi" nach Aristoteles näher zu erkunden und benennen, und das ohne in die tiefen Fallen der "Philosophen" von RAUM  vs. ORT / PLATZ  zu gehen. Ich empfehle hier besonders die Arbeiten von Rudolf zur Lippe zum WAHNSYSTEM REALITÄT und zum Thema RAUM, aber spezieller auch Jeanne Hersch mit ihrer Trennung von metaphysischen und realen-pragmatischen-mathematischen Räumen und Raimon Panikkar mit seinem "lotrechten Raum". Dies ist ein Raum der es ermöglicht die Sinne "zusmmenzudenken / gemeinsam zu betrachten", vielleicht so wie ich es in der Fig. 1 zum "Panorama" bei diesem UNESCO Kongress angedeutet habe. Selbstverständlich ist das vorgeschlagene Modell nicht die vollständige Abbildung des natürlichen "Höhrraums,  Riechraums-, Gehraums und Raum des Schauen von Panikkar, aber wir können manches Erfühlen und Schauen was sonst nicht möglich wäre, denn wir wollen ja die Welt nicht ersetzen, sondern nur unser gemeinsames verstehen erweitern- unser erkunden verbessern.... Siehe hierzu sehr konkret das Forum für Freiheit im Bildungswesen. "Denkräume" sind nichts neues, man denke an Abby Warburg, nur heute können wir sie konkreter machen, modellieren, quasi synthetisch erzeugen um unseren Rahmen zu erweitern.
Ich hoffe wir können und trauen  uns, wie bei dieser EUROPARAT Konferenz, uns nur einmal versuchsweise auf "Neue Räume & neue Ideen" einstellen, um "Well-Packed Questions" immer wieder neu zu stellen. Die Standard-Entschuldigung "Kinder mehr Fragen stellen können als 10 000 Weise beantworten können" darf eben nicht dazu dienen einfache Fragen und tiefe Suche abzuwürgen, zumal manche Dinge einfacher sein können, wenn wir uns trauen unsere eingefahren Denkgleise zu verlassen.
Sicher bleiben Fragen wenn unser "Schachteldenken" ist nun einmal Tradition und sicher auch hilfreich um sich nicht verwirren zu lassen. Doch wenn die Apathie und Orientierungslosigkeit so forgeschritten ist wie in der Modernen Medien Welt und auch die Medien-Mogule um Antworten ringen, muss es erlaubt sein mal Grenzen als "virtuell" zu betrachten, also nicht als Mauern !, und unser "Box-Denken" zu hinterfragen. Einfach, wie es auch Kurt Hanks vorschlägt, Paradigmen verkörpert zu denken, also sie als "Denkwege" zu "verorten oder zu kartieren", wie in seinen PARADIGM MAPING Workshops. Die Karte von der wir hier sprechen ist dann das besagte "Meta-Paradigm" (siehe auch "Meta-Daten") oder der "Hintergrund für Überblick" - denn wir reden hier nur von "survey knowledge" - Überblickswissen das wir umreißen und verändern können, generalisierten Kontext oder Zusammenhang. Dieses Überblickswissen bitte ich als eine oberen Ebene zu sehen, als generalisiertes Orientierungswissen im Gegensatz zum Experten- und Detailwissen. jede dieser Ebenen ist gleichberechtigt und unabdingbar. Der Unterschied liegt in der Darstellung! Für Detail- und Expertenwissen können helfen "Volltext"-Suchmashinen und Standardisierung, Überblickswissen erfordert eine Harmonisierung der Begrifflichkeiten. Bitte verfolgen sie hierzu auch: "Bridges and a Masterplan" Figure 3: Standartisierung-Harmonisierung.

Ein weiter Aspekt neben der Sicherheit etwas zu wissen und beruhigt vergessen zu können/dürfen ist die Fähigkeit sich zurechtzufinden und anzuwenden, statt alles auswendig lernen zu müssen, liegt in der oben angesprochenen Notwendigkeit in Zeiten von "Cyberculture"  einen Wiederpart zu so vielem ungeprüften und undurchschaubarem Wissen zu finden. Wir haben deshalb an "alternativen" zusätzlichen Suchhilfen gearbeitet, an Wissenskarten und Interessenskarten  um Themen einen Platz geben zu können, sich Kontexte und Nachbarschaften der Disziplinen deutlich machen zu können, sich dabei Themen längs und quer zu den "Fächergrenzen" vorstellen zu können, UND durch diese Art von Musterwissen gerade die Grenzbereiche und Überlagerungen/Schnittmengen ansprechen zu können. Dazu mein Lieblingszitat, ein Vers von Friedrich Rückert aus der "Weisheit der Brahmanen":

TEXT

Die besondere Bedeutung für die Frage der Identifikation und Gemeinschaft kann hier nur angedeutet werden. Ich empfehle hierzu als Einstieg das Essay "Ohne Zusammenhang kein Zusammenhalt" in "Kultur der Verweigerung".

Sobald wir die Möglichkeit der Veranschaulichmachung in realen und abstrakten und imaginären Räumen / Wirklichkeiten / Realitäten durch die neuen Medien und Möglichkeiten akzeptiert haben (virtuelle Realität) kommen "natürliche" Begriffe wie Imagination und Eidetik wieder auf - wir können auch Phantasie und Kreativität. Siehe auch:  CREATIVITY AND COGNITION 2. Neu ist nur, das gemeinsame und nachvollziehbare, das gemeinsame "eintauchen" und verändern. Auch zu Ordnungs- und Entscheidungsräumen ließe sich noch viel nachlesen... Wichtig erscheint dabei in der Regierbarkeits- und Demokratiediskussion die konkrete Befassung um dann zu informierten Entscheidungen zu kommen. Siehe hierzu auch das Mediationsverfahren "CONSULTATIVE". Dies im Gegensatz zur Demagogie, die in Zeiten der Apathie, Beliebigkeit Verschwommenheit zu leicht der Gewalt Tür und Tor öffnen. Erkennen wir somit diese neuen plastischen Modelle als "Hilfsrealitäten" als Alternative zu den Filmen und Spielen die schon die Welt unserer Kinder ausmachen,  SINNWELTEN UND FLUCHTWELTEN kommen wir zu "ZETETIC SPACES" -spielerisch und gemeinsam erfahrbaren Ordnungs- und Erkenntnis"welten" als Gegengewicht zur reinen PHANTASY WELT und als Hilfe um sich in Zeiten von allgegenwärtigen Diskussionen um das GLOBAL BRAIN  auf die notwendigen Entscheidungs- und Orientierungs-Leistungen der Menschheit, auf die notwendigen Werte und Richtungsentscheidungen zu besinnen! Wir haben hier in einem Project sieben  alternative Langfrist-Szenarien (Kapitel 4: "Very Long-Term Scenarios") und arbeiten am Geschichtenerzählen, an der Diskussion der Alternativen indem wir sie uns nicht nur individuell vorstellen, sondern gemeinsam Entwerfen und Gestalten, siehe dazu auch Zukunftswerkstätten und Denkwerkstätten.

Für den Autor als "Zukünfte"-forscher geht es um die Anpassung an die neue Welt und die neuen Möglichkeiten und Gefährdungen, aber auch um die Vermeidung von unnötigen, unbedachten und ungewollten Risiken. Und dies nicht nur auf individueller Ebene, sondern auch globaler und kultureller, Entwicklungsebene. Er hat dazu bei seinen Vorträgen immer wieder auf den Fokus des Individuums und den notwendigen Fokus, wenn es um das Überleben, die Aussichen der Menscheit geht, hingewiesen. Siehe den ersten Club of Rome Report von 1973  "Grenzen des Wachstums" und darin die erste Grafik, in der gezeigt wird das sich eine Mehrzahl der Menschen sich nur für einen engen räumlichen und zeitlichen Rahmen interessieren - sich selbst, ihre Familie, heute und morgen - der Report aber genau um sich aber um ein ganz anderen Bereich kümmert, die großen Zeiträume und die ganze Erde. Wenn wir das noch mit einer Grafik verbinden die der Autor im Bereich Systemwissenschaften verwendet, wobei es darum geht das sich Lebens- und Austauschprozesse über die Größenordnungen hinweg entwickeln, dann wissen wir das wir nicht für solche Herausforderungen durch die direkten Sinne ausgestattet sind, das wir dafür "Antennen" entwickeln müssen, wie Gregory Bateson schrieb. Diese evolutionäre/kognitive Dimension, ob wir uns anpassen können, oder nicht ausgestattet sind für diese erweiterten Erfahrungswelten und Wirkungsräume sind ein zentraler Punkt den der Autor bearbeitet. Siehe Ordnungs- Orientierungs- und Sinnkriese der "kommunikativen Gesellschaft" und den Vortrag am Konrad Lorenz Institut in Altenberg zum Thema der evolutionären Erkenntnistheorie und wie wir unsere menschliche Austattung besser nutzen und erweitern können (World View Compositions). Der Vortrag ist damals nicht erschienen und wird aktualisiert zum 100. Geburtstag des Begründers der Allgemeinen Systemtheorie (General System Theory) von Karl Ludwig von Bertalanffy im November 2001 zur Diskussion gestellt.

Ich empfehle für einen ersten Überblick des letzten Jahres /synopsis 2000: http://www.benking.de/2000/synopsis2000.html
und den IFSR (International Federation of System Sciences NEWSLETTER sowie diese homeapges: http://benking.de/ und http://open-forum.de/