Dipl.-Ing. Heiner Benking
Einführung
Die Fähigkeit räumlichen Denkens ist unterentwickelt.
Zwar zeigen zum Beispiel einige Architekten, Erfinder und Künstler
erstaunliche Fähigkeiten, sich räumliche Situationen vorzustellen
und sie dann Die Möglichkeiten räumlicher Wahrneh- zu
erschaffen und zu gestalten, doch bleibt mung, räumlichen Denkens
und räumli- diese Kunst oder Intelligenz von üblichen chen
Gestaltens werden diskutiert und ein Ausbildungsprogrammen völlig
unbeachtet dynamisches, modulares System, das und die Aneignung
einem jeden selbst 'Panorama des Wissens'wird entwickelt. überlassen.
Die grundlegenden Fähigkeiten werden zwar vorausgesetzt, jedoch nicht
gefördert. Dies liegt zu einem großen Teil sicher daran, daß
räumliche Koordination und Orientierung als Fähigkeit und Fertigkeit
entweder sehr früh angelegt werden, vor den staatlichen Bildungsprogrammen,
also schon vor dem Kindergarten oder Elternhaus, oder aber überhaupt
nicht.
Es mangelt an Anregungen und Herausforderungen, einseitiges
'flaches' Spiel kann fehlende handwerkliche Übungen und Orientierung
in großen Räumen nicht ersetzen. Die erstaunlichen Fähigkeiten
und Fertigkeiten, die heutzutage den Kindern in Computer-Spielweiten 'zufallen',
zeigen sowohl das Potential als auch die Gefährdungen, die auftreten,
wenn nur Angst und Fluchtwelten, nicht aber realweltbezogene Fähigkeiten,
in bezug auf Sinnwelten, erlernt werden. Computerspiele vermitteln nicht
die einprägende Kenntnis, die für Details notwendig ist; damit
fehlt allerdings auch das Material für anschauliche Zusammenhänge.
Außerdem stellen viele Spielabläufe in der Regel nur logisch
strukturierte Prozesse dar, die zwar Reaktionen, nicht aber vernünftiges
Nachdenken erlauben. Auf diesem Weg erscheint deshalb ein Erkenntnisgewinn
nur schwer möglich. In diesem Artikel soll gezeigt werden, daß
wir sträflich menschliches Potential vernachlässigen, wenn nicht
die Ausbildung zumindest einen Ausblick auf die grundlegenden Fähigkeiten
oder Intelligenzen eröffnet. Diese Basis-Intelligenzen sind z.B. nach
Howard Gardner die musische, körperlich-kinetische, logisch mathematische,
räumliche, inter- und intra-personale Intelligenz. Selbstverständlich
ist ein ausgewogenes Maß anzustreben, Spezialisierungen kristallisieren
sich wie selbstverständlich durch die Anlagen heraus, doch es gilt
sie zu erkennen und ausgewogen zu fördern.
Neben dem Selektionskriterium IQ und mathematisch-logischer
Intelligenz gibt es also noch andere Maßstäbe oder Fähigkeitsfelder.
Bekannt sind die besonderen Fähigkeiten kommunikativer zwischenmenschlicher
oder musischer Art. Ein unbestelltes Feld stellt nach Meinung des Autors
das körperlich-kinästetische und räumlich-kognitive Potential
dar, das wie Innen- und Außenwelt, eng miteinander verbunden zu sehen
ist.
Dieser Artikel will die Möglichkeiten räumlicher Wahrnehmung, räumlichen Denkens und räumlichen Gestaltens näher beleuchten. Er postuliert, daß nach der Berücksichtigung der Perspektive durch die Orientierung und Navigation in kognitiven Räumen ein großer Entvvicklungsschritt möglich sein wird, da Überblicke auf Ganzheiten nicht mehr allein auf die direkte physische Umgebung beschränkt sein brauchen, sondern auf abstrakte und integrative Fragen ausgedehnt werden können. Dabei ist unter Ganzheit die Ebene bzw. der Bewußtseinsraum zu verstehen, in dem das Detail an der richtigen Stelle eingeordnet wird. Dadurch wird die Ganzheit im Detail erkennbar. So können duch die (Über)Spezialisierung ausgeklammerte Themen wie: Weltbilder, Ganzheiten, aber auch Wissensorganisation, Ethik, Bildung und Kreativitätsforschung neu betrachtet werden.
Räumliche Intelligenz und Orientierung
Nach Howard Gardner, aber auch nach der Kognitions- und
antropologischen Forschung, sind die Orientierungssysteme von Mensch zu
Mensch und von Kultur zu Kultur verschieden und damit ein Spiegelbild und
Spielball vielfältiger Interessen und Umstände. Es ist nicht
so, daß einige Menschen Karten oder Pläne lesen können
und andere nicht. Sie leben jedoch in verschiedenen Bezugssystemen und
machen sich wenig Gedanken darüber, daß Dinge anders verortet
und eingeordnet werden können, oder ob die Transformationen zwischen
den Weltmodellen (Toleranz) gefördert werden könnten - sie suchen
nicht den Bezug zu anderen Sichtweisen.
In diesem Artikel geht es darum, mit der Frage nach neuen Horizonten und Orientierungen herauszufinden, ob die angestrebten Modelle für Überblickswissen und Orientierung in räumlichen Ordnungen überhaupt eine Chance haben. Auf der einen Seite sehen wir eine wachsende 'Oberflächlichkeit' und Tendenz zu 'flachen' bunten und schnellen Bildern, auf der anderen Seite die Entwicklung räumlicher, tiefer Bilderwelten, die spielerisch erschlossen werden und durch neue räumliche Datenstrukturen und grafische Schnittstellen sehr einfach und intuitiv angenommen werden können. Oft erscheint der Kampf zwischen Verflachung und Vertiefung schon entschieden, ein ungleicher Wettkampf, da die senso-motorischen Fähigkeiten Vorbedingung für eine Ausbildung abstrakter Fähigkeiten sind.
Architektur und räumliches Denken
In der Zeit der Jugendstilbewegung wurde der Raumgedanke
vor allem durch das soziale Bewußtsein ausgelöst. Daraus entstanden
der moderne Städtebau und der Raumordnunggedanke des modernen Siedlungswesens.
Mit dem Wiener Architekten Adolf Loos (1 870-1933) wurde diese Entwicklung
zu einem neueren, höheren Raumgedanken auf die Baukunst übertragen
und schloß so an den pythagoräischen Entwicklungsprozeß
in der Renaissance an. Hier wurde der Raum als Ganzes gedacht und durch
den Kubus als einfachstes Gestaltungselement modular verwirklicht. Um der
Gefahr der Monotonie entgegenzuwirken entstand nun zur Zeit von Loos ein
'Raumplan', der ein Komponieren der miteinander in bezug stehenden Räume
zu einem harmonischen, untrennbaren Ganzen, zu einem raumökonomischen
Gebilde, ermöglichte. Nachfolgend wird untersucht, inwieweit eine
solche Vorstellung, nämlich der Schritt vom flächigen Grundriß
zu einem 'Raumplan', sich weiterentwickelt und durchgesetzt hat, oder welche
Hindernisse sich aufzeigen lassen. Des weiteren gilt es die Konzepte der
Architektur auf ihre Allgemeingültigkeit für jegliches architektonische
Werk zu betrachten, also auch für Denkräume und Sinnwelten.
'Vor Immanuel Kant konnte die Menschheit nicht im Raume
denken-, und die Architekten waren gezwungen.... Und wie es einmal der
Menschheit gelingen wird, im Kubus Schach zu spielen, so werden auch die
anderen Architekten den Grundriß im Raume lösen'. (Adolf Loos
1870-1933)
Architektonik
Zentral erscheint die Formulierung einer besseren Hoffnung,
eines Raumes, der uns produktiv macht ('wahre' Baukunst), dabei erscheint
vorrangig das Augenmerk auf Form und Inhalt, auf innere Logik und Struktur
und die Suche nach einer Folgerichtigkeit des Systemaufbaues. Dazu gehören,
wie oben schon erwähnt, lokale/micro- und globale/macro-Darstellungen,
die in einem tiefen, verschachtelten und in sich stimmigen Bezug stehen.
Dies ist die Architektonik, oder die 'Kunst der Systeme' (Kant 1781 - Kritik
der Vernunft). Ein wesentliches Element dieser Kunst ist die Ausrichtung
eines solchen Systems auf eine Idee. Dazu beachte man die aktuelle Diskussion
zu Weltbildern, Ganzheiten und organischen Modellen, wie sie z.B. Jan C.
Smuts in den 20er Jahren mit dem Begriff Holismus geprägt hat.
lnformationstechnologie, gesellschaftliche Auswirkungen
und das Tagungsthema
Eingehend auf das diesjährige Veranstaltungsthema:
'Mensch - Masse - Medien. Interaktion oder Manipulation' soll zum einen
geprüft werden, welche Beiträge aus den Erfahrungsschätzen
des Designs, der Architektur und der Planung zur Verfügung stehen,
und ob der Austausch, der Abgleich und Vergleich von konkreten, abstrakten
und fiktiven Realitäten nicht neue VVege, Sichten und Horizonte eröffnen
kann. Zum anderen gilt es zu sichten, welche technologischen Möglichkeiten
und menschlichen Fähigkeiten eine Synthese erlauben, sich ergänzen
und beflügeln können
Aufbauend auf Erfahrungen mit Darstellungsverfahren wird definiert, wie mittels einer Architektonik des VVissens, dem Modell des 'Panoramas', ein visueller Zugang zu ganzheitlichen VVeltmodelien ermöglicht werden kann. Es handelt sich dabei um einen Vorstellungsrahmen bzw. ein modulares Gerüst, in dem es möglich ist, Themen und Situationen zu lokalisieren, sie thematisch aufzureißen, zu beschreiben - all dies mit dem Ziel, sich gezielt und eindeutig über (mitunter nicht greifbare) Strukturen und Zusammenhänge unterhalten zu können. Über die Konzepte des Maßstabs und der Lupe läßt sich so, auch für 'Unbe-greifliches', eine gemeinsame An- und Aussprache über Sachlagen, Ebenen, Nachbarschaften, Verhältnisse, Proportionen und Konsequenzen erreichen.
Der Vorstellungsrahmen des Panoramas (3Raum/Zeit), eine Kombination von drei grundlegenden Bezugsräumen, kann analog zum physischen Raum beschnitten und optisch erfaßt werden, und es gelten analoge Beziehungen und Begriffe, wie zum Beispiel Ebene, Nachbarschaft, Horizont. Der Kunstgriff liegt lediglich darin, daß die eingebundenen Objekte abstrakt sind, wodurch Themen und Situationen in ihren Relationen und Proportionen beschrieben und anschaulich gemacht werden können. Der Abriß odee die freie Kombination von in gängigen Denkschulen und Begriffssystemen nicht zusammenhängenden Regionen ermöglicht es, bestimmte kulturelle oder fachspezifische Sichtweisen besser zu erkennen und fördert damit 'Zusammendenken' und 'Querdenken'. Die so möglich werdenden neuen, spielerischen und mitunter auch 'naiven' Fragestellungen sollen Raum geben und Brücken bauen für inter- und trans-disziplinäre Herangehensweisen an Probleme und deren Antworten.
Angestrebt wird hier vor allen Dingen eine einfache und damit gleichermaßen natürliche wie sinnvolle Verknüpfung von VVissensräumen, Dazu gilt es, die Vertrautheit des Menschen mit den Konzepten Raum und Landschaft zu nutzen und gleichzeitig den Vorstellungsrahmen zu erweitern. Diese Verfahrensweise gestattet übergreifende Recherchen ebenso wie das Aufdecken von Zusammenhängen und fördert damit in weiterer Folge die Übertragbarkeit und Harmonisierung heterogener Bereiche oder Gebiete. Die auf diesem VVeg erreichbare, in sich geschlossene Darstellung macht neue 'Querfäden' zwischen thematischen Sammlungen von Wissen sichtbar; somit wird den Konzepten Wissensgebäude, Wissensbaum, VVissensfelder etc. eine natur- und damit lebensnähere Metapher hinzugefügt, die helfen soll, all diese Sammlungen unter einem logischen Dach zu vereinen.

Raum und Karte, Orientierung und Vertrautheit
Denkmodelle und Denkschulen von Euklid bis Descartes und dem Cartesianismus werden mit rational und streng analytisch/logischen Denkmustern und Denkräumen in bezug gebracht. Solch eine Begrenzung auf 'orthogonales' Design ist als Vereinfachung und Verflachung praktisch und hilfreich, entspricht auch dem menschlichen Raumempfinden, reicht aber für komplexe Abbildungen, für dynamische und ineinander verwobene Prozesse oft nicht aus. Die vielerorts in diesem Zusammenhang eingeforderten 'Wissenskarten'und die Suche nach Wegweisern gehen von dieser 'naiven' flachen Sichtweise aus. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes 'einseitig' und bieten nur einen, noch dazu willkürlichen Schnitt durch die Realität. Allzu schnell werden dabei aus entsprechenden Karten Aspekte herausgelesen sowie Deutungen hineingelesen, die nicht 'kartiert', also eingetragen wurden. Generalisierungen und Projektionen sind von vielen Faktoren wie Standort, Zeit, Blickrichtung abhängig; deshalb liefern sie zwar oft ein problemund aufgabengezogenes, niemals aber ein vollständiges und intersubjektives, also wirklichkeitstreues Abbild.
Das Konzept des Raumes wurde zuerst als Behälter
für Objekte der dinglichen Welt angesehen, später aber auch als
Konzeptraum oder Konfigurations-Raum. Eine Revolution des Denkens ergab
sich dann mit einer neuen Raumauffassung durch Künstler und Konstrukteure
wie Leonardo da Vinci, mit der 'Erfindung' der Perspektive, die neue Repräsentationen
ermöglichte und den Vorstellungsraum erweiterte. Philosophisch gesehen
ist jede Ordnung potentiell eine Unendlichkeit von Ordnungen, die sich
auf beliebige drei Ordnungen reduzieren läßt. Gerade deshalb
erscheint es richtig, durch eine Kombination von Referenzräumen die
3-Dimensionalität des Raumes auszuschöpfen und mit Indexierung
auch die notwendige Anschaulichkeit und Handhabbarkeit, sprich: die menschlichen
Potentiale und Grenzen, in den Ansatz einzubeziehen. Mit der Kombination
von Perspektiven, aus naturräumlichen geaauso wie aus imaginären
oder fiktiven Welten, soll der Bezugsraum und damit das Bewußtsein
für den Zusammenhang vor Ort, Thematik und Begrifflichkeiten, erweitert
werden.

Horizonterweiterung und universelle lndexierung
Es geht darum, eine Ervveiterung der Repräsentation
zuzulassen, relevante, den Überblick und das Verstehen fördernde
Dimensionen einzubeziehen, sich aber gleichzeitig auch in der Anzahl und
Definition der Basis-Achsen, Ordnungen und Räume zu
begrenzen.
Der
nachfolgend beschriebene Ansatz zeigt, daß der Entwurf mit einer
Trias von drei Referenzräumen auskommt, einem
physischen Koordinationssystem
für
die physische Lage, einem
Koordinatensystem für Themen und Kontexte,
und
einem Koordinatensystem für Begriffe ('Wortwelten'). Es wird
ein universelles und in sich vollständiges Bezugssystem für eine
einheitliche und wiederholbare Indexierung, Recherche und Beschreibung
von Daten und Wissenselementen angeboten. Dabei übernimmt die Zeitachse
unter den gewählten Ordnungen oder Achsen eine Sonderrolle in dem
nachfolgend beschriebenen Verbund von Blackbox und Panorama. Die Zeitachse
oder Zeitordnung wirkt in alle anderen Referenzräume hinein. Es verbietet
sich somit eine direkte Anbindung an ein viertes Bezugssystem.

Der vorgestellte Entwurf einer ganzheitlichen Weitsicht
Der Versuch einer Zusammenfassung
Mit dem Entwurf eines Überblicks, als Panorama oder
Gesamtsicht unter Vernachlässigung der Details wird ein kritischer
Schritt gewagt. Der Entwurf überspringt Sprachgrenzen und Denkgrenzen,
indem er Sichten integriert und zur Veränderung der Perspektiven und
Blickweisen einlädt.
Das 'Panorama des Wissens' ist nicht nur lediglich ein vorgefertigtes Gerüst, dessen Vertrautheit räumliche Navigationsprozesse erleichtern kann, sondern es handelt sich bei diesem Ansatz um ein dynamisches, modulares also konfigurierbares System. Auf diese Art und Weise wird eine umfassende Wissensarchitektur, ein anschaulicher Bezugsrahmen geschaffen, der ein spielerisches Erkennen und Erfassen von Strukturen und Zusammenhängen möglich macht.
Sehen, Schauen, Erkennen und Begreifen sind zentrale Themen, die durch die Erweiterung der Bezüge, die Nachvollziehbarkeit und Mitteilung von Kontexten und Zusammenhängen breiter gesehen werden können. Goethe schreibt von einer unschädlichen Abstraktion, einer Abstraktion, die nicht nur helfen soll, andere Dimensionen einzubeziehen, sondern auch Aspekte und Horizonte zu integrieren und gemeinsam zu betrachten.
Durch die einfache und einprägsam Konstruktion eines Vorstellungsrahmens für Zusammenhänge und Beziehungen wird eines von vielen ganzheitlichen 'Denk-Gebäuden' vorgeschlagen, das uns bei der Orientierung und der Integration von Teilsichten helfen kann. Nicht die Festlegung auf ein bestimmtes Ziel, sondern die flexible Kombination, als Gegenmittel zum Dogmatismus, ist das -wichtigste Designkriterium.
Wichtig erscheint, daß Ökologie nicht nur Ausgangspunkt war und ist, sondern als Metadisziplin auch praktische Aufgaben und Projekte als ganzes und einfaches modulares System entwickeln half.
Bei der Suche nach Wegen vom Greifen zum gemeinsamen Begreifen ist ein Lageplan für Wissen und Nichtwissen zur Bewältigung von Problemen der Überflutung, der Unternutzung, des Mißbrauchs und der Manipulation von Information von entscheidendem Gewinn.
Die Gestaltung von Räumen, ob nun Lebens- oder Denkräumen
sollte immer die soziale Dimension im Auge behalten. Eine transparente,
harmonische Bauweise, ohne geheime Räume und ohne Zugangsbeschränkungen,
ist lebensnah und gewinnt durch einprägsam Aufteilungen. Es zeigt
sich, daß Werkzeuge der Datenaufbereitung, z.B. auch der Ekistic
sowie Fertigkeiten der Baukunst und des Designs eingesetzt werden können,
um auch für Augenmaß und Augenschein Vergleichbarkeiten, einen
Maßstab oder einen Maßraum finden zu helfen. So können
Beziehungen und Zusammenhänge, Proportionen und Konsequenzen besser
und anschaulich mitgeteilt werden. Es ist eine dringliche Aufgabe, diese
Möglichkeiten unbefangen zu sichten und sich dabei nicht von künstlichen
Wort- oder Denkgrenzen abschrecken zu lassen. Grenzen sollen und können
spielerisch errichtet und fallengelassen werden. Gefragt sind neue Horizonte
zur Förderung von Kreativität, Toleranz und nicht zuletzt Bildung,
da diese das Fundament eines jeden sozialen Gebildes/Gebäudes darstellt,
sowie Hilfen, um nicht nur zu Wissen, sondern dieses Wissen auch verknüpfen
und transzendiern zu können.
Literaturhinweise:
Benking, H.: (1995) The Optics of Ethics - Scales, Patterns,
Horizons, Proportions, and Consequences in Shared Perspectives, Group 111:
Eco-Philsophy/Environmental Ethics, (WFSF) Worid Futures Federation Conference
'Futures Beyond Poverty, Nairobi (nicht erschienen - Tod des Konferenz
Präsidenten Odera Oruka)
http://www.newciv.org/cob/members/benking/opto.html
Benking, H.: (1 996) Being and Feeling Part of Life and
Nature, First Electronic Seminar on Wholeness, ISSS, http://www.newciv.org/ISSS_Primer/seminar.html
Benking, H.: (1 996) Nature as a Blackbox: Towards a
'Panorama of Understanding' - A Broader Spectrum for Floating Between and
Beyond 'What we Know and Miss', Research Notes for WORLD FUTRES, Vol. 47,
not yet published but covered in: http://benking.de/ISSS-Primer-wholeness.html
Benking, H.: (1 996) A Paradigm-Shift? Orchestrating
Representations Like Knowledge Trees and Knowledge Spaces, COUNCEIL de
l'EUROPE, Conference on a NEW SPACE FOR CULTURE AND SOCIETY - New Ideas
in Science and Art, Prague Castle, Czech Republic, http://benking.de/meta-paradigm.htm
- http://www.cicv.fr/archives/council/participants/benking.html
Benking, H.: (1996) CONCEPT and CONTEXT Mapping - Towards
Common Frames of Reference, 48.
FID, Graz: http://benking.de/Global-Change/FID-1996.html und
TKE
'96 - Terminology and Knowledge Engineering, Association for Terminology
and Knowledge Transfer, International Centre for Terminology (termnet),
Wien, http://www.ceptualinstitute.com/genre/benking/term/terminology.htm
- siehe auch http://benking.de/TKE-99.html
Benking, H. Judge, A.J.N.: (1994) Design Considerations
for Spatial Metaphors - Reflections on Viewpoint Transportation Systems,
acm- ECHT, Edinburgh - with focus on mereging and morphing views and metaphors,
http://www.Icc.gatech.edu/faculty/dieberger/ECHT94.WS.Benking.html
or: http://www.ceptualinstitute.com/genre/benking/spatialm.htm
Benking, H., Goppold, A.: (1994) Wissenswelten: Gedanken
zur Organisation und Orientierung, In: Wissen und Macht - Die Krise des
Regierens, Sonderband - 1 0. Todestag von Michel Foucault, Talheimer Verlag,
Tübingen http://benking.de/foucault.html
siehe auch: http://benking.de/sinn-fluchtwelten.html
Postscript Benking 2002:
Ich empfehle folgende zusammenfassende Texte:
Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Margot Berghaus
In der Diskussion ging es hauptsächlich um Fragen
der Gestaltung, z.B. bei 'dynamischen Räumen', wo völlig neue
Mittel eingesetzt und wo Räume neu geordnet werden.
SUMMARY OF THE ORGANIZERS: Zusammenfassung der Tagungsleitung:
At the moment, people's capacity
to think three-dimensionally is underdeveloped. That is why studies examine
the opportunity of three-dimensional intelligence and orientation. The
'panorama of knowledge' is a model designed to facilitate visual access
as well as the interlacing of fields of knowledge. It provides a structure
for navigation processes and at the same time, is a dynamic, modular and
configurable system for a comprehensive architecture of knowledge.