Alte und Neue Räume, - Ordnungen und - Modelle für Orientierungen, Vereinbarungen und Konstruktionen

Wie wir gemeinsam auch in neuen modernen Welten zurechtkommen können

Heiner Benking (Berlin)
[BIO]

                         

                        Vorbemerkung zur Aktualisierung von 2010

                        Aktuell zum 20. Jubiläum der WELT IM WANDEL / GLOBAL CHANGE / Herausforderungen and Wissenschaft und Politik wurden die Beiträge zur  Sektion:  Lernen und Bildung von 2004 als Basis genommen um die zentralen Aussagen der Sektion in den notwendigen breiteren Kontext zu setzen. Als Untertitel im Rahmen der INST Serie könnten wir definieren: „erörtern-verständigen-verstehen-vereinbaren“ und deshalb kann es hier nicht nur um den Rahmen gehen, wie der Titel vorgibt, sondern den Rahmen der Sektion und „beyond“.

                        Es geht also nicht nur um zuhören und tiefe, anteilnehmende Gespräche und eine notwendige Entscheidungskultur (siehe den letzten Beitrag Lenser/Benking in dieser Sektion), sondern auch um neue Herausforderungen der Globalisierung und technologische Entwicklung im Konflikt mit dem „menschlichen Maß“ (Kohr 1995), Schumacher 1973-1977), der sinnlichen und kognitiven Überwältigung des Menschen durch die neuen Medien und Möglichkeiten. Der Autor beobachtet seit Jahren diesen Versuch angesichts der „Problematique“ einfach die Augen zu machen zu wollen, den Kopf in den Sand zu stecken, sich nach dem einsamen Tal oder der Insel zu sehnen und hat große Sympathie für diese Denker, doch sie vergessen das Zeit nicht umkehrbar ist. Ivan Illich mit seiner Conviviality geht da schon weiter mit seinem sich - oder das eigene Augen, schützen wollen - im Zeitalter der Show[1]. Doch diese Denker sind in der Gefahr nur aus der eigenen Perspektive zu argumentieren wo es doch darum geht die Größenordnungseffekte, die Dynamik der großen Zahl und die Beschleunigungseffekte unserer Handlungen und die Positionalität von anderen Akteuren einzubeziehen (Plessner  ***) und Benking ( *  ) mit: „Ich, Du, Wir und Andere Modelle  ). 

                        Weiter und pragmatischer dachte da schon Gregory Bateson mit seiner Forderung nach Antennen für Zeithorizonte, oder JOEL de ROSNEY der ein Makroskop „einforderte“, oder Praktiker und Wissenschaftler wie Heinz Haber, der sich als kleiner Junge in Zeiten der Inflation mit seinen Knöcheln für die Zehnerpotenzen eine Vorstellung für all diese Zahlen mit den vielen Nullen gemacht hatte und so nicht nur Briefmarken sammeln, sondern ein großer Paleogeologe werden konnte, sonder auch letztendlich Wissenschaftszeitungen gründete, denn sein „Rahmen“ war eben vorstellbar und breiter geworden.

                        Ein konkreter Versuch die verbundenen Raum- und Zeitdimensionen, die Komplexität und Dilemmata zu umreißen wurde 1993 und 1996 im Rahmen der WFSF Konferenzen unternommen, es ging darum nicht Naive sich zurückzulehnen oder zu verstecken, sondern Robuste Pfade vorzuschlagen (Benking, Radermacher,… WFSF 1995), oder konkret weg von unserem flachen Weltbild Benking (WFSF)  1993, 1995 und unseren Übervereinfachungen und fehlerhaften Übertragungen[2] zu kommen Benking (Culture of Peace ***).

                        Pentti Malaska (1997) SUSTAINABLE DEVELOPMENT AS POST-MODERN CULTURE http://www.tse.fi/FI/yksikot/erillislaitokset/tutu/Documents/futu/futu_1_97.pdf

                        Robust Paths – Rebound Bumerang Effekt **** und Optik der Ethik *****

                        SUSTAINABLE DEVELOPMENT AS POST-MODERN CULTURE   (1997)

                        , der Erweiterung des menschlichen Maßes

                         

                        und wie diesen begegnet werden kann.

                        Oben geforderte Erörterung und Verständigung bedürfen neben dem Gespräch auch eines gemeinsamen Rahmens, was gemeint ist muss im Kontext verstanden werden, es geht dabei um die normativen und partizipativen Grundlagen wie diese als Fundament der ursprünglichen Konzepte des Club of Rome ausgearbeitet wurden. Damals ging es darum die Themen der „Problematique“ nicht unterkomplex zu behandeln, sie also nicht durch Übervereinfachungen oder Ausblendungen „passend“ zu machen, sich eine anbietende Teillösung auf Kosten des Gesamtthemas vorzuziehen, noch sich gar entmutigen, überwältigen oder abstumpfen zu lassen. 

                        Es soll deshalb der Rahmen und das Spektrum der Bedeutungen betrachtet werden, auch das  Mittelding und sowohl-als-auch (Spektrum nach Stachowiak von Bedeutung und Ausformung, also ein „Zwischen“, hier konkret zwischen Architektenentwurf und Blaupause – siehe auch im obigen Interview in Europe’sWorld mit Alexander  Christakis’s „Architectural Design und Engineering Blueprint“. Dieses Bild  ist deckungsgleich mit Jay Stephen Klines (1995, 1997) der wie später vertieft interdisziplinäres Denken und einen Mehrebenenansatz vorschlug mit seinem „Synoptism“ und Reductionism. Ziel des Beitrags ist aber noch einen Schritt weiterzugehen. Also Bedeutung nicht nur zwischen zwei Punkten aufzuspannen sondern Beziehungen nicht nur als Spektrum, sondern in der Nachbarschaft und Überlagerung darzustellen und dies in einem klaren Namen. Ein wichtiger Schritt dahin mag in der Visualisierung in anderen Wörterbüchern, siehe WORDS IN SPACE[3].

                        Der Autor hat sich gegen blinde Zukunftgläubigkeit und Modellierungen ausgesprochen, gegen jede „gurueque“ „weisheitsgeschwängerte“ Bevormundung und auch vor den Gefahren der Infografik und Visualisierung schon in den 80iger Jahren gewarnt, im Bereich von Umweltdaten ging es da zum Beispiel um Visuelle Demagogie und Scharlatanerie (Benking 1987). Sich dieser Gefahren bewusst wählt der Autor für den folgenden Entwurf und das Design von Wissensordnungen trotzdem anschauliche, nachvollziehbare, und verhandelbare Modelle für die Kommunikation und Aushandlung von Größenordnnugen und Konsequenzen für eine notwendige allgemeine Orientierung, die Kultivierung von Zusammenhalt und sich auch in größeren Zusammenhängen zurechtzufinden[4].

                        In an Beiträgen ging es um alte und neue Medien[5], und den Einbruch der Zeit, hier geht es auch um den Einbruch der räumlichen und zeitlichen Dimensionen (technologische Beschleunigung und die Öffnung der menschlichen Wirkhorizonte in den Mikro- und Makrokosmos, als jenseits des vertrauten menschlichen Maßes wie oben besprochen.

                        Orientierungsrahmen DESD *****  Gestaltungskompetenzen holistische aushc soziale udn Kulturell Dimensionen umfassend !!  Rauner ****

                        U-TOPIA – ein nicht Ort – eine Vision als konkretes Modell zum zurechtfinden und gemeinsame Vorstellung von wünschenswerten Zielen/Zukünften auszugestalten[6].

                        Dilemma of fully subscribing to

                        1) small is  beautiful  KOHR und ***  2)  the eye in age of show *** ILLICH  !   und ob unw eit uns das helfen kann angesicht der NEUEN HARAUSFORDERUNGEN !!

                        LERNEN & ERÖRTERN !?

                        Siehe GUTIERREZ  am Ende!?

                         

                         

                        Einführung – Postmoderne Verirrungen und blinde Flecken

Die moderne, auch postmoderne Theorie, geht von einer einäugigen, nicht kommunikativen Realitätskonstruktionen aus, die zu Ende gedacht zu einem finalen, unumkehrbaren Endzeitszenario in einer „Cyberculture“  führen (Lévy 1996). Wissenschaftliche Moden wie „Turns“ oder "Waves" propagieren immer neue Begriffe und Theorien, vermeiden aber eine notwendige pragmatische Herangehensweise, einen "Pragmatic Spin" (Volker Gerhard 1997)  und versuchen ihre Fixierung auf eine einzige Zeichen- oder Darstellungsart und eine Denkschule oder Vorgehensweise, durch jeweils modische Accessoires zu verstecken. Dabei werden multi-modale, transdisziplinäre, inter-kulturelle, multi-linguale und verkörperte oder anschauliche Konstruktionen, Vereinbarungen und Vorgehensweisen vernachlässigt.

Dieser Beitrag will zeigen, dass verschieden Zeichenarten, kodierte und nicht kodierte Daten zusammengebracht und gemeinsam gedacht werden können, um auch nicht direkt greifbare Realitäten in ein gemeinsames Kalkül einbezogen werden.

Es stellt sich die Frage, ob wir weiterhin über die postulierte postmoderne Finalität lamentieren wollen, oder ob wir stattdessen versuchen, gemeinsame, anschauliche Orientierungsrahmen zu finden und gedankliche Modellkonstruktionen zu entwickeln, die eine erste gemeinsame, wenn auch grobe Basis für eine adäquate Lösungsstrategie bilden könnten. Zentral ist dabei die gleichberechtigte Koexistenz von Verfügungswissen und Orientierungswissen und der gemeinsame Wille jenseits von „Recht haben wollen“ und Schachteldenken nicht immer wieder neue Plastikwörter zu kreieren, sondern den geforderten „Pragmatik-Spin“ zu wagen, nämlich Größenordnungen und Zeithorizonte, Disziplinen, Kulturen und andere Sprachen einzubeziehen, Gemeinsamkeiten und Differenzen wertzuschätzen, anstatt die Augen vor Unterschieden und Kontexten zu verschließen. Es geht dabei auch um die Medialität unserer Zeichen- und Kultursysteme und um die Anschaulichkeit und Greifbarkeit von Darstellungen und Orientierung. Denn, wie wir im folgenden zeigen, können Begriffe wie System, Ordnung, Raum, Karte auch kontraproduktiv als Leer- oder Plastikwörter uns in eine vermeintliche Sicherheit wiegen.

???  Angesichts dieser globalen Orientierungslosigkeit, der mangelnden Vereinbarkeit von Positionen, Perspektiven und Alternativen in unseren Vorstellungswelten oder Denkräumen, wird angeregt, sich die Orientierung in physischen "Lebensräumen" metaphorisch als Beispiel zu nehmen, um auch in konzeptionellen geistigen oder sozio-kulturellen "Umgebungen" Wege, Richtungen und Ebenen verhandelbar zu machen.  ????

*

Angesichts dieser postmodernen globalen Orientierungslosigkeit, Ordnungslosigkeit, Ortslosigkeit und daraus folgender Abstumpfung und Abschottung sollen "Denkräume" helfen Kontexte zu erkunden und konkrete Vereinbarungen zu treffen. Dies nicht allein lokal, global, oder sektoral, sondern konkret und integral zwischen den Ebenen; Kulturen, Regionen, Sprachen. Der Begriff „holistisch“ erlebt gerade eine Wiederbelebung und deshalb gilt es dies konkret[7], greifbar und praktisch einfach nachvollziehbar zu gestalten. Es gilt dabei strukturiert, systematisch und überblicksmäßig, den Zusammenhang im Auge zu behalten, aus der Vogelschau neue Einsichten zu gewinnen und „ko-kreativ“ zwischen Wissenschaften und Kulturen Brücken bauen zu können.

Wer von allem ein bisschen weiß, ist ein Dilettant; Wer nur von einem bisschen alles weiß, ist ein Fachidiot. Ein Generalist aber ist, wer viel von einem bisschen, und einiges vom Ganzen weiß, worin das bisschen seinen Platz hat.

Günter Ropohl

Das geht natürlich nur wenn man bereit ist mit einigen Tabus zu brechen, denn es kann nach den Dogmen moderner Denklehren keinen Überblick mehr geben, Generalistentum ist verpönt, und Raum ist nicht als A-priori[8] zu hinterfragen, geschweige denn scheint er als Modellraum für andere Inhalte oder Welten „missbraucht“ werden zu dürfen. Worum es schlussendlich geht ist eine Verbindung von Spezialisten und Generalistentum, eine andere Bildung, Ethik und Pragmatik und die Freiheit Wissensräume und Fachgrenzen definieren und verschieben/verwerfen zu können und eine neue Ebene auf der über Anschauung und Bewusstsein jenseits der materiellen Grenzen „gestritten“ werden kann ohne gleich in wieder in die typischen sublimen Fallen der dualistischen Extreme wie Exoterik vs. Esoterik oder wie wäre es mit „Topie“ und Utopie zu tappen. Versucht wir hier für das „Zwischen“ konkrete Skizzen anzulegen, besser Karten die nachvollzogen, detailliert und überprüft werden können. 

Der Autor sieht in Anlehnung an den Architekten Adolf Loos (1870-1933) die Entwicklung zu einem neueren, höheren Raumgedanken als soziale, ja kulturelle Aufgabe einer notwendigen, erneuerten Renaissance und Aufklärung (Benking 2009) und der Lösung wissenschaftlicher, philosophischer und gesellschaftlicher Zeitgeistprobleme und Moden (Spins & Turns & Turfs) (Benking 2002a, Benking ****).

Dabei geht es nicht nur um die konkrete Verbindung dieser "Räume" oder Welten, sondern um die Erweiterung unserer gemeinsamen konkreten Vorstellung und Vereinbarungen (Embodied Covenant) (Benking 2003), die Entwicklung einfacher, anwendbarer und miteinander verbindbarer Modell-Ordnungen: die Konstruktion und Belebung von "Sinnwelten" anstelle von Angst und Apathie erzeugenden modernen medialen, gar globalen "Fluchtwelten" (Benking 1993).

Hindernisse auf dem Weg zu solchen erweiterten "Vereinbarungen" sind nicht nur unser westliches, modernes Konzept von Raum und Ordnung, sondern unser Schachteldenken, unser Hantieren mit Begriffen und Kategorien ohne Welt- und Lebensbezug, unser Denken in nicht- oder ein-, selten zwei-dimensionalen Strukturen, und unsere Fixierung auf Dualismen, also Begriffsgegensätze als vermeintlichem Halt um vermeintlich Positionen "klar" zu machen und etwas/jemanden einordnen und „verstehen“ zu können.

Gegensätze wie Physik vs. Metaphysik, richtig vs. falsch, schwarz vs. weiß, Esoterik vs. Exoterik, Innen- vs. Außenwelt, Raum vs. Leere, Zeichen vs. Bild, Alte vs. Neue Welt (Old vs. New (Age, -Europe) sind nur einige Beispiele. Gemeinsame Orte und Plätze für die Verständigung werden durch die Gegenüberstellung nicht geschaffen, für ein "zwischen" und "anderes" bleibt so einfach kein "Raum", eine Bedeutungsspektum in Abhängigkeit von der Verwendung und Situation wird negiert. Eine lebendige Mehrdimensionalität läßt sich so jedoch nicht vermitteln noch begreifen.

Unser Lebensraum - "Oikos" aber ist nun einmal mehr-dimensional, und so sollten wir Beschreibungen und Darstellungen suchen die sich ergänzen und stützen, vermittelbar und greifbar sind, und seien es auch nur in Modellen, die uns helfen können neues, zukünftiges, oder unerreichbares gemeinsam zu konstruieren oder zu erkunden. Siehe „Allgemeine Modelltheorie“ und „Modelldenken im Unterricht“ (Stachowiak 1973, 1980). Modelle lassen sich als verhandelbare Realitätserweiterungen verstehen. Sie haben nicht die Treue und Nachvollziehbarkeit wie in der messbaren Welt, aber lassen sich verhandeln und anpassen! Siehe die Analogie zu den menschlichen Sinnen, und wie diese sich ergänzen, vermitteln und überprüfen als Überlebensgarant auf der Ebene des Individuums. Wie im Beispiel der Sinne können sich ja vielleicht in Modellen Realitäten und „Intelligenzen“ wechselseitig und multimodal gegenseitig stützen, ergänzen und überprüfen.

Der Autor ist "von Haus aus" Kartograph- und Modellbauer, und benutzt Raum und Ordnungen ganz konkret um Zusammenhänge, Strukturen Muster und Beziehungen darzustellen, vielleicht sogar in sie "einzutauchen" und gemeinsam "verhandeln" zu können. Er verweigert sich abstrakter, vager Ganzheiten, die er in die Nähe dogmatischer Weltanschauungen rückt (Benking 1999), und fordert konkrete, nachvollziehbare Weltbilder, sogar "Welthäuser" zum konkreten eintreten und aushandeln (Benking 2003, Baldus, et. al. 2003).

                        Worum geht es in diesem Artikel? - Begrifflichkeiten

Der Begriff Raum steht hier für Potenzial, als Container für Fülle und Leere verstanden. Der Einfachheit halber gehen wir vom allbekannten rechtwinklig ausgedehnt denkbaren Raum aus. Egal ob es sich um einen realen, fiktiven/virtuellen, oder zukünftigen Raum handelt, kann dieser so erkundet, beschrieben, ja sogar gefüllt und geleert werden.

Hier sprechen wir nicht nur vom direkt erfahrbaren und greifbaren Raum unseres Mesokosmos, auch oft Naturraum genannt, sondern schließen auch andere Größenordnungen und Sektoren mit ein: also von Mikro bis Makrokosmos, Zeit-, Kultur- und Sprachräume, inklusive der Begriffe der Disziplinen oder Fächer. Nur wenn wir uns diese konkret und ausgedehnt vorstellen können wir diese miteinander in Bezug setzen.

Objekive Erkenntnis

Am Anfang objektiver Erkenntnis

steht also nicht immer ein Experiment,

sondern eine Beobachtung und der Entwurf

eines ganzheitlichen Bildes,

 in dem alles vorhandene Wissen

und alle Beobachtungen integriert sind.

Karl Popper

Gemeinsame Erkundungen mit neuen Karten

Das Wort "theos" kann ethymologisch als "thereo"= "ich sehe" oder "ich laufe" verstanden werden. So kann eine physische Bewegung auch eine geistige Bewegung ausdrücken, eine physische Landschaft wird zum Analogon einer geistigen Landschaft, ein hier beschriebenes Kognitives Panorama. Wir wollen diese Bedeutungsübertragung der physischen Welt in die geistige weiter erkunden und überprüfen, ob wir durch diese Hilfskonstruktion gemeinsame Kontexte erschließen können. Dabei geht es eben nicht nur um individuelle Orientierung, sondern darum, wie man gemeinsam alternative Handlungsoptionen entwickelt und deren Auswirkungen, Proportionen und Konsequenzen veranschaulicht und erörtert. (Siehe auch den Beitrag zur Gesprächs und Entscheidungskultur in diesem Seminar und die Arbeiten der Mitgründer des Club of Rome vor 40 Jahren zu partizipativen und normativen Zukünften).[9]

Viele abstrakte Konzepte ergeben für uns oft erst dann einen Sinn, wenn wir sie - wie oben erläutert – in Modelldenkräume übertragen und sie uns dabei quasi „erlaufen“ oder aus verschiedenen Sichten besser „begreifbar“ machen können. Daraus ergibt sich, daß viele Positionen, gerade auch ein Überblick mit Distanz hilft, einfache und einäugige Sichten zu überwinden. Weiter auch das Objekte und Grenzen, blinde auch „weiße“ Flecken verschoben, verändert, entfernt und umgangen werden können.

"Wer Grenzen denkend setzt, die wirklich nicht vorhanden, und dann hinweg sie denkt, der hat die Welt verstanden. So wie Geometrie in Ihren Liniennetzen, so fängt sich auch das Denken in Gesetzen, (auch Grenzen H.B.) Verständlich macht man uns die Welt durch Länderkarten, doch müssen wir des Geistes Sternenkarten noch erwarten".

Friedrich Rückert (1910)

Durch solch ein auch räumliches relativieren und transzendieren lassen sich eigene und fremde Motivationen und Überlegungen erkennen und erörtern und so helfen durch die Verbindung realer und virtueller Wirklichkeiten[10] eine Verbindung zwischen, Welten und Kulturen, Zeichen, Symbolen, Bildern und Mustern herzustellen.

Karten und Modelle sind hilfreich für die Verbindung der Darstellungsarten und Abstraktionen auf verschiedenen Ebenen. Dennis Wood (1992) nennt Karten "Superzeichen".[11] Die besondere Qualität liegt in der Möglichkeit Inhalte in einem Rahmen mit Bedeutungslegende, Bilder, Symbole, und Kodes darzustellen und durch einen Index zu verbinden. Siehe dazu auch die von C.S. Peirce beschriebenen Zeichenarten in der Grafik unten. Auch 3-dimensionale, räumliche Modelle können durch Schnitte als 2-dimensionale Karten dargestellt werden und werden hier deshalb auch als Superzeichen behandelt und es soll auf ihre besondere Funktion für die Kommunikation, Pragmatik und Erkenntnis aufmerksam gemacht werden.[12]

Das Ziel der Übung ist eine vergleichende Positions- und Perspektivbestimmung in einem vereinbarten "Überblicks"-Rahmen um Orientierungen zu ermöglichen, nach gemeinsamen Beobachtungen alternative Aktionen abzuwägen und durch die Klärung von Positionen und Motivationen das wechselseitige Verstehen zu fördern, pragmatisch gemeinsame und allerseits wünschenswerte Ziele ins Auge zu fassen.

Verirrungen in Zeichenwelten

Unstrittig ist das durch die Überflutung mit Informationen ohne Quelle und Kontext. Moderne Medien und Speicherungsmöglichkeiten, Telekommunikation, Computertechnik, Globalisierung und Cyberspace die Menge der Informationen drastisch erhöht wurde, das aber die Dauerhaftigkeit und Kompatibilität große bisher unbeantwortete Probleme aufwirft. Nicht nur andere Schrift- und Aufzeichnugnskulturen, sondern auch „Brüche“ wie die Digitalisierung oder auch politische Krisenzeiten[13], denken wir nur an 9/11, zeigen das Entwicklungen abgebrochen, und plötzlich neue Lösungen auf dem Tisch sind, ohne da wir alte Fragen wieder aufgreifen.

Gerade deshalb aber wird es wichtig diese Informationen vom Rauschen (Inhalte ohne Ross, Reiter, Ort und Zeit) zu trennen und sich auch zur Trennung der Medien und Zeichen etwas zu überlegen. Interessanterweise sind Cusanus (Nikolaus von Kues), C.S.Peirce, und Abby Warburg, wenn man ihre Begriffe konkretisiert und in Bezug setzt, zu sehr verwandten Lösungen gekommen. Die Zeichentheorie von C.S. Peirce geht von 3 Zeichenarten aus: Bilder (icons), Texte (symbols) und dem Index als dritte Zeichenart[14]. Nikolaus von Kues nannte diese Grundarten Modelle: Icon, Symbolon und Analogon, Die Warburg Bibliothek damals in Hamburg hatte 4 Stockwerke, s. a. die Zusammenstellung unten und den Beitrag Kim H. Veltman in diesem Seminar. "Learning and Communication with Old and New Media". Mit ähnlichen Inhalten wird hier ein "Panorama" Entwurf vorgeschlagen um vielfältige Brücken zwischen den Ebenen durch gemeinsame Bezüge und Ver"ort"ungen herzustellen und nachvollziehbar machen zu können.

MODELLE

                        N. v. Kues

(Cusanus)

ZEICHEN

                        C.S. Peirce

BIBLIOTHEKS-

Ebenen

                            A. Warburg

 

PANORAMA

 Entwurf

Verbindung von Zeichenarten und Darstellungen im praktischen Kontext

 

 

 

 

 

Analogon

Index

Orientierung

 

Contexts

Symbolon

Symbol

Zeichen

 

Subjects

Icon

Icon

Bild

 

                             Objects

 

Σ Kombination der Zeichen

 

Σ Kombination der Zeichen

 

Σ

Kombination

der Zeichen

 

                              

                             Superzeichen        (slide10-18)

                             (Dennis Wood, Power of Maps,

                             s.a. Barthes und Oliver)

 

 

Aktion

 

Systematische, kommunikative Pragmatik

& Ethik

Hans Jonas; Herbert Stachowiak

Zeichen - Karten – Modelle – Superzeichen                                                                                                                                                                      und eine Aktions- und Verantwortungsebene

 

Karten sind ein erster Schritt zum Verstehen von Modellen. Sie bilden die Natur oder ein Objekt nach bestimmten Regeln ab. Nur selten wird die Karte mit der Realität/dem Terrain verwechselt. Wichtig ist ihr spezifischer praktischer Nutzten und das einfache Erkennen und Zurechtfinden ohne zu große Fehler in der Verlässlichkeit und Abbildungstreue. Diese Treue, der "Fit", werden oft nicht hinterfragt. Was fatale Folgen haben kann, wie bei unseren Weltkarten als Mercator Karten die nicht flächentreu sind[15] und so ein sehr verzerrtes einseitiges Bild unserer Welt in die Welt und in die Schulen bringen. Jedes Hilfsmittel, je praktischer und wirkungsmächtiger, desto mehr kann es auch missbraucht werden. Wir plädieren deshalb für den Einsatz verschiedener Sinne und verschiedener Mittel um unabhängig zu prüfen und so die Verlässlichkeit der Annahmen zu erhöhen.

Eine Karte ist wie oben beschrieben nach Dennis Wood (1992) ein "Superzeichen", sie ist wie ein Modell ein "Zwischen", auch mit der besonderen Funktion andere Zeichen und Muster verbinden zu können.

Bei Modellen können wir zwischen abstrakten, mathematischen und anschaulichen, ausgedehnten Formen unterscheiden. In diesem Artikel geht es nur um konkrete, konstruierbaren und somit anschaulichen Modellen. Die Allgemeine Modelltheorie (H. Stachowiak 1972-1995) wird in diesem Zusammenhang empfohlen und in Ergänzung der verbreiteten Allgemeinen Systemtheorie (Ludwig v. Bertalanffy 1968) als notwendiges konkretes Hilfsmittel zur Beschreibung und Darstellung komplexer dynamischer Prozesse verstanden. Entscheident ist dabei die Anschaulichkeit, Nachvollziehbarkeit und „Begreifbarkeit/Verhandelbarkeit“ der bei der Allgemeinen Modelltheorie mit der Beschreibung der "Abbildungstreue" oder "Fidelity" große Aufmerksamkeit gegeben wird. Systeme werden leider zu oft bedeutungsleer und nur abstrakt verstanden so das zu hoffen ist das der Schritt von Modellen zur Systematischen Neo-pragmatik eines Herbert Stachowiak und die Entwicklung des Holismus in Zukunft von der Wissenschaft kritisch nachvollzogen werden.[16]

                        Klein und von unten anfangen - aber auch wissen wo !

Behandelt man die Themen Globalisierung, Komplexität, Weltbild und Orientierung in Workshops mit Kindern und Jugendlichen entwickeln sich oft vor verblüffende Ergebnisse.

                        "Wir möchten Zusammenhänge sehen“ forderten jugendliche Teilnehmer eines Mediencamps die anwesenden „großen“ Zukunftsforscher aus aller Welt während der XIII. Weltkonferenz der „World Futures Studies Federation“ 1993 in Turku, Finnland heraus. Unsere jugendlichen Freunde teilten die Ansicht, dass unser aller Weltbild zu flach sei (Benking 1993), um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angemessen und gemeinsam zu begegnen. Dabei beriefen sie sich selbstbewusst und sicher auch auf Aussagen von Benoit Mandelbrot, dem Entdecker der Fraktale und damit der Chaos-Theorie, und Johan Galtung, mit denen sie bei der Konferenz gesprochen hatten. Sie waren Feuer und Flamme, als ihnen anboten wurde, den „Zauberwürfel der Ökologie“ vorzustellen, der wie sie meinten genau da ansetze, wo und wie sie sowieso und schon immer ganzheitlich und arbeitsteilig denken und handeln würden.

Durch erste, oftmals entwaffnende Einwände sind Kinder in der Lage, nicht nur die scheinbar sicheren Fundamente der Erwachsenen zu erschüttern, das Thema zu kippen, sich rasch wieder dem „realen Leben“ zuzuwenden und sarkastisch zu bemerken, wie die Erwachsen ihnen immer gebetsmühlenartig vorbeten „es doch nicht so zu tun, wie sie es den Kindern vorleben, sondern doch bitteschön so, wie sie es ihnen sagen“. Kinder können weit häufiger, als man gemeinhin annimmt, nicht nur abstrakte Zusammenhänge und Dimensionen sehen sowie Zeithorizonte oder Ähnlichkeiten im Mikro- oder Makrokosmos intuitiv betrachten und darüber reden, sondern sie können sich auch durch ihre Fragen untereinander selbst Anstöße für Lösungen bzw. Alternativen geben.

Der Philosoph, Biologe und Soziologe Hellmuth Plessner (1928) hat dieses Einnehmen einer ex-zentrischen Positionalität als besondere Fähigkeit des Menschen erkannt und beschrieben. Die UNESCO spricht vom Menschen als "model-making animal", einem Wesen das Alleinstellungsmerkmal andere Betrachtungen und Kontexte einbeziehen kann und sollte, zu Voraussagen fähig ist, siehe:

Man is a model-making animal. His outstanding predictive power gives him selective advantages over his physically stronger rivals...

Richardson, Marx and Tóth, UNESCO 1984

Es ist vielleicht deshalb an der Zeit in unserem Denken, Darstellen und Kommunizieren unsere 3-dimensionalen Vorstellungs-, Anschauungs- und Modellierungs- Fähigkeiten breit zu fordern und zu fördern- so unsere Erkenntnisse und Erfahrungen auch zu kommunizieren. Dies sollte zu einer inter-subjektiven, zeichen-verbindenen Erkenntnis als Bestandteil einer Kommunikativen Gesellschaft (Benking 1999) führen (siehe hierzu Ausführungen zur Zeichen- und Modellintegration zum Schluss des Beitrags. Wohlgemerkt spreche ich hier nicht von einer objektiver Erkenntnis, siehe unten Karl Popper) sondern einer Erkenntnis die sich ihres Objektes versichert und dies zu kommunizieren weiss.

Am Anfang objektiver Erkenntnis steht also nicht immer ein Experiment, sondern eine Beobachtung und der Entwurf eines ganzheitlichen Bildes, in dem alles vorhandenen Wissen und alle Beobachtungen integriert sind.

Karl Popper (siehe dazu auch I. Kant)

 

                        Ein „Kunstgriff“:

                        Inkompatibles und verwirrendes in einen gemeinsam zu (be)greifenden Kontext setzen, durch Distanz den Rahmen zu betrachten

Das "globale Dorf" als Metapher und Welt-Modell ist interessant, reicht aber nicht aus, zumal es nicht „plastisch/tief“ verstanden wird. Traditionelle Kulturen bieten Orientierungshilfen und Modelle für ihren Kosmos – auch wir in der modernen Welt der Horizont- und Kulturüberschreitungen können sie wieder finden.

Auf der Suche nach einem ganzheitlichen Verständnis als Fundament für eine Weltzivilisation in Abstimmung mit den Grundgesetzen der Biosphäre haben Jugendliche, Pfadfinder, im Rahmen eines mehrjährigen Schulprojektes die Vision eines „Welthauses“ entworfen. Als geistiges Baugut studierten diese visionären "Architekten" dutzende Weltsichten, Denkgebäude und Philosophien, setzten sie zueinander in Beziehung, wogen sie gegeneinander ab und formten aus jugendlicher Sicht ein neues Denkgebäude und Orientierungsmuster für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts (Baldus 2003).

Gezeigt werden soll, dass (be-)greifbare Wortbilder, Denkfiguren und Karten helfen können, zu sehen, worum es geht: Einer Vereinbarung von „Gebäudeentwürfen“ und Bauplänen (Masterplänen) die durch ihren Maßstab du ihre Bedeutungslegenden erkundbar und nachvollziehbar sind. Das Modell eines „Welthauses“ oder „Cognitiven Panorama“ (Benking 1990-2010, das wir auch „Haus der Augen“ (Benking, Rose 1998) nannten, könnte uns gemeinsame Erfahrungen von Realitäten und Vorgängen näherbringen, die außerhalb des Meso-Kosmos unserer direkten Wahrnehmung, jenseits des überlicherweise materiell Greifbaren und Anschaulichen liegen.

Ordnungen und Ver-Ortungen

Ordnung werden in unsere modernen Gesellschaft tabuisiert oder ignoriert, man versucht um sie „herumzukommen“, schätzt aber die Vorteile der Ordnung wie etwas an bekanntem Platz wiederzufinden, sich zurechtzufinden, oder der Struktur, Vorhersagbarkeit und Gleichbehandlung.

Denklehrzimmer der Aufklärungspädagogik

Die Lernwerkstätten der Aufklärung waren solche vereinbarten Ordnungen oder Ver-Ortungen, zwar als feste „Schubladen“ gebaut, aber so hatte eben jedes Objekt seinen Platz. Doch Sammlungen von Begriffen sind etwas anderes als Objekte. Begriffe können mehrere Bedeutungen haben. Doch unsere Universitäten und Akademien, auch Enzyklopädien sind noch immer nach alten, hierarchischen Ordnungen (oft einfach nur willkürlich alphabetisch) organisiert, doch zeigt sich immer mehr das lebendiges und innovatives quer zu den Strukturen und an der Randbereichen erst interessant werden.

Eine gemeinsame Hauswirtschaft

Wenn wir uns die Herkunft der Begriffe Ökonomie, Ökologie und Ekistik (Planungswissenschaften/Wissenschaft über das „Siedeln“) klarmachen, stoßen wir auf eine sehr interessante gemeinsame Metapher: das Haus und/oder den Haushalt, ebenso wie auf die Siedlung. Mein Ansatz und Vorschlag ist, dass wir uns bei unseren Denkmodellen und Metaphern nicht mehr nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, den Körper, beziehen, sondern zusätzlich den Lebensraum, das Haus, das Dorf, die Stadt … das All einbeziehen (Benking, Judge 1994). [17]

Wir alle kennen einen leeren, strukturierbaren, also „möblierbaren“ Raum, und wir wissen auch, wie es sich anfühlt, wenn der Raum gestaltet wird und anfängt, Lebensraum zu werden. Nehmen wir nun als Basis unserer Überlegungen einen solchen gefüllten bzw. leeren Raum eines Hauses oder einen Naturraums. Analog dazu können wir später Wissens- bzw. Nichtwissens-Räume betrachten, jeden Rahmen setzen nur um gemeinsame Rahmen zu definieren oder zu erkennen, oder nur sagen zu können was nicht in einen Rahmen passt.

Ein Haus ohne Wände (besser als Gerüst vorstellbar) hat als Vorstellung und Metapher folgende Eigenschaften/Vorteile: Was ist denn nun der Vorteil solcher Vorstellungs-„Häuser“?  Erstens sind sie rechtwinklig konstruiert, d.h. die Dimensionen sind unabhängig voneinander, sie lassen sich nicht durch andere Dimensionen abbilden. Zweitens: Bereiche, gehalten von einem „Gitternetz“, lassen sich wiederfinden und überlagern, lassen sich absuchen, ohne zu wissen, was dort steht, welcher Begriff, in welcher Sprache und in welcher Schreibweise.[18]

Der Zauberwürfel der Ökologie ist ein Modell, Ordnungs- und Anschauungsraum zu den Grunddimensionen des Wandels des "Systems Erde", entwickelt und produziert als Exponat für die Ausstellung „Welt im Wandel – Herausforderungen an Wissenschaft und Politik“, im Bundeskanzleramt in Bonn (Benking 1990) aktualisiert Benking (2010).

Als „ECO-CUBE“ wurde der „Zauber“Würfel als Modell analog der allbekannten Metaphor „Haus“ [19] entwickelt.

Der Zauberwürfels hat also drei rechtwinklige Raumachsen/-dimensionen:

  • die Achse der Bereiche oder Fachdisziplinen, wie Natur-, Lebens- oder Geisteswissenschaften (BREITE),
  • die Achse der Größenordnungen: Mikro-, Meso- und Makrokosmos (TIEFE),
  • die Achse der Zeit -Horizonte oder -Epochen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) (HÖHE).

Dies sind die drei Arbeitsdimensionen der Ökologie als Multidisziplin die nur transdisziplinär im Sinne von Mittelstraß 2005 und Ropohl 2005 betrieben werden kann, also immer längs und quer zu den etablierten Fächern, Fakultäten, Sektionen und Disziplinen zu arbeiten hat.

  100

Der gebaute oder gedachte Würfel wird als kognitiver Raum (Cognitive Spaces, François 2004) für gemeinsamer Phantasie oder als Ort für Bereiche des Wissens und Nicht-Wissens in Form von „Überblickswissen“ dargestellt. Es handelt sich dabei wohlgemerkt nicht um Detail- oder Expertenwissen, sondern eben Wissen zur Groborientierung, um Rahmen, Zusammenhänge und Nachbarschaften. Im KnowMap Magazin und zum Vereinte Natione Jahr der Berge wurde die Entwicklung und Details des Entwurfes beschrieben (Benking 2001b, 2002c, 2010)

Wichtig erscheint der Unterschied von Blackbox und Whitebox (Bild 2) in den Systemwissenschaften anzumerken (siehe: Encyclopedia (Charles François 2004): die Bilder ganz oben zeigen eine Blackbox (opaque oder undurchsichtig), die wir als Ganzes verstehen und nicht alle Teile kennen. Bei der Whitebox hingegen haben wir es mit einer transparenten Modellraum oder "Box" zu tun. Einem Raum bei dem wir einzelne Inhalte exemplarisch herausheben, auch wenn wir den Raum als Modellraum bauen oder virtuell erzeugen, in ihn eindringen[20], ihn gemeinsam erkunden und beschreiben können. Im zweiten Bild wird beispielhaft gezeigt wie sich unser Baum als Bild in der Jetztzeit im Mesokosmos befinden und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Beim Schmetterling im ersten Bild - wir sind in seine kleine Welt "hineingezoomt" – kann so der gesamten Lebens- und Transformationszyklus in der Zeitachse den gesamten Denkraum in der Lupenfunktion (3. Bild oben) einnehmen. Das Lupenbild hatte 1990 den Untertitel: Objektive und präzise Gesamtsicht der Naturraumentwicklung und der Berge.[21]

                        Ein "Haus der Augen" und Ort für "Ich, Du, Wir, Andere,.." Modelle  (Benking 1997)

Eine wiederholte, beeindruckende Erfahrung in Workshops ist, wie die Jugendlichen auf Anhieb als imaginärer Betrachter zwischen verschiedensten "mehr oder eben weniger stimmigen" Blickwinkeln auf dieselbe Welt in der wir leben wechseln konnten um sich einer ganzheitlichen Ansicht anzunähern. In dem unten vorgestellten "Vorstellungsraum" oder der Blackbox wurden individuelle Tunnelsichten mit Scheuklappen als "Wurmaugen", "ego-Sichten als Fischaugen wie ein Makro-objektiv beim Fotoapparat, Überblickssichten als "Vogelaugen", ober auch unterschiedliche "kulturelle Augen" unterschieden, jenseits von richtig oder falsch, eben im jeweiligen Kontext. Dies führt zu anderen Modellen, denn wir konstruieren so nicht mehr nur die persönliche Sicht als "Ich" Modelle oder persönliche Konstrukte, wie im Konstruktivismus, sondern eben parallel auch andere Sichten des Du, Wir, Sie, Andere,... Wir erhalten damit Modelle, die wir in einen größeren Rahmen oder Zusammenhang einordnen und dank dem nachvollziehbaren Perspektivwechsel leichter und besser verstehen, kommunizieren und akzeptieren können.

NOCH EINMAL ZUR UNSTERSTREICHUNG:

Der Würfel ist ein nicht-materieller Denkraum, hat also nur ein virtuelles Gerüst um Inhalten einen Platz, eine Lage geben zu können. Es handelt sich dabei um keine festen Kategoriegrenzen, wie Regale oder Schachteln begrenzt und fest sind, sondern eher, wie bei geographischer Breite und Länge, um Orientierungshilfen bei denen niemand daran denken würde das es bei GREENWICH "NULL" nicht weitergeht oder das man gegen eine Datumsgrenze wie eine Mauer laufen kann. Es ist bekannt dass das "Denklehrzimmer" der Aufklärungspädagogik "Wissensschachteln" eine Ordnung gab, wie sich auch bei Bau von Bibliotheken fortsetzte und ihre natürlichen physischen Grenzen fand. Nun nach der "Aufklärung" sollte es möglich sein den nächsten Schritt zu tun, die Grenzen zu transzendieren, und Schnittmengen und Bereiche zwischen den engen physischen Grenzen auszuzeichenen und mit anderen Bereichen oder Feldern in Beziehung zu setzen. Vielleicht kann man den Würfelraum als Zeiger- oder Orientierungsraum (Index- oder Kontext Raum) anwenden, der hilft andere Inhalte über den Zusammenhang zu verknüpfen. Wir können erkennen wie so verschiedenen Objekt-, Medien- und Zeichenarten durch den mehrdimensionalen Index des „Kognitiven Panorama“ in Kontext gesetzt werden können.

Das Kognitive Panorama

Der kognitive Raum des Würfels kann auch als Teil eines Kognitives Panorama (siehe Rahmen für die Begriffe am Anfang des Artikels) oder als Atriumhaus gedacht werden, wobei die Nachbarräume den Naturraum und einen Begriffsraum für verschiedene Sprachen darstellen.

Ziel ist die Verbindung von Wissensmustern und Wissensfeldern, die Überlagerung von Wissensbereichen und so die intelligente Suche nach Gemeinsamkeiten in klaren Kontexten, zum Beispiel im Gegensatz zur Lieferung von Unmengen ungewünschter Information mit fraglicher Verlässlichkeit und Verfolgbarkeit. Zur Wissensfeldüberlagerung siehe Einträge in der Enzyklopädie for Systems and Cybernetics, Musterordnungen; Ordnungsmuster und Wissensmuster Indexierung mit Schülern die Bereiche nicht mehr nach „Keywords“ sondern in einer Systematischen Überblicksordnung. Es geht hier um eine partizipative Darstellungsart, um nachvollziehbares Musterwissen in Wissenfeldern/-bereichen (2D und 3D) und deren Überlagerung und damit Mengenoperationen auch in unseren Vorstellungen, natürlich zusätzlich zu den gängigen alten und neuen Dokumentations- und Rechercheverfahren.

Grafiken gefertigt mit Otto Schärli in Ulm, s.a. (Schärli, Benking 1998) as part of the "whole" Cognitive Panorama.

Der Mensch wird in der Grafik im Gegensatz zur Maschine als Auftraggeber wieder in den Mittelpunkt als individuell erkennendes und entscheidendes Wesen gestellt. Er prüft die Ebenen und Kontexte, und spürt ähnliche Muster auf. Dies im Gegensatz zu dem was wir uns heute mit Suchmaschinen und Agenten eingehandelt haben. Verlockende Inhalte zwar, aber ohne Wiederholbarkeit, Verläßlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Hier sollen die virtuellen Gerüstkonstruktionen "Halt" und Vergleichbarkeit finden helfen.

Wichtig ist mir noch wie unterschiedliche Ordnungen übereinander gelegt werden können, flächig und räumlich und so nicht nur abgrenzen sondern gerade Korridore oder Übergänge schaffen. Mit Alfred Schinz, THE MAGIC SQUARE, hat der Autor an den chinesischen YING -YANG Ordnungen im altchinesischen Städtebau gearbeitet. Überlagerungen von Feldern und Mustern erlauben es auch (Wissens)-Bereiche besser beschreiben zu können. Zum Thema "Eindimensionaler Mensch" braucht man nur mal kurz aufzuzeigen dass bei eindimensionaler Anordnung quadratischer Zellnachbarn jede Zelle zwei Nachbarn hat. Bei zweidimensionaler Anordnung sind es schon sechs angrenzende Nachbarn. Bei dreidimensionaler kommen die Zellschichten mit je 4 weiteren Nachbarn ober- und unterhalb dazu, also 8190 Nachbarn hinzu. Dies geschieht bei der einfachsten Struktur, dem Quadrat und ohne rhythmische Versmaße und verschiedene Gitter zu benutzen. Machen Sie sich gerne selbst weitere Skizzen, um sich mit der möglichen, konkreten Vielfalt vertraut zu machen.

Das Maßsystem von Erlitou I zweite Bauphase 72 x 72 Fuß mit den Teilungsmöglich-keiten nach der Yang-Teilung (ungerade Zahlen) und der Ying-Teilung (gerade Zahlen). Aus (Schinz 1996) Ordo et Mensura V, The Magic Square, Cities in Ancient China.

 

Bild, Bildung und Bewußt-Sein der (exzentrischen) Positionalität (Plessner 1928)

Angesichts der Welt- und Werte-Unordnung wird ökologische Bildung (Breß 1994), die Entwicklung von so etwas wie Umweltbewusstsein, als eine große Aufgabe und Herausforderung gesehen. Doch nach welchem gemeinsamen Modell? Oben konnten wir mit den auf Körpermetaphern basierenden Redensarten zeigen, dass wir mit der Ausweitung unserer Vorstellungen auf die Komplexität der heutigen Welt Schwierigkeiten haben. Der Problem- und der Lösungsraum stimmen nämlich nicht überein. Wir sind in unserem Denken und unserer Anschauung noch nicht beim „Wir“ in einer globalen, interkulturellen und multi-medialen Welt angekommen. Das Verbindende fehlt: Jeder, so schreibt Arno Schmidt, ist in seiner „geistigen Einzelhaft“ gefangen. Brückenbauer und Grenzgänger werden bestenfalls misstrauisch beobachtet. Große Bilder und Visionen wie Gaia als lebender Organismus-Planet oder die ersten Satellitenbilder der Erde zeigten, dass es noch andere Standpunkte und auch globale Verletzlichkeiten und Schönheiten gibt. Doch all dies bleiben Worte und schöne Bilder. Weltraumbilder lassen uns immer weniger staunen, rühren uns nur noch selten an. Eindrücke und Farben verblassen in unserer Erinnerung, gerade wenn Sie nicht mit allen sich gegenseitig verstärkenden und prüfenden Sinnen wahrgenommen werden.

Dazu auch diese Textsammlungen im Bereich Kultur: http://benking.de/INST/TUAC/ und Systeme: http://benking.de/systems/codata/ Vorgeschlagen wird das wir den INDEX als "Zeiger" nicht nur auf reale (geografische) Räume beziehen, sondern auch auf den mittleren Raum (Context Raum oder Eco-Cube) und den Raum für die Themen mit den Sprachebenen (s.a. Switching Systems). Das Cognitive Panorama wird so zum Index Zeichen nach C.S. Peirce, oder Superzeichen nach Dennis Wood, der Karten als Superzeichen bezeichnet Der schon angedeutete systematische Holismus (Smuts 1926) auch (Benking, Stalinski 1999) und die systematische Neo-Pragmatik (H. Stachowiak 1972-95) können in Bezug gesetzt werden mit einer neuen Ethik (mit Raum und Zeithorizont) - nach Hans Jonas, siehe Zitat unten - mit Bewusstsein auf integraler Ebene durch Orientierung des Zusammenhangs, der Proportionen und Konsequenzen.

Die Verantwortung geht in das Zentrum der Ethik

Und zwar mit Raum- und Zeithorizont.

Hans Jonas

 

                        Grundrechte auf Information und Kontext

Sicherlich ist nicht nur etwas mit unserem Verhältnis zur Natur nicht in Ordnung, auch die Fragen nach dem Sinn und den Werten, nach Orientierung und Zukunftsperspektiven werden oft nur mit einem Schulterzucken, mit fatalistischen oder dualistischen Denkschablonen beantwortet. Es wird kein Zusammenhang gesehen, stattdessen geht es um persönliche Vorteilnahmen auf Kosten von Personen, Generationen, Ressourcen oder Kulturen – Subjekte, die sich nicht wehren, beschweren oder keinen Preis nennen können. Um sich überhaupt solchen Fragen und Problemen anzunähern, müssen wir unsere Metaphern und Modelle immer auch auf Überblicks- und Orientierungswissen beziehen. Außerdem brauchen wir eine dingliche, leibliche, lebendige Sprache, wobei Sprache nur eines von vielen weiteren leiblichen Ausdrucksmedien ist. Selbst das Denken kann eine Leiblichkeit erhalten, wenn unsere „Denkfiguren“ eng mit praktischen Situationen und Bezugsgegenständen, mit dem lebendigen Raum, verbunden sind. Aus den Konzepten des „Neuen Lernens“ kennen wir beispielsweise die Mnemotechiken (das mentale Verknüpfen eines Begriffs oder Zusammenhangs, den man sich merken möchte, mit einem bestimmten realen Ort bzw. Phantasie-Ort). Hier existiert also ein Wissensort in einer konstruierten Raumvorstellung. Denkfiguren verorten sich in erlebten Erinnerungs-Landschaften, -Architekturen oder -Kathedralen, die zu durchwandern und zu beleben eine eigenständige Kunst oder Fertigkeit ist, die "ars memoriae" (Yates 1974, s.a. Lippe, zur 1997). Wie es Schauspieler auf der Bühne schon immer tun, werden hier künstliche Gebäude und Landschaften zur Hilfe genommen, die als Bühnenbild für den Prozess der Inkarnation von Gedanken dienen. Analog dazu könnte man ein solches Gedanken-Bühnenbild auch in der Realität als konkretes Gebäude oder Modell bauen, um „Platz“ zu schaffen für eine gemeinsame Erkenntnis und Ethik – Verantwortung.

                        Schlussgedanken und Zusammenfassung

Es ist nicht nur so dass die eine Hand nicht weiß was die andere macht, sondern, sondern dass die Sinne und Perspektiven mit denen wir unsere Welt wahrnehmen nicht zusammen zu passen scheinen. Über-vereinfachende Erklärungen mit einer Sichtweise und Perspektive, Schachtel- und schwarz/weiss- denken und -urteilen haben ein fatale Auswirkung auf unser Gefühl für Position, Orientierung und Sinn, damit auch auf unser Wertesystem und Menschlichkeit, denn wir wissen ja innerlich dass wir blind und ziellos sind. Mark Twain schrieb: "Als wir unser Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen". Diese Rat- und Rastlosigkeit läßt sich leicht auf die ganze Gesellschaft oder westliche Zivilisation übertragen, die ohne Abschätzung der Risiken, Horizonte, Proportionen, Ebenen und Konsequenzen, einfach die Augen zumacht und schneller strampelt. So ähnlich heißt es auch in der Terminologieforschung "Unsicherheit in der Terminologie ist schlimmer als Nebel, bei Nebel fährt man langsamer" - nur wir "düsen" blind einfach weiter obwohl die globalen robusten Schritte von 1995 auch Entschleunigung und Abwägung heißen sollten (Benking et.al 1995). Was ist also zu tun, wo wir doch soviel wissen und können, was ist es was uns so blind, ängstlich, aggressiv und apathisch macht? - Nun es scheinen die alten Fragen nach dem Sinn und nach den Werten zu sein, nach der Orientierung und nach dem Zusammenhang. Alle Kulturen haben mit Ordnungsmustern und Musterordnungen Erklärungs- und Vorhersagemodelle gebaut die Sinn stifteten, eine „kommunikative Gesellschaft“ schufen (Benking 1999). Eine Gesellschaft in der Erklärungsmodelle an nachfolgende Generationen weitergegeben wurden. Doch gerade unsere moderne westliche Welt versteckt sich hinter Dogmen, unaussprechbaren und einer wahnwitzigen Verwirrung von Begriffen wie Wirklichkeit (Realität) und Raum und läßt alle Fragen nach Sinn, Ziel, Rahmen oder Bezug einfach ausgeblendet. Sollte es gelingen sich der Plastikwörter[22] (Pörksen 1988) in dieser Gesellschaft mehr bewusst zu werden und im Gegensatz zu diesen "Leerwörtern" Begriffe wie Raum, Ordnung und Modell konkret und verhandelbar, greifbar und begreifbar zu machen, könnte es sein, dass wir Unterschiede und Fremdes verbinden lernen, ihnen Platz und Raum geben und sie sich so nicht mehr negieren oder bekämpfen müssen. Wie schaffen wir nur eine Brücke für das „Zwischen“, für ein Spektrum nicht nur materialistischen und imaginären und ideellen Standpunkten in der Ebene und Tiefe und ganz verschiedenen Darstellungs- und Ausdrucksarten? Ein "Denk Modelle für Zusammenhänge (Überblick und Orientierung) wird vorgeschlagen , und dies nur als Raum für Erkundungen, Annäherung und Erörterung, also nicht als einen neuen „Container“ der Antwort auf alle Fragen liefert. Unsere moderne westliche Gesellschaft scheint zu glauben sich den Luxus leisten zu können Kontexte einfach negieren oder ausklammern zu können um sich im Gegenzug an Buchstaben zu klammern (Nominalismus) und einem völlig unkreativen "Schachteldenken" als Kult frönen zu können, verkennend das in anderen Kulturen eine Kultur der Integration und Verbindung angesagt ist.

Das Ziel diese Beitrags mit einem multi-modaler, mehr-ebenen und multi-perspektivischer Ansatz eine Groborientierungen zu fördern, und dabei Details nicht zu negieren bedarf der weiteren Überprüfung und Anwendungen in verschieden Bereichen. Dabei geht es nicht nur um eine "Aufklärung" des Modellbegriffs (Stachowiak 1965-95), sondern um eine Aufklärung und Renaissance (Benking 2009), einer Aufklärung die nicht jenseits der Materiellen Welt die Augen verschließt. Es ist zu hoffen das obige Gerüste und Hilfestellungen der Sinnstiftung dienen, Positionen und Perspektiven klarer und verhandelbarer machen, Raum in Zukunft vermehrt auch als Potential gesehen werden kann, und Grenzen und Schranken Herausforderung statt als Mauern mit Todesstreifen und rechtsfreien Zonen verstanden wird.

Ein zentrales Ziel wird in der Orientierungsleistung und Koexistenz gemeinsamer Rahmenordnungen, dem Zurechtfinden und der Möglichkeit parallele Ansätze in Forschung und Praxis gesehen, und wie diese statt im Wettbewerb zu stehen sich gegenseitig ergänzen können. Mit der Vergabe des Nobelpreises für Ökonomie an Elinor Ostrom im Jahre 2009 wurde im nach Meinung des Autors ein Rahmen für die Behandlung von Gütern und Gemeingütern aufgemacht und gezeigt das Individuen und Gemeinschaften durchaus über Skalen hinweg (nested) und multiperspektivisch und –zentrisch mit Akteuren auf viele Ebenen mit verschiedenen Zeiten einbeziehend einbeziehen und sinnvoll agieren.[23] Solche individuellen und kollektiven Leistungen deutlicher und nachvollziehbarer zu machen ist Ziel des hier vorgestellten Entwurfes. Empfohlen sei die Internationale Enzyklopädie für Systeme und Kybernetik (Charles. François 2004) in der die beschrieben Begriffe in ihren jeweiligen Anwendungsbereichen und allgemein definiert werden (ontologisch, epistemologisch) [24] und die Bücher von Frederick Vester und Dietrich Dörner denn ihnen gelingt es spielerisch und ernsthaftig sich mit hochkomplexen, dynamischen Problemen praktisch auseinanderzusetzen und dabei das natürlichste einfachste nicht zu vergessen: Die Annäherung und Auseinadersetzung aus verschiedenen Positionen und Perspektiven, mit unterschiedlichem Auflösungsgrad und Fokus. Genau darum ging es in diesem Artikel: andere Arbeitsweisen und Methoden, Denken, Sichten und Anschaulichkeiten einzubeziehen.

Abschließend soll es mir um unsere Miteinanderkultur und Wissenschaftskultur gehen, die Einbeziehung von Fremden und Neuem.  Siehe dazu auch unter Empathy und Compassion der Hinweis zum Sektierertum der Wissenschaften, Fremdeln, Blinde Flecken und Ausgrenzungen anstatt Transdisziplinarität zu leben ****  Anders als in der Wissenschaftr vor den Computermedien ****  Gespräche ***** Alpacher Gespräche etv

 

Siehe hier. Siehe GUTIERREZ  am Ende!?

 

Wohin Kurt Hanks:  *************mindset maps“ *******

Gutierrez, A. G. (2002) Knowledge Organization from a "Culture" of the Border": Towards a Transcultural Ethics of Mediation, IN:  Challenges in Knowledge Representation and Organizatgion for the 21st Century, Integration of Knowledge across Boundaries, ISKO Granada 2002, siehe auch (Benking 2002)

 

Epirrhema: Müsset in Naturbetrachten immer eins wie alles achten Nichts ist drinnen, nichts ist draußen, denn was innen, das ist außen. So ergreifet ohne Säumnis Heilig öffentlich Geheimnis.

Freuet euch des wahren Scheines Euch des ernsten Spieles; Kein Lebendiges ist ein Eins, Immer ist's ein Vieles.

J.W. Goethe

 

Analyse und Synthese

Ein Jahrhundert, das sich bloß

auf die Analyse verlegt

und sich vor der Synthese gleichsam fürchtet, ist nicht auf dem rechten Wege;

denn nur beide zusammen, wie ein- und ausatmen

machen das Leben der Wissenschaft.

J.W. Goethe

 

Danksagung

Hier soll nur ein Dutzend Namen als Repräsentanten für meine Quellen und Inspirationen oder Bestätigungen genannt werden. Persönlichkeiten die ich persönlich kennenlernen durfte sind/waren: Alfred Schinz, Herbert Stachowiak, Ingetraut Dahlberg, Kim H. Velman, Anthony, Judge, Otto Schärli, Ralph G.H. Siu, Penttii Malaska, Elinor Ostrom durch Lynton Caldwell), und leider nur per E-mail oder Telefon Hasan Özbekhan, Hans Jonas und Jay Stephen Kline, der hier besonders herausgehoben werden soll.

Weiterhin aber leider nur durch die Werke bekannt: Hellmuth Plessner und Ernst Cassierer und, der nach Immanuel Kant die Tore weit für Fragen nach Sinn und Verhaftung (symbolischen Formen und Prägnanz), Anschauung, Bewusstsein, …aufgestoßen hat. Ich empfehle meine „Sammlung“ von weiteren Einflüssen nicht nur auf den obigen Text.

 

© Heiner Benking (Berlin)

AMR 2008

 

CYBER VR  PROPOSAL !!

 

http://benking.de/systems/codata/ISGI_general-benking.htm  ADD BOOK!

 

 

Proceedings, International CODATA Symposium

on Generalization of Information

ISBN 3-00-016253-4

 

 

RISK MODELS  !!

 

 

CYBERNETICS QUO VADIS !!

Not my field !!

 

 

Jedes Ding hat seinen Platz …? Ordnung…

Durch Lehren Lernen ***

 

KOMPETENZEN ANU *********                

 

Knowledge in Time and Space

 

The ultimate aim of science is to obtain knowledge,

 

description, and explanation of the whole,

 

in all the complex interrelations, in all the differences

 

 from time to time and place to place.

 

Hartshorne

 

 

 

 

Benking, H.: Ideenwettbewerb zur Virtuellen und Erweiterten Realität http://www.iid.de/vr Zetetic Spaces - Individuell Wissen oder Gemeinsam Zurechtfinden?

Heiner Benking, Berlin, http://benking.de/zetetic.html

 

und VIRTUEL REALITY und Higher EnglISH !?? ***********

 

KONRAD LORENZ EMERGENZ !!

ERWEITERTE LITERATURLISTE

  • Bertalanffy, v. L. (1968) General system theory. New York: George Braziller, siehe auch 100 Jahre Bertalanffy, Wien (Benking, Stralinski 2001) http://open-forum.de/Dialogue_toward_Unity_in_Diversity.htm
  • Botkin, J. Mahdi E. and Mircea M. (1979) No Limits to Learning: Bridging the Human Gap (A Report to the Club of Rome). New York: Pergamon Press
  • Breß, Hartmut: Erlebnispädagogik und ökologische Bildung, Band 3, Schriftenreihe, erleben & lernen, Luchterhand, 1994
  • Cassirer, Ernst (1931) (2006); Mythischer, ästhetischer und theoretischer Raum, in: Dünne, Jörg/ Günzel, Stephan (Hrsg.); Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaften; Suhrkamp Taschenbuch Verlag; Frankfurt am Main
  • Christakis, A. (et.al.) (1970) The Predicament of Mankind Quest for Structured Responses for Growing World-wide Complexities and Uncertainties". Co-authors: Hasan Özbekhan, Erich Jantsch, Aurelio Peccei, …
  • Christakis, A., Bausch, K.C. (2006) Co-laboratories of democracy: how people harness their collective wisdom to create the future. Boston, MA: Information Age Publishing.
  • Christakis, A., Flanangan, T.R. (2009) The Talking Point:Creating an Environment for Exploring Complex Meaning. With Boston, MA: Information Age Publishing.
  • Comenius, J. A. (1954) (Hrsg. Flitner, W.) Comenius, Grosse Didaktik, Pädagogische Texte, Helmut Küppers, Düsseldorf-München
  • Dahlberg, I.: (1980) Gesellschaft für Klassifikation, Wissensstrukturen und Ordnungsmuster, INDEKS Verlag Frankfurt
  • Dahlberg, I. (1992) "Knowledge Organization and Terminology: Philosophical and Linguistic Bases", International Classification, Vol.19, No. 2, 1992, p. 65-71.
  • Dahlberg, I. (1998) "Classification Structure Principles: Investigations, Experiences, Conclusions", Fifth International Society for Knowledge Organization Conference, Lille, see also: "Zur 'Begriffskultur' in den Sozialwissenschaften: Lassen sich ihre Probleme lösen?, Seite 115-116, ETHIK UND SOZIALWISSENSCHAFTEN, Streitforum für Erwägungskultur, EuS 7(1996), Brief von Heiner Benking zur Diskussion des Hauptartikels von Ingetraut Dahlberg, http://benking.de/Ethik-Begriffskultur.html
  • Dörner, D. (1983) (mit Heinz W.Kreuzig, Franz Reither, Thea Stäudel): Lohhausen. Vom Umgang mit Unbestimmtheit und Komplexität". Huber:Bern 1983, ISBN 3-456-81216-7
  • Dörner, D. (1989)  Die Logik des Mißlingens: strategisches Denken in komplexen Situationen. Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-499-61578-9.
  • International Encyclopedia of System Sciences and Cybernetics, (2004) 2nd Edition, Saur, Munich, siehe Charles Francois, http://www.degruyter.de/cont/fb/nw/detail.cfm?id=IS-9783598116308-2
  • Encyclopedia of World Problems and Human Potential (1994-95). 4th edition, , 3 vols., ca. 3000 pages, UIA Brussels & KG Saur Verlag, München, New Providence, London, Paris. http://www.uia.org/uiapubs/pubency.htm plus CD-ROM versions
  • François, C. (2004) International Encyclopaedia of System Sciences and Cybernetics, 2nd Edition, Saur, Munich, now deGruyter http://www.degruyter.com/cont/imp/saur/detail.cfm?id=IS-9783598116308-2  and:
  • François"Systemics as a general integrated language of concepts and models". Charles François, Heiner Benking, Berlin, May 25th-28th, 2004, http://benking.de/systems/encyclopedia/concepts-and-models.htm
  • Garcia Gutiérrez, A. (2002) Knowledge Organization from a "Culture" of the Border": Towards a Transcultural Ethics of Mediation, pp. 516-522, IN:  Challenges in Knowledge Representation and Organization for the 21st Century, Integration of Knowledge across Boundaries, ISKO Granada 2002, siehe dort Publikationen (1998), (2002) und (Benking 2002)
  • Gerhard, V.: Die rationale Wendung zum Leben - Für die Zukunft ein Blick zurück: Helmuth Plessners "Die Stufen des Organischen und der Mensch", DIE ZEIT, http://www.zeit.de/1998/01/Die_rationale_Wendung_zum_Leben
  • Giesecke, M.: (2002) Von den Mythen der Buchkultur zu den Visionen der Informationsgesellschaft - Trendforschung zur kulturellen Medienökologie, taschenbuch wissenschaft 1543, mit CD, Suhrkamp 2002, Im Internet: Mythen der Buchkultur, see: http://www.michael-giesecke.de/theorie/dokumente/09_dialoge/exzerpt/09_leitbilder_zeitgemaesser_face.htm
  • Gebser, J. (1949), Ursprung und Gegenwart, Schaffhausen, See also: Benking, Stalinski: Concreteness in Integral World, XXVII Annual Jean Gebser Conference, Worldly Expressions of the Integral, October 18-20, 2001, Ohio University, Athens, OH http://benking.de/gebser2001.html
  • Gebser, J. (1986). The Ever-Present Origin. Athens, OH: Ohio University Press.
  • Glenn, J. & Gordon, T., Ed. (2001). 2001 State of the Future. Washington DC: American Council for The United Nations University, The Millennium Project. http://www.acunu.org/millennium/issues.html
  • Guilford, J. P., The Nature of Human Intelligence, New York: McGraw Hill, 1967. Structure of Intellect. Cf. the work of Kim Veltman and Heiner Benking on culture navigation, see: Veltman and http://benking.de/avi.htm
  • Haber, H. (1976) Planet im Meer der Zeit, Die Story der modernen Erdforschung, DVA Stuttgart
  • Hanks, K.:  Getting Out of THE BOX, Introducing Paradigm Mapping, a powerful tool for getting a person, a group, or an organization unstuck and moving  forward. http://hanksconsulting.com/ParadigmMapping.html
  • Hanks, K. and B. (2009) Collapse of Belief - Rebuild your life When what used to define you no longer works  http://www.collapseofbelief.com/
  • Herold, N.: Bild, Symbol und Analogie: die "Modelle" des Nicolaus von Kues, In: Stachowiak, H. (Hrsg) PRAGMATIK, Handbuch Pragmatischen Denkens, Band I, S. 297-318, Felix Meiner Verlag ; Hamburg
  • Illich, I. (1995-1997) Guarding the Eye in the Age of Show, in: Schriften Bremen, Band I: Zur Geschichte des Blickens.
  • Illich, Ivan: "THE SCOPIC PAST AND THE ETHICS OF THE GAZE." A plea for the historical study of ocular perception. To be published in: Ivan Illich, Mirror II (working title)  - Aktuell siehe: DENKEN NACH ILLICH: http://www.pudel.uni-bremen.de/500dt_Themen.html
  • Jonas, H. (1979) Das Prinzip Verantwortung (Principle Responsibility). Frankfurt am Main: Insel Verlag, See also Symposium in memoriam Hans Jonas http://benking.de/jonas-1993.html
  • Judge. A.J.N. (1970). Visualization of the organizational network: the UIA as an international data bank. International Associations, 22, 5, pp 265-281, http://www.uia.org/uiadocs/vizorg.htm
  • Judge. A.J.N. (1986). Interrelating Incompatible Viewpoints for sustainable dialogue, vision, conference, policy, network, community and lifestyle, Encyclopedia of World Problems and Human Potential, UIA, Brussels
  • Judge, A.J.N. (1995)Globalization Of Knowledge And Insight: Envisaging A Paradigm-Shifting Software Package. Union of International Associations, www.uia.org/uiadocs/globknow.htm
  • Judge, A.J.N. (1996) Strategic Correspondences: Computer-Aided Insight Scaffolding, Union of International Associations, www.uia.org/uiadocs/corresp.htm
  • Judge, Anthony J.N. (2010) Patterns Essential to Individual and Global Health?, Pointers to possibilities: Ekistics, Dymaxion World and Eco-Cube, http://www.laetusinpraesens.org/docs10s/lifedisx.php#poin
  • Kant, I. (1724-1804). Kant's Latin Writings, Translations, Commentaries, and Notes, trans. Lewis White Beck in collaboration with Mary Gregor, Ralf Meerbote, John Reuscher. New York: Peter Lang, 1986
  • Kline, S. J. (1995) Conceptual Foundations for Multidisciplinary Thinking, Stanford University Press, ISBN-10: 0804724091
  • Kline, S. J. (1996) The powers and limitations of reductionism and synoptism: Programme in Science, Technology and Society Report CF1, Stanford University, 1996
  • Kohr, L. (1995) – 2002 „Small is beautiful“. Ausgewählte Schriften aus dem Gesamtwerk. Deuticke Verlag, Wien, Das Ende der Großen. Zurück zum menschlichen Maß. Otto Müller Verlag, Salzburg 2002, ISBN 978-3-7013-1055-5
  • Lakoff, G. Johnson, M. (1980) Metaphors We Live By, The University of Chicago Press, 1980
  • Lauxmann; F: (1996) Mit Hegel auf der Datenautobahn - Über die Freude an geistigen Zusammenhängen, Nymphenburger, München
  • Lévy, P. (1996) The Second Flood - A Report on Cyberculture, Culture Committee (CC-CULT), Council of Europe, October, 1996.
  • Lippe, zur R.: (1997) Neue Betrachtung der Wirklichkeit - Wahnsystem Realität, Ruropäishe Verlagsanstalt, Hamburg
  • Malaska, P. (1997) SUSTAINABLE DEVELOPMENT AS POST-MODERN CULTURE, FINLAND FUTURES RESEARCH CENTRE, FUTU FUTU-publication 1/97,  http://www.tse.fi/FI/yksikot/erillislaitokset/tutu/Documents/futu/futu_1_97.pdf
  • Mittelstraß, J.: (2005) TECHNIKFOLGENABSCHÄTZUNG - Theorie und Praxis, Schwerpunktthema: Method(olog)ische Fragen der Inter- und Transdisziplinarität – Wege zu einer praxisstützenden Interdisziplinaritätsforschung, Methodische Transdisziplinarität Nr. 2, 14. Jahrgang - Juni 2005, S. 18-23
  • Oeser, E., Seitelberger, F.: (1988), Gehirn, Bewußtsein, und Erkenntnis; Wissenschaft Buchgesellschaft, Darmstadt
  • Orth, E. W. Zur Medialität der Orientierung, Bausteine der Philosophie Bd 18, (Hrsg. Breuninger, R., Giel, K. Der Blaue Reiter, Ulm, Stuttgart
  • Peirce, C.S. (1958) Collected papers of Charles Sanders Peirce. Cambrdige, MA: Harvard University Press
  • Peirce, C.S. (1990) Semantische Schriften. Frankfurt/Main: Suhrkamp
  • Popper, K.Objective Knowledge: An Evolutionary Approach. Oxford: Clarendon Press, 1972. (See Stanford Encyclopedia of Philosophy for a list of Popper's other works http://plato.stanford.edu/entries/popper/) siehe auch I. Kant.
  • Prigogine, I.  (2000) Las leyes del caos, Barcelona: Critica
  • Peters, A. 1970, 1999, 2000) Weltgeschichte, Zeitatlas mit Indexband.. ISBN 3-86150-370-0
  • Peters, A. (1970-2002) Peters Projektion und Weltatlas Akademische Verlagsanstalt 1990. Zweitausendundeins, 2002, ISBN 3-905019-02-7
  • Plessner Helmuth, Die Stufen des Organischen und der Mensch, Berlin,1928
  • Plessner, Helmuth. Gesammelte Schriften III: Anthropologie der Sinne. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1980
  • Pörksen, U.: (1988) Plastikwörter. Die Sprache einer internationalen Diktatur, Klett-Cotta, Stuttgart
  • Pörksen, U.: (2002) Die politische Zunge, Eine kurze Kritik der öffentlichen Rede, Klett-Cotta, Stuttgart
  • Richardson, Jacques, George Marx and Esther Tóth. Models of Reality - Shaping Thoughts and Action (in particular chapter "Models in Science Education"). UNESCO: Lomond Books, 1984
  • Ropohl; G.: (1998) Technological Enlightenment as a continuation of modern thinking, Reseach in Philosophy and Technology, Volume17, p. 239-248, JAI Press
  • Ropohl, G.: (2005) Allgemeine Systemtheorie als transdisziplinäre Integrationsmethode, TECHNIKFOLGENABSCHÄTZUNG - Theorie und Praxis, Schwerpunktthema: Method(olog)ische Fragen der Inter- und Transdisziplinarität – Wege zu einer praxisstützenden Interdisziplinaritätsforschung, Nr. 2, 14. Jahrgang - Juni 2005, S. 24-31, http://www.itas.fzk.de/tatup/052/ropo05a.htm
  • Rückert, F (1910) Weisheit der Brahmanen, In: Rückerts Werke, hrsg. von Elsa Hertzer, Achter Teil. Pantheon II. Berlin/Leipzig, S.34
  • Schinz, Alfred: (1997) The Magic Square, Cities in Ancient China, EDITION AXEL MENGES, ISBN: 3-930698-02-1, Stuttgart, http://benking.de/schinz/ and Deutsches Museum, München, ORDO ET MENSURA IV, V, http://benking.de/culture/inst-2002/sld037.htm
  • Schlögel, K.: (2003) Im Raume lesen wir die Zeit. Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik, Carl Hanser Verlag, München-Wien
  • Schwarzkopf, F. (1995) The Metamorphosis of the Given : Toward an Ecology of Consciousness, Peter Lang Series: Revisioning Philosophy 20, ISBN 0-8204-2585-0
  • Schumacher E.F.  (1973) Die Rückkehr zum menschlichen Maß, Alternativen für Wirtschaft und Technik, «Small is Beautiful», Reinbeck bei Hamburg 1977 (Rowohlt); 316 Seiten; ISBN 3-498-06121-6, Originalausgabe: Small is Beautiful. A Study of Economics as is People Mattered, London
  • Neue Ausgabe durch Stiftung Ökologie und Landbau, Heidelberg, ISBN 3-934499-36-8 http://www.langelieder.de/lit-schumacher.html
  • Siepmann E.: (1988) Der Zerfall eines alten Raumes, Brüche in der Geschichte des Blicks, Werkbund Archiv / NGBK - Museumspädagogischer Dienst, Ausstellungsmagazin Berlin
  • Tauber, Christine: "uomo universale oder "uomo virtuoso" Zum Menschenbild der Renaissance. IN: Ansorge, Geuenich, Loth, Wegmarken der europäischen Zivilisation, Wallstein Verlag, Göttingen 2001
  • Uexküll, J. von, Kriszat, G.: Streifzüge durch die Umwelten von Tieren und Menschen, Bedeutungslehre, Stuttgart, 1933/1970
  • Veltman, K.: (2002) E-Culture Net: European Network of Centres of Excellence for Research and Education in Digital Culture, EVA, Moscow, 2002, http://www.evarussia.ru/eva2002/english/dok_631.html
  • Weiss, P.: Interactive relations among hierarchically ordered subsystems, of an organism, Inscribed Domains, In: Beyond reductionism, Alpbach, 1968, see: http://benking.de/worldview-compositions.html
  • Schärli, O. Magisches und Mythisches im ganzheitlichen Wahrnehmen von Mensch und Architektur, Beiträge zur Integralen Weltsicht,Jahrbuch der Jean Gebser Gesellschaft, Vol. XII (1997)ISBN3-907 160-15-0
  • Schärli, O., Benking, H. (1998) Durch die Sinne zum Sinn - von Kultur zu Cybeculture?, Effe-Symposium, Humboldt University, Berlin English Version http://benking.de/freiheit-im-bildungswesen.html
  • Schumacher, E.F. (1973) Small is Beautiful: (A Study of) Economics as if People Mattered, 1973
  • Schumacher, E.F. (1977) A Guide for the Perplexed
  • Schumacher, E.F. (1977) Die Rückkehr zum menschlichen Maß. Alternativen für Wirtschaft und Technik (= Small is Beautiful), Rowohlt, Reinbek 1977; veränd. Neu-Auflage Heidelberg 2001, ISBN 978-3-934499-36-2 (Online-Version Auszüge)
  • Smuts, J.C.: (1926) Holism and Evolution, http://www.isss.org/primer/smuts.htm
  • Smuts, J.C.: (1938) Die Holistische Welt, Berlin - siehe hierzu auch Heiner Benking, Martin van Meurs, History, Concepts and Potentials of Holism.Holistic Aspects in Systems Research, InterSymp ‘97, Baden-Baden August 18-23, 1997, http://www.ceptualinstitute.com/genre/benking/holismsmuts.htm
  • Stachowiak, H.: (1965) Denken und Erkennen im kybernetischen Modell, Springer Verlag
  • -, (1965) Gedanken zu einer allgemeinen Theorie der Modelle, Studium Generale 18.7, s. 432-463
  • -, (1972) Models, In: Scientific Thought, some underlying concepts, methods and procedures, New Babylon, Studies in the behavioural sciences 9, UNESCO, Mouton
  • -, (1973) Allgemeine Modelltheorie, Springer , Wien
  • -, (1980) Der Weg zum Systematischen Neopragmatismus und das Konzept der Allgemeinen Modelltheorie, In: Modelle und Modelldenken im Unterricht, Forschen und Lehren Bd. 4, Klinkhardt, Heilbrunn
  • -, (1986-1995) PRAGMATIK, Handbuch Pragmatischen Denkens, Band I-V, Felix Meiner Verlag ; Hamburg, sieh STACHOWIAK 1965-1995 http://quergeist.net/Stachowiak/ and http://www.cafeweltgeist.org/ewoc_slideshows/benking/sld024.htm and slide023.htm
  • Toulmin, Stephen E. (1953) The Philosophy of Science An Introduction. London
  • Veltman, K. H. (1987) Perspective and Print Culture, First Pennsylvania Symposium on Mediaeval and Renaissance Studies, The University of Pennsylvania, College Park
  • Veltman, K. H. (1998) Computers and Our New Perspectives on Culture,”and “Multimodalities of Content,”CULTH, Cultural Heritage in the Global Village. Conference in connection with the next phase of the EC MOU (MEDICI), Vienna
  • Veltman, K. H. (1998) Metadata und die Transformation des Wissens, Neue Bildwelten als Perspektive für die Wissensvermittlung, Euphorie Digital? Aspekte der Wissensvermittlung in Kunst, Kultur und Technologie, Heinz Nixdorf Museums Forum, Paderborn
  • Veltman, K. H.: (1999) Frontiers in Conceptual Navigation for Cultural Heritage, Toronto: Ontario Library Association
  • Vester, F. (1978)  Denken, Lernen, Vergessen - Was geht in unserem Kopf vor, wie lernt das Gehirn, und wann lässt es uns im Stich?, Originalausgabe: dva (Deutsche Verlags-Anstalt), Stuttgart 1975; Taschenbuchausgabe: dtv, München, 1. Auflage 1978, 31. Auflage 2007, 33. Auflage September 2009, ISBN 978-3-423-33045-9
  • Vester, F. (1999) Die Kunst vernetzt zu denken - Ideen und Werkzeuge für einen neuen Umgang mit Komplexität; ein Bericht an den Club of Rome, dtv, München, 1. Auflage 1999, 6.Auflage 2007, ISBN 3-423-33077-5
  • Wolf, K.H. (1993): Australian Style, Vol.2, No.1, Dec 1993 p. 3-4,  Dictionary Research Center, Macquarie University, Sydney,  http://citeseer.ist.psu.edu/wolf96threedimensional.html
  • Wood, D. (1992) The Power of Maps, Guildford Press
  • Yates, F.A. (1974) The Art of Memory

 

 

 

Gutierrez  lineal Classification and conceptual Claensing  linking and fencing concepts *** meta-cognitve demartcations, intrasystemi coherence,..

Digital exomemory epistemography  1998, 2002  ***  Garcia Gutierrez ***

 

ILLICH:

Illich, Ivan (): THE SCOPIC PAST AND THE ETHICS OF THE GAZE. A plea for the historical study of  ocular perception. To be pusblished in: Ivan Illich, Mirror II (working title).

 

Illich, Ivan; u.a. (1990D): Declaration on Soil. A joint statement, drafted in Hebenshausen, Germany, December 6, 1990, in collaboration with Sigmar Groeneveld, Lee Hoinacki and other friends. To be pusblished in: Ivan Illich, Mirror II (working title). 

 

NOTES:



[1]   Guarding the Eye in the Age of Show Illich, Ivan (1995-7)

[2]    Overclaims and Oversimplifications****  Benking ****)

[3]    Wolf (1993) vom Dictionary Research Center in Sydney arbeitet auf der Ebene von Parlamentsinformationssystemen ist wie bei den Meta-Datenbank und Internationalen Harmonisierungsprojekten des Autors (1990-1994) nahe an der Notwendigkeit inkompatible Bedeutungen und Bedeutungs-Schattierungen“ auch in anderen Sprachen und Fachsprachen zu erkunden und nebeneinanderzustrellen.

[4]    Ohne Zusammenhang kein Zusammenhalt (Benking 1999)

[5]    Siebe die Beiträge Veltman und Siepmann, den Bezug zur Kunst durch ***

     Und den Beitrag zu Erweiterung meschlicher Fähigkeiten und Medien mit Silvia Auterlic: Augmenting books, spaces, and scapes of the mind. Designerly tools for learning to share in an age of modern media and cyberculture” (entstanden mit Sylvia Austerlic im Zusammenhang von Gestaltungskonzepten für ein “Mindbook”) aber leider nicht mehr verfügbar im Jahre 2010. Es wird darauf hingewiesen das die National Academy Press und das National Research Council in Washington im Jahr 2001 die genannten Beiträge des Autors und Silvia Austerlic als GRAND CHALLENGES zur Bearbeitung empfohlen hat: http://www.nap.edu/openbook.php?record_id=9975&page=91, Arbeiten von Silvia Austerlic wie MIND-BOOK and WORLD-MAKING SKILS finden sich hier:

[6]    Der Autor erinnert immer an die Geschichte von Manu, dem Sohn Harun al Rashids und wie gesellschaftliche Vision geschaffen wurden die Generationen überdauerten – siehe: Auf dem Weg zu einer individuellen und kollektiven Ethik,  einer Ethik für erweiterte Kontexte mit Hand, Herz und Kopf

     NEUE WERTE FÜR DAS 21. JAHRHUNDERT,  Transdisziplinäres Kolloquium, Ethik-Gipfel, Bad Kühlungsborn 1999 (Benking 1999)  http://benking.de/ethikgipfel.html ) als ein Beispiel für Furtures Creation als Konzept wie von Hasan Ozbekahn entwickelt als Basiskonzept hinter den ersten Schritten des Club of Romes stand: Siehe Interview mit Alexander Christakis ****  Europe’sWorld ********

[7]    Siehe dazu “Concreteness in Integral Worlds. Worldly Expressions of the Integral”. Jean Gebser Society Conference, Benking, H., Stalinski, S. (2001a)

[8]    Ein an die Sinnlichkeit gebundenes A priori als konstitutives Prinzip lehnt der Autor in Anlehnung an Cassirer ab. Raum und Zeit sind daher nicht mehr a priori, sondern erste Anschauungen und es gibt viele weitere…. Der Autor dankt Cassirer nicht nur für die Loslösung von I. Kant als notwendigen Schritt sondern die dadurch mögliche Erörterung von Anschauung, Sinn und Form in einem neuen Gewand, sondern auch für die Quelle zu den Rückertschen Versen. (Rückert 1910). Hier kann leider nicht auf die Cassirer’schen Prägnanzbildungsformen wie: Rekognition (Wiedererkennung), Präsentation (Präsenz des Physikalisch-sinnlichen, Retention (Das Erlebnis bleibt für eine gewisse Dauer im Bewusstsein, Repräsentation (Die Relation, welche Darstellendes und Dargestelltes verbindet: Sie ist für Cassirer eine grundlegende Leistung des Bewusstseins und vollzieht sich als eine ständige Bewegung zwischen beiden, und auf die Funktionen symbolischer Formen eingegangen werden: Ausdruck, Darstellung und Bedeutung. Aber es sei angeregt die Arbeiten von Kim Veltman (******) in diesem Seminar und Herbert Stachowiak’s Allgemeine Modelltheorie und Pragmatik ( ******) als eine zentrale Grundlage für diesen Text weiter zu erkunden.

[9]    Council of Europe "Report on Cyberculture" (Lévy 1996).

[10]  Der Autor hat zum Thema Virtualität und Öffentlichkeit seit 20 Jahren an der Kommunikation der Herausforderungen, Möglichkeiten und Gefahren auch für eine moderne humane Informationsgesellschaft gearbeitet. Siehe: (Benking 1993a), (Benking 1998)

[11]  Council of Europe "Report on Cyberculture" (Lévy 1996).

[12]  siehe dazu Herbert Stachowiak, Modelltheorie und Pragmatik 1965, 1972, 1985.

[13]  Gemeint sind kulturelle und politische Umwälzungen die plötzlich die Tagesordnung verschieben, Entwicklungen plötzlich abreißen lassen. Diese „Challenges“ sind wie ein neues „würfeln“. Als Beispiel aus der Erlebenswelt des Autors sei genannt, dass Deutschlands „Vorreiterrolle“ im Umweltschutz 1990 nach dem „Mauerfall“ angesichts anderer Prioritäten deutscher Politik aufgegeben wurde, siehe Dokumentation 20 Jahre „WELT IM WANDEL“, oder gravierender noch, dass nach dem 11. September 2001 plötzlich wichtige Veranstaltungen und Entwicklungen ausfielen oder nicht angemessen dokumentiert wurden. Hier ein Beispiel zu unserem Thema: Umweltpolitk, Medienpolitik und Wissensorganisation.

[14]  Bekannterweise ist der „Index“ ein sehr umstrittenes Zeichen in der Semiotik, aber warum sollte nicht auch betrachtet werden, daß Peirce auch Erdmesser war, sich also einen „Index“ als Zeiger und verbindendes Element wie im Rahmen einer Karte vorstellen konnte (was wir hier auch Superzeichen nennen).

[15]  Siehe hierzu die Peters Projektion (Arno Peters 2002) und seinen Synchronoptischen Weltatlas. (Peters 1970, 2000).

[16]  Jean Gebser (1949) fordert die Konkretisierung des Integralen (s.a. Benking, Stalinki (2001)) das sich nur auf dem Fundament vorhergehender und diese einbeziehender Stufen entwickeln kann. Voraussetzungen sind ein systematischer Holismus im Sinne von Jean C. Smuts ( Benking, v. Meurs 1998) und eine systematischer (neo) Pragmatismus wie von H. Stachowiak (1972-95) entwickelt.

[17]  Siehe dazu auch: Pointers to possibilities: Ekistics, Dymaxion World and Eco-Cube (Judge 2010) und die Artikel im Bereich Environmental Ethics und Interreligöser Dialog. (Benking 2009, Benking 2010).

[18]  Dies zielt auf die Eigenschaften/Nachteile moderner Volltext-Suchmaschinen und die Notwendigkeit, unsere Kategoriensammlungen nachvollziehbar und abgestimmt zu gestalten. Wie überraschend und überzeugend die Ergebnisse zum Beispiel von Suchmaschinen wie GOOGLE sind, so werden doch durch das undurchschaubare Ranking, die willkürlichen Meta-tags und Keyords aus einer Kultur und der rein quantitative Ansatz anzunehmen das die Mehrheit schon das beste und richtige „ausfiltert“ – also Spreu vom Weizen trennt. Solch einer „Weisheit der Vielen“(Wisdom of the Crowds), wie es hinter GOOGLES Philosophie steckt, ist eine qualitatives, diskursives Anbeizustellen, denn ein mit den „Füßen abstimmen“ bedarf zusätzlich auch der bewussten, informierten Entscheidung von „Stakeholdern“, also von Betroffenen die nicht überwältigt sind und sich dem Zeitgeist unterwerfen – Vor allem aber auch keine Sprach- und Kulturkreise ausgrenzen. Mehr dazu bei Christakis (1970, 2006, 2009) und dem Interview mit dem Autor (2010).

[19]  Siehe dazu auch den Artikel: WELTBILDER- WELTHÄUSER, Posmaterialismus Band 4 (Benking 2004) und das Wordfeld Oikos, Ecumene, Ecudomy (Benking 2008, 2010).

[20]  Zur Virtualität und Immersion, üblich im Modellbau mit Kameras, und deren mögliche Sinnstiftung siehe: (Benking 1993, 1996, 2002).

[21]  Siehe dazu auch Benking 1990, 2010 und im KnowMap Magazin Spatial versus Spacial (Benking 2001) und bei INST - TRANS zum Jahr der Berge erschienen: Raum und Virtualität: Potential oder Leere? - Die Bergwelt als Beispiel und Ursprung für den Zugang und die Auseinandersetzung mit "neuen" Welten, INST-TUAC (Benking 2002).

[22]  Der Begriff „Plastikwörter“ (Pörksen 1988) beschreibt inhaltsleeren Leerwörtern die immer mehr in die tägliche Sprache eindringen, speziell auch in den politischen Raum (Pörksen 2002). Dies sind Worte mit beliebiger, vager Bedeutung, wie System und Ordnung sind für ihn Ursache für die Verwahrlosung unserer Sprache. Im Gespräch und in Übereinstimmung mit Pörksen haben wir auch die Verwendung von Begriffen wie Raum, Karte oder Leitplanke als inflationär gebrauchte Plastikwörter bezeichnet (Anmerkung Benking 2003), Begriffe werden also als Plastikwörter beliebig und immer mehr analogisch, metaphorisch als Plastikwörter ohne klar Umrisse, Referent, Bedeutung, Kontextualisierung und Rahmung gebraucht.

[23]  Es wurde eine Neue Wissenschaft (Club of Rome), eine andere Sprache und andere Miteilungsformen angesichts der Globalen Krise gefordert. Dies und die Kernkonzepte des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften 2009 an Elinor Ostrom lassen sich hier weiter verfolgen: http://quergeist.net/Peace-Laueats-Climate-Berlin-Oslo-selection.pdf

[24]  Die International Encyclopedia of Systems and Cybernetics wird zur Vertiefung empfohlen: http://benking.de/systems/encyclopedia/newterms/