Wie wir gemeinsam auch
in neuen modernen Welten zurechtkommen können
Heiner Benking (Berlin)
[BIO]
Die moderne, auch postmoderne Theorie, geht von einer einäugigen, nicht kommunikativen Realitätskonstruktionen aus, die zu Ende gedacht zu einem finalen, unumkehrbaren Endzeitszenario in einer „Cyberculture“ führen (Lévy 1996). Wissenschaftliche Moden wie „Turns“ oder "Waves" propagieren immer neue Begriffe und Theorien, vermeiden aber eine notwendige pragmatische Herangehensweise, einen "Pragmatic Spin" (Volker Gerhard 1997) und versuchen ihre Fixierung auf eine einzige Zeichen- oder Darstellungsart und eine Denkschule oder Vorgehensweise, durch jeweils modische Accessoires zu verstecken. Dabei werden multi-modale, transdisziplinäre, inter-kulturelle, multi-linguale und verkörperte oder anschauliche Konstruktionen, Vereinbarungen und Vorgehensweisen vernachlässigt.
Dieser Beitrag will zeigen, dass verschieden Zeichenarten, kodierte und nicht kodierte Daten zusammengebracht und gemeinsam gedacht werden können, um auch nicht direkt greifbare Realitäten in ein gemeinsames Kalkül einbezogen werden.
Es stellt sich die Frage, ob wir weiterhin über die postulierte postmoderne Finalität lamentieren wollen, oder ob wir stattdessen versuchen, gemeinsame, anschauliche Orientierungsrahmen zu finden und gedankliche Modellkonstruktionen zu entwickeln, die eine erste gemeinsame, wenn auch grobe Basis für eine adäquate Lösungsstrategie bilden könnten. Zentral ist dabei die gleichberechtigte Koexistenz von Verfügungswissen und Orientierungswissen und der gemeinsame Wille jenseits von „Recht haben wollen“ und Schachteldenken nicht immer wieder neue Plastikwörter zu kreieren, sondern den geforderten „Pragmatik-Spin“ zu wagen, nämlich Größenordnungen und Zeithorizonte, Disziplinen, Kulturen und andere Sprachen einzubeziehen, Gemeinsamkeiten und Differenzen wertzuschätzen, anstatt die Augen vor Unterschieden und Kontexten zu verschließen. Es geht dabei auch um die Medialität unserer Zeichen- und Kultursysteme und um die Anschaulichkeit und Greifbarkeit von Darstellungen und Orientierung. Denn, wie wir im folgenden zeigen, können Begriffe wie System, Ordnung, Raum, Karte auch kontraproduktiv als Leer- oder Plastikwörter uns in eine vermeintliche Sicherheit wiegen.
??? Angesichts dieser globalen Orientierungslosigkeit, der mangelnden Vereinbarkeit von Positionen, Perspektiven und Alternativen in unseren Vorstellungswelten oder Denkräumen, wird angeregt, sich die Orientierung in physischen "Lebensräumen" metaphorisch als Beispiel zu nehmen, um auch in konzeptionellen geistigen oder sozio-kulturellen "Umgebungen" Wege, Richtungen und Ebenen verhandelbar zu machen. ????
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Angesichts dieser postmodernen globalen Orientierungslosigkeit, Ordnungslosigkeit, Ortslosigkeit und daraus folgender Abstumpfung und Abschottung sollen "Denkräume" helfen Kontexte zu erkunden und konkrete Vereinbarungen zu treffen. Dies nicht allein lokal, global, oder sektoral, sondern konkret und integral zwischen den Ebenen; Kulturen, Regionen, Sprachen. Der Begriff „holistisch“ erlebt gerade eine Wiederbelebung und deshalb gilt es dies konkret[7], greifbar und praktisch einfach nachvollziehbar zu gestalten. Es gilt dabei strukturiert, systematisch und überblicksmäßig, den Zusammenhang im Auge zu behalten, aus der Vogelschau neue Einsichten zu gewinnen und „ko-kreativ“ zwischen Wissenschaften und Kulturen Brücken bauen zu können.
Wer
von allem ein bisschen weiß, ist ein Dilettant; Wer nur von einem bisschen
alles weiß, ist ein Fachidiot. Ein Generalist aber ist, wer viel von einem
bisschen, und einiges vom Ganzen weiß, worin das bisschen seinen Platz hat.
Günter
Ropohl
Das geht natürlich nur wenn man bereit ist mit einigen Tabus zu brechen, denn es kann nach den Dogmen moderner Denklehren keinen Überblick mehr geben, Generalistentum ist verpönt, und Raum ist nicht als A-priori[8] zu hinterfragen, geschweige denn scheint er als Modellraum für andere Inhalte oder Welten „missbraucht“ werden zu dürfen. Worum es schlussendlich geht ist eine Verbindung von Spezialisten und Generalistentum, eine andere Bildung, Ethik und Pragmatik und die Freiheit Wissensräume und Fachgrenzen definieren und verschieben/verwerfen zu können und eine neue Ebene auf der über Anschauung und Bewusstsein jenseits der materiellen Grenzen „gestritten“ werden kann ohne gleich in wieder in die typischen sublimen Fallen der dualistischen Extreme wie Exoterik vs. Esoterik oder wie wäre es mit „Topie“ und Utopie zu tappen. Versucht wir hier für das „Zwischen“ konkrete Skizzen anzulegen, besser Karten die nachvollzogen, detailliert und überprüft werden können.
Der Autor sieht in Anlehnung an den Architekten Adolf Loos (1870-1933) die Entwicklung zu einem neueren, höheren Raumgedanken als soziale, ja kulturelle Aufgabe einer notwendigen, erneuerten Renaissance und Aufklärung (Benking 2009) und der Lösung wissenschaftlicher, philosophischer und gesellschaftlicher Zeitgeistprobleme und Moden (Spins & Turns & Turfs) (Benking 2002a, Benking ****).
Dabei geht es nicht nur um die konkrete Verbindung dieser "Räume" oder Welten, sondern um die Erweiterung unserer gemeinsamen konkreten Vorstellung und Vereinbarungen (Embodied Covenant) (Benking 2003), die Entwicklung einfacher, anwendbarer und miteinander verbindbarer Modell-Ordnungen: die Konstruktion und Belebung von "Sinnwelten" anstelle von Angst und Apathie erzeugenden modernen medialen, gar globalen "Fluchtwelten" (Benking 1993).
Hindernisse auf dem Weg zu solchen erweiterten "Vereinbarungen" sind nicht nur unser westliches, modernes Konzept von Raum und Ordnung, sondern unser Schachteldenken, unser Hantieren mit Begriffen und Kategorien ohne Welt- und Lebensbezug, unser Denken in nicht- oder ein-, selten zwei-dimensionalen Strukturen, und unsere Fixierung auf Dualismen, also Begriffsgegensätze als vermeintlichem Halt um vermeintlich Positionen "klar" zu machen und etwas/jemanden einordnen und „verstehen“ zu können.
Gegensätze wie Physik vs. Metaphysik, richtig vs. falsch, schwarz vs. weiß, Esoterik vs. Exoterik, Innen- vs. Außenwelt, Raum vs. Leere, Zeichen vs. Bild, Alte vs. Neue Welt (Old vs. New (Age, -Europe) sind nur einige Beispiele. Gemeinsame Orte und Plätze für die Verständigung werden durch die Gegenüberstellung nicht geschaffen, für ein "zwischen" und "anderes" bleibt so einfach kein "Raum", eine Bedeutungsspektum in Abhängigkeit von der Verwendung und Situation wird negiert. Eine lebendige Mehrdimensionalität läßt sich so jedoch nicht vermitteln noch begreifen.
Unser Lebensraum - "Oikos" aber ist nun einmal mehr-dimensional, und so sollten wir Beschreibungen und Darstellungen suchen die sich ergänzen und stützen, vermittelbar und greifbar sind, und seien es auch nur in Modellen, die uns helfen können neues, zukünftiges, oder unerreichbares gemeinsam zu konstruieren oder zu erkunden. Siehe „Allgemeine Modelltheorie“ und „Modelldenken im Unterricht“ (Stachowiak 1973, 1980). Modelle lassen sich als verhandelbare Realitätserweiterungen verstehen. Sie haben nicht die Treue und Nachvollziehbarkeit wie in der messbaren Welt, aber lassen sich verhandeln und anpassen! Siehe die Analogie zu den menschlichen Sinnen, und wie diese sich ergänzen, vermitteln und überprüfen als Überlebensgarant auf der Ebene des Individuums. Wie im Beispiel der Sinne können sich ja vielleicht in Modellen Realitäten und „Intelligenzen“ wechselseitig und multimodal gegenseitig stützen, ergänzen und überprüfen.
Der Autor ist "von Haus aus" Kartograph- und Modellbauer, und benutzt Raum und Ordnungen ganz konkret um Zusammenhänge, Strukturen Muster und Beziehungen darzustellen, vielleicht sogar in sie "einzutauchen" und gemeinsam "verhandeln" zu können. Er verweigert sich abstrakter, vager Ganzheiten, die er in die Nähe dogmatischer Weltanschauungen rückt (Benking 1999), und fordert konkrete, nachvollziehbare Weltbilder, sogar "Welthäuser" zum konkreten eintreten und aushandeln (Benking 2003, Baldus, et. al. 2003).
Der Begriff Raum steht hier für Potenzial, als Container für Fülle und Leere verstanden. Der Einfachheit halber gehen wir vom allbekannten rechtwinklig ausgedehnt denkbaren Raum aus. Egal ob es sich um einen realen, fiktiven/virtuellen, oder zukünftigen Raum handelt, kann dieser so erkundet, beschrieben, ja sogar gefüllt und geleert werden.
Hier sprechen wir nicht nur vom direkt erfahrbaren und greifbaren Raum unseres Mesokosmos, auch oft Naturraum genannt, sondern schließen auch andere Größenordnungen und Sektoren mit ein: also von Mikro bis Makrokosmos, Zeit-, Kultur- und Sprachräume, inklusive der Begriffe der Disziplinen oder Fächer. Nur wenn wir uns diese konkret und ausgedehnt vorstellen können wir diese miteinander in Bezug setzen.
Objekive
Erkenntnis
Am
Anfang objektiver Erkenntnis
steht
also nicht immer ein Experiment,
sondern
eine Beobachtung und der Entwurf
eines
ganzheitlichen Bildes,
in
dem alles vorhandene Wissen
und
alle Beobachtungen integriert sind.
Karl
Popper
Gemeinsame Erkundungen mit neuen Karten
Das Wort "theos" kann ethymologisch als "thereo"= "ich sehe" oder "ich laufe" verstanden werden. So kann eine physische Bewegung auch eine geistige Bewegung ausdrücken, eine physische Landschaft wird zum Analogon einer geistigen Landschaft, ein hier beschriebenes Kognitives Panorama. Wir wollen diese Bedeutungsübertragung der physischen Welt in die geistige weiter erkunden und überprüfen, ob wir durch diese Hilfskonstruktion gemeinsame Kontexte erschließen können. Dabei geht es eben nicht nur um individuelle Orientierung, sondern darum, wie man gemeinsam alternative Handlungsoptionen entwickelt und deren Auswirkungen, Proportionen und Konsequenzen veranschaulicht und erörtert. (Siehe auch den Beitrag zur Gesprächs und Entscheidungskultur in diesem Seminar und die Arbeiten der Mitgründer des Club of Rome vor 40 Jahren zu partizipativen und normativen Zukünften).[9]
Viele abstrakte Konzepte ergeben für uns oft erst dann einen Sinn, wenn wir sie - wie oben erläutert – in Modelldenkräume übertragen und sie uns dabei quasi „erlaufen“ oder aus verschiedenen Sichten besser „begreifbar“ machen können. Daraus ergibt sich, daß viele Positionen, gerade auch ein Überblick mit Distanz hilft, einfache und einäugige Sichten zu überwinden. Weiter auch das Objekte und Grenzen, blinde auch „weiße“ Flecken verschoben, verändert, entfernt und umgangen werden können.
"Wer
Grenzen denkend setzt, die wirklich nicht vorhanden, und dann hinweg sie denkt,
der hat die Welt verstanden. So wie Geometrie in Ihren Liniennetzen, so fängt
sich auch das Denken in Gesetzen, (auch Grenzen H.B.) Verständlich macht man
uns die Welt durch Länderkarten, doch müssen wir des Geistes Sternenkarten noch
erwarten".
Friedrich
Rückert (1910)
Durch solch ein auch räumliches relativieren und transzendieren lassen sich eigene und fremde Motivationen und Überlegungen erkennen und erörtern und so helfen durch die Verbindung realer und virtueller Wirklichkeiten[10] eine Verbindung zwischen, Welten und Kulturen, Zeichen, Symbolen, Bildern und Mustern herzustellen.
Karten und Modelle sind hilfreich für die Verbindung der Darstellungsarten und Abstraktionen auf verschiedenen Ebenen. Dennis Wood (1992) nennt Karten "Superzeichen".[11] Die besondere Qualität liegt in der Möglichkeit Inhalte in einem Rahmen mit Bedeutungslegende, Bilder, Symbole, und Kodes darzustellen und durch einen Index zu verbinden. Siehe dazu auch die von C.S. Peirce beschriebenen Zeichenarten in der Grafik unten. Auch 3-dimensionale, räumliche Modelle können durch Schnitte als 2-dimensionale Karten dargestellt werden und werden hier deshalb auch als Superzeichen behandelt und es soll auf ihre besondere Funktion für die Kommunikation, Pragmatik und Erkenntnis aufmerksam gemacht werden.[12]
Das Ziel der Übung ist eine vergleichende Positions- und Perspektivbestimmung in einem vereinbarten "Überblicks"-Rahmen um Orientierungen zu ermöglichen, nach gemeinsamen Beobachtungen alternative Aktionen abzuwägen und durch die Klärung von Positionen und Motivationen das wechselseitige Verstehen zu fördern, pragmatisch gemeinsame und allerseits wünschenswerte Ziele ins Auge zu fassen.
Verirrungen in Zeichenwelten
Unstrittig ist das durch die Überflutung mit Informationen ohne Quelle und Kontext. Moderne Medien und Speicherungsmöglichkeiten, Telekommunikation, Computertechnik, Globalisierung und Cyberspace die Menge der Informationen drastisch erhöht wurde, das aber die Dauerhaftigkeit und Kompatibilität große bisher unbeantwortete Probleme aufwirft. Nicht nur andere Schrift- und Aufzeichnugnskulturen, sondern auch „Brüche“ wie die Digitalisierung oder auch politische Krisenzeiten[13], denken wir nur an 9/11, zeigen das Entwicklungen abgebrochen, und plötzlich neue Lösungen auf dem Tisch sind, ohne da wir alte Fragen wieder aufgreifen.
Gerade deshalb aber wird es wichtig diese Informationen vom Rauschen (Inhalte ohne Ross, Reiter, Ort und Zeit) zu trennen und sich auch zur Trennung der Medien und Zeichen etwas zu überlegen. Interessanterweise sind Cusanus (Nikolaus von Kues), C.S.Peirce, und Abby Warburg, wenn man ihre Begriffe konkretisiert und in Bezug setzt, zu sehr verwandten Lösungen gekommen. Die Zeichentheorie von C.S. Peirce geht von 3 Zeichenarten aus: Bilder (icons), Texte (symbols) und dem Index als dritte Zeichenart[14]. Nikolaus von Kues nannte diese Grundarten Modelle: Icon, Symbolon und Analogon, Die Warburg Bibliothek damals in Hamburg hatte 4 Stockwerke, s. a. die Zusammenstellung unten und den Beitrag Kim H. Veltman in diesem Seminar. "Learning and Communication with Old and New Media". Mit ähnlichen Inhalten wird hier ein "Panorama" Entwurf vorgeschlagen um vielfältige Brücken zwischen den Ebenen durch gemeinsame Bezüge und Ver"ort"ungen herzustellen und nachvollziehbar machen zu können.
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MODELLE N. v. Kues(Cusanus) |
ZEICHEN C.S. Peirce |
BIBLIOTHEKS- Ebenen A. Warburg |
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PANORAMA Entwurf Verbindung von Zeichenarten
und Darstellungen im praktischen Kontext |
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Analogon |
Index |
Orientierung |
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Contexts |
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Symbolon |
Symbol |
Zeichen |
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Subjects |
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Icon |
Icon |
Bild |
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Objects
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Σ Kombination
der Zeichen |
Σ Kombination
der Zeichen |
Σ Kombination der Zeichen |
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Superzeichen (slide10-18)
(Dennis Wood, Power of Maps,
s.a. Barthes und Oliver)
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Aktion |
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Systematische, kommunikative Pragmatik & Ethik Hans Jonas; Herbert Stachowiak |
Zeichen - Karten – Modelle – Superzeichen
und eine Aktions- und Verantwortungsebene
Karten sind ein erster Schritt zum Verstehen von Modellen. Sie bilden die Natur oder ein Objekt nach bestimmten Regeln ab. Nur selten wird die Karte mit der Realität/dem Terrain verwechselt. Wichtig ist ihr spezifischer praktischer Nutzten und das einfache Erkennen und Zurechtfinden ohne zu große Fehler in der Verlässlichkeit und Abbildungstreue. Diese Treue, der "Fit", werden oft nicht hinterfragt. Was fatale Folgen haben kann, wie bei unseren Weltkarten als Mercator Karten die nicht flächentreu sind[15] und so ein sehr verzerrtes einseitiges Bild unserer Welt in die Welt und in die Schulen bringen. Jedes Hilfsmittel, je praktischer und wirkungsmächtiger, desto mehr kann es auch missbraucht werden. Wir plädieren deshalb für den Einsatz verschiedener Sinne und verschiedener Mittel um unabhängig zu prüfen und so die Verlässlichkeit der Annahmen zu erhöhen.
Eine Karte ist wie oben beschrieben nach Dennis Wood (1992) ein "Superzeichen", sie ist wie ein Modell ein "Zwischen", auch mit der besonderen Funktion andere Zeichen und Muster verbinden zu können.
Bei Modellen können wir zwischen abstrakten, mathematischen und anschaulichen, ausgedehnten Formen unterscheiden. In diesem Artikel geht es nur um konkrete, konstruierbaren und somit anschaulichen Modellen. Die Allgemeine Modelltheorie (H. Stachowiak 1972-1995) wird in diesem Zusammenhang empfohlen und in Ergänzung der verbreiteten Allgemeinen Systemtheorie (Ludwig v. Bertalanffy 1968) als notwendiges konkretes Hilfsmittel zur Beschreibung und Darstellung komplexer dynamischer Prozesse verstanden. Entscheident ist dabei die Anschaulichkeit, Nachvollziehbarkeit und „Begreifbarkeit/Verhandelbarkeit“ der bei der Allgemeinen Modelltheorie mit der Beschreibung der "Abbildungstreue" oder "Fidelity" große Aufmerksamkeit gegeben wird. Systeme werden leider zu oft bedeutungsleer und nur abstrakt verstanden so das zu hoffen ist das der Schritt von Modellen zur Systematischen Neo-pragmatik eines Herbert Stachowiak und die Entwicklung des Holismus in Zukunft von der Wissenschaft kritisch nachvollzogen werden.[16]
Behandelt man die Themen Globalisierung, Komplexität, Weltbild und Orientierung in Workshops mit Kindern und Jugendlichen entwickeln sich oft vor verblüffende Ergebnisse.
Durch erste, oftmals entwaffnende Einwände sind Kinder in der Lage, nicht nur die scheinbar sicheren Fundamente der Erwachsenen zu erschüttern, das Thema zu kippen, sich rasch wieder dem „realen Leben“ zuzuwenden und sarkastisch zu bemerken, wie die Erwachsen ihnen immer gebetsmühlenartig vorbeten „es doch nicht so zu tun, wie sie es den Kindern vorleben, sondern doch bitteschön so, wie sie es ihnen sagen“. Kinder können weit häufiger, als man gemeinhin annimmt, nicht nur abstrakte Zusammenhänge und Dimensionen sehen sowie Zeithorizonte oder Ähnlichkeiten im Mikro- oder Makrokosmos intuitiv betrachten und darüber reden, sondern sie können sich auch durch ihre Fragen untereinander selbst Anstöße für Lösungen bzw. Alternativen geben.
Der Philosoph, Biologe und Soziologe Hellmuth Plessner (1928) hat dieses Einnehmen einer ex-zentrischen Positionalität als besondere Fähigkeit des Menschen erkannt und beschrieben. Die UNESCO spricht vom Menschen als "model-making animal", einem Wesen das Alleinstellungsmerkmal andere Betrachtungen und Kontexte einbeziehen kann und sollte, zu Voraussagen fähig ist, siehe:
Man is a model-making animal. His outstanding
predictive power gives him selective advantages over his physically stronger
rivals...
Richardson, Marx and Tóth, UNESCO 1984
Es ist vielleicht deshalb an der Zeit in unserem Denken, Darstellen und Kommunizieren unsere 3-dimensionalen Vorstellungs-, Anschauungs- und Modellierungs- Fähigkeiten breit zu fordern und zu fördern- so unsere Erkenntnisse und Erfahrungen auch zu kommunizieren. Dies sollte zu einer inter-subjektiven, zeichen-verbindenen Erkenntnis als Bestandteil einer Kommunikativen Gesellschaft (Benking 1999) führen (siehe hierzu Ausführungen zur Zeichen- und Modellintegration zum Schluss des Beitrags. Wohlgemerkt spreche ich hier nicht von einer objektiver Erkenntnis, siehe unten Karl Popper) sondern einer Erkenntnis die sich ihres Objektes versichert und dies zu kommunizieren weiss.
Am Anfang objektiver Erkenntnis steht also nicht immer ein Experiment, sondern eine Beobachtung und der Entwurf eines ganzheitlichen Bildes, in dem alles vorhandenen Wissen und alle Beobachtungen integriert sind.
Karl Popper (siehe dazu auch I. Kant)
Das "globale Dorf" als Metapher und Welt-Modell ist interessant, reicht aber nicht aus, zumal es nicht „plastisch/tief“ verstanden wird. Traditionelle Kulturen bieten Orientierungshilfen und Modelle für ihren Kosmos – auch wir in der modernen Welt der Horizont- und Kulturüberschreitungen können sie wieder finden.
Auf der Suche nach einem ganzheitlichen Verständnis als Fundament für eine Weltzivilisation in Abstimmung mit den Grundgesetzen der Biosphäre haben Jugendliche, Pfadfinder, im Rahmen eines mehrjährigen Schulprojektes die Vision eines „Welthauses“ entworfen. Als geistiges Baugut studierten diese visionären "Architekten" dutzende Weltsichten, Denkgebäude und Philosophien, setzten sie zueinander in Beziehung, wogen sie gegeneinander ab und formten aus jugendlicher Sicht ein neues Denkgebäude und Orientierungsmuster für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts (Baldus 2003).
Gezeigt werden soll, dass (be-)greifbare Wortbilder, Denkfiguren und Karten helfen können, zu sehen, worum es geht: Einer Vereinbarung von „Gebäudeentwürfen“ und Bauplänen (Masterplänen) die durch ihren Maßstab du ihre Bedeutungslegenden erkundbar und nachvollziehbar sind. Das Modell eines „Welthauses“ oder „Cognitiven Panorama“ (Benking 1990-2010, das wir auch „Haus der Augen“ (Benking, Rose 1998) nannten, könnte uns gemeinsame Erfahrungen von Realitäten und Vorgängen näherbringen, die außerhalb des Meso-Kosmos unserer direkten Wahrnehmung, jenseits des überlicherweise materiell Greifbaren und Anschaulichen liegen.
Ordnungen und Ver-Ortungen
Ordnung werden in unsere modernen Gesellschaft tabuisiert oder ignoriert, man versucht um sie „herumzukommen“, schätzt aber die Vorteile der Ordnung wie etwas an bekanntem Platz wiederzufinden, sich zurechtzufinden, oder der Struktur, Vorhersagbarkeit und Gleichbehandlung.

Denklehrzimmer der
Aufklärungspädagogik
Die Lernwerkstätten der Aufklärung waren solche vereinbarten Ordnungen oder Ver-Ortungen, zwar als feste „Schubladen“ gebaut, aber so hatte eben jedes Objekt seinen Platz. Doch Sammlungen von Begriffen sind etwas anderes als Objekte. Begriffe können mehrere Bedeutungen haben. Doch unsere Universitäten und Akademien, auch Enzyklopädien sind noch immer nach alten, hierarchischen Ordnungen (oft einfach nur willkürlich alphabetisch) organisiert, doch zeigt sich immer mehr das lebendiges und innovatives quer zu den Strukturen und an der Randbereichen erst interessant werden.
Eine gemeinsame Hauswirtschaft
Wenn wir uns die Herkunft der Begriffe Ökonomie, Ökologie und Ekistik (Planungswissenschaften/Wissenschaft über das „Siedeln“) klarmachen, stoßen wir auf eine sehr interessante gemeinsame Metapher: das Haus und/oder den Haushalt, ebenso wie auf die Siedlung. Mein Ansatz und Vorschlag ist, dass wir uns bei unseren Denkmodellen und Metaphern nicht mehr nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, den Körper, beziehen, sondern zusätzlich den Lebensraum, das Haus, das Dorf, die Stadt … das All einbeziehen (Benking, Judge 1994). [17]
Wir alle kennen einen leeren, strukturierbaren, also „möblierbaren“ Raum, und wir wissen auch, wie es sich anfühlt, wenn der Raum gestaltet wird und anfängt, Lebensraum zu werden. Nehmen wir nun als Basis unserer Überlegungen einen solchen gefüllten bzw. leeren Raum eines Hauses oder einen Naturraums. Analog dazu können wir später Wissens- bzw. Nichtwissens-Räume betrachten, jeden Rahmen setzen nur um gemeinsame Rahmen zu definieren oder zu erkennen, oder nur sagen zu können was nicht in einen Rahmen passt.
Ein Haus ohne Wände (besser als Gerüst vorstellbar) hat als Vorstellung und Metapher folgende Eigenschaften/Vorteile: Was ist denn nun der Vorteil solcher Vorstellungs-„Häuser“? Erstens sind sie rechtwinklig konstruiert, d.h. die Dimensionen sind unabhängig voneinander, sie lassen sich nicht durch andere Dimensionen abbilden. Zweitens: Bereiche, gehalten von einem „Gitternetz“, lassen sich wiederfinden und überlagern, lassen sich absuchen, ohne zu wissen, was dort steht, welcher Begriff, in welcher Sprache und in welcher Schreibweise.[18]
Der Zauberwürfel der Ökologie ist ein Modell, Ordnungs- und Anschauungsraum zu den Grunddimensionen des Wandels des "Systems Erde", entwickelt und produziert als Exponat für die Ausstellung „Welt im Wandel – Herausforderungen an Wissenschaft und Politik“, im Bundeskanzleramt in Bonn (Benking 1990) aktualisiert Benking (2010).
Als „ECO-CUBE“ wurde der „Zauber“Würfel als Modell analog der allbekannten Metaphor „Haus“ [19] entwickelt.
Der Zauberwürfels hat also drei rechtwinklige Raumachsen/-dimensionen:
Dies sind die drei Arbeitsdimensionen der Ökologie als Multidisziplin die nur transdisziplinär im Sinne von Mittelstraß 2005 und Ropohl 2005 betrieben werden kann, also immer längs und quer zu den etablierten Fächern, Fakultäten, Sektionen und Disziplinen zu arbeiten hat.
100
Der gebaute oder gedachte Würfel wird als kognitiver Raum (Cognitive Spaces, François 2004) für gemeinsamer Phantasie oder als Ort für Bereiche des Wissens und Nicht-Wissens in Form von „Überblickswissen“ dargestellt. Es handelt sich dabei wohlgemerkt nicht um Detail- oder Expertenwissen, sondern eben Wissen zur Groborientierung, um Rahmen, Zusammenhänge und Nachbarschaften. Im KnowMap Magazin und zum Vereinte Natione Jahr der Berge wurde die Entwicklung und Details des Entwurfes beschrieben (Benking 2001b, 2002c, 2010)
Wichtig erscheint der Unterschied von Blackbox und Whitebox (Bild 2) in den Systemwissenschaften anzumerken (siehe: Encyclopedia (Charles François 2004): die Bilder ganz oben zeigen eine Blackbox (opaque oder undurchsichtig), die wir als Ganzes verstehen und nicht alle Teile kennen. Bei der Whitebox hingegen haben wir es mit einer transparenten Modellraum oder "Box" zu tun. Einem Raum bei dem wir einzelne Inhalte exemplarisch herausheben, auch wenn wir den Raum als Modellraum bauen oder virtuell erzeugen, in ihn eindringen[20], ihn gemeinsam erkunden und beschreiben können. Im zweiten Bild wird beispielhaft gezeigt wie sich unser Baum als Bild in der Jetztzeit im Mesokosmos befinden und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Beim Schmetterling im ersten Bild - wir sind in seine kleine Welt "hineingezoomt" – kann so der gesamten Lebens- und Transformationszyklus in der Zeitachse den gesamten Denkraum in der Lupenfunktion (3. Bild oben) einnehmen. Das Lupenbild hatte 1990 den Untertitel: Objektive und präzise Gesamtsicht der Naturraumentwicklung und der Berge.[21]
Eine wiederholte, beeindruckende Erfahrung in Workshops ist, wie die Jugendlichen auf Anhieb als imaginärer Betrachter zwischen verschiedensten "mehr oder eben weniger stimmigen" Blickwinkeln auf dieselbe Welt in der wir leben wechseln konnten um sich einer ganzheitlichen Ansicht anzunähern. In dem unten vorgestellten "Vorstellungsraum" oder der Blackbox wurden individuelle Tunnelsichten mit Scheuklappen als "Wurmaugen", "ego-Sichten als Fischaugen wie ein Makro-objektiv beim Fotoapparat, Überblickssichten als "Vogelaugen", ober auch unterschiedliche "kulturelle Augen" unterschieden, jenseits von richtig oder falsch, eben im jeweiligen Kontext. Dies führt zu anderen Modellen, denn wir konstruieren so nicht mehr nur die persönliche Sicht als "Ich" Modelle oder persönliche Konstrukte, wie im Konstruktivismus, sondern eben parallel auch andere Sichten des Du, Wir, Sie, Andere,... Wir erhalten damit Modelle, die wir in einen größeren Rahmen oder Zusammenhang einordnen und dank dem nachvollziehbaren Perspektivwechsel leichter und besser verstehen, kommunizieren und akzeptieren können.
NOCH EINMAL ZUR UNSTERSTREICHUNG:
Der Würfel ist ein nicht-materieller Denkraum, hat also nur ein virtuelles Gerüst um Inhalten einen Platz, eine Lage geben zu können. Es handelt sich dabei um keine festen Kategoriegrenzen, wie Regale oder Schachteln begrenzt und fest sind, sondern eher, wie bei geographischer Breite und Länge, um Orientierungshilfen bei denen niemand daran denken würde das es bei GREENWICH "NULL" nicht weitergeht oder das man gegen eine Datumsgrenze wie eine Mauer laufen kann. Es ist bekannt dass das "Denklehrzimmer" der Aufklärungspädagogik "Wissensschachteln" eine Ordnung gab, wie sich auch bei Bau von Bibliotheken fortsetzte und ihre natürlichen physischen Grenzen fand. Nun nach der "Aufklärung" sollte es möglich sein den nächsten Schritt zu tun, die Grenzen zu transzendieren, und Schnittmengen und Bereiche zwischen den engen physischen Grenzen auszuzeichenen und mit anderen Bereichen oder Feldern in Beziehung zu setzen. Vielleicht kann man den Würfelraum als Zeiger- oder Orientierungsraum (Index- oder Kontext Raum) anwenden, der hilft andere Inhalte über den Zusammenhang zu verknüpfen. Wir können erkennen wie so verschiedenen Objekt-, Medien- und Zeichenarten durch den mehrdimensionalen Index des „Kognitiven Panorama“ in Kontext gesetzt werden können.
Das Kognitive Panorama
Der kognitive Raum des Würfels kann auch als Teil eines Kognitives Panorama (siehe Rahmen für die Begriffe am Anfang des Artikels) oder als Atriumhaus gedacht werden, wobei die Nachbarräume den Naturraum und einen Begriffsraum für verschiedene Sprachen darstellen.

Ziel ist die Verbindung von Wissensmustern und Wissensfeldern, die Überlagerung von Wissensbereichen und so die intelligente Suche nach Gemeinsamkeiten in klaren Kontexten, zum Beispiel im Gegensatz zur Lieferung von Unmengen ungewünschter Information mit fraglicher Verlässlichkeit und Verfolgbarkeit. Zur Wissensfeldüberlagerung siehe Einträge in der Enzyklopädie for Systems and Cybernetics, Musterordnungen; Ordnungsmuster und Wissensmuster Indexierung mit Schülern die Bereiche nicht mehr nach „Keywords“ sondern in einer Systematischen Überblicksordnung. Es geht hier um eine partizipative Darstellungsart, um nachvollziehbares Musterwissen in Wissenfeldern/-bereichen (2D und 3D) und deren Überlagerung und damit Mengenoperationen auch in unseren Vorstellungen, natürlich zusätzlich zu den gängigen alten und neuen Dokumentations- und Rechercheverfahren.

Grafiken gefertigt mit Otto
Schärli in
Der Mensch wird in der Grafik im Gegensatz zur Maschine als
Auftraggeber wieder in den Mittelpunkt als individuell erkennendes und
entscheidendes Wesen gestellt. Er prüft die Ebenen und Kontexte, und spürt
ähnliche Muster auf. Dies im Gegensatz zu dem was wir uns heute mit
Suchmaschinen und Agenten eingehandelt haben. Verlockende Inhalte zwar, aber
ohne Wiederholbarkeit, Verläßlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Hier sollen die
virtuellen Gerüstkonstruktionen "Halt" und Vergleichbarkeit finden
helfen.

Bild, Bildung und Bewußt-Sein der (exzentrischen) Positionalität (Plessner 1928)

Dazu auch diese Textsammlungen im Bereich Kultur: http://benking.de/INST/TUAC/ und Systeme: http://benking.de/systems/codata/ Vorgeschlagen wird das wir den INDEX als "Zeiger" nicht nur auf reale (geografische) Räume beziehen, sondern auch auf den mittleren Raum (Context Raum oder Eco-Cube) und den Raum für die Themen mit den Sprachebenen (s.a. Switching Systems). Das Cognitive Panorama wird so zum Index Zeichen nach C.S. Peirce, oder Superzeichen nach Dennis Wood, der Karten als Superzeichen bezeichnet Der schon angedeutete systematische Holismus (Smuts 1926) auch (Benking, Stalinski 1999) und die systematische Neo-Pragmatik (H. Stachowiak 1972-95) können in Bezug gesetzt werden mit einer neuen Ethik (mit Raum und Zeithorizont) - nach Hans Jonas, siehe Zitat unten - mit Bewusstsein auf integraler Ebene durch Orientierung des Zusammenhangs, der Proportionen und Konsequenzen.
Die Verantwortung geht in das Zentrum der Ethik
Und zwar mit Raum- und Zeithorizont.
Ein zentrales Ziel wird in der Orientierungsleistung und Koexistenz gemeinsamer Rahmenordnungen, dem Zurechtfinden und der Möglichkeit parallele Ansätze in Forschung und Praxis gesehen, und wie diese statt im Wettbewerb zu stehen sich gegenseitig ergänzen können. Mit der Vergabe des Nobelpreises für Ökonomie an Elinor Ostrom im Jahre 2009 wurde im nach Meinung des Autors ein Rahmen für die Behandlung von Gütern und Gemeingütern aufgemacht und gezeigt das Individuen und Gemeinschaften durchaus über Skalen hinweg (nested) und multiperspektivisch und –zentrisch mit Akteuren auf viele Ebenen mit verschiedenen Zeiten einbeziehend einbeziehen und sinnvoll agieren.[23] Solche individuellen und kollektiven Leistungen deutlicher und nachvollziehbarer zu machen ist Ziel des hier vorgestellten Entwurfes. Empfohlen sei die Internationale Enzyklopädie für Systeme und Kybernetik (Charles. François 2004) in der die beschrieben Begriffe in ihren jeweiligen Anwendungsbereichen und allgemein definiert werden (ontologisch, epistemologisch) [24] und die Bücher von Frederick Vester und Dietrich Dörner denn ihnen gelingt es spielerisch und ernsthaftig sich mit hochkomplexen, dynamischen Problemen praktisch auseinanderzusetzen und dabei das natürlichste einfachste nicht zu vergessen: Die Annäherung und Auseinadersetzung aus verschiedenen Positionen und Perspektiven, mit unterschiedlichem Auflösungsgrad und Fokus. Genau darum ging es in diesem Artikel: andere Arbeitsweisen und Methoden, Denken, Sichten und Anschaulichkeiten einzubeziehen.
Abschließend soll es mir um unsere Miteinanderkultur und Wissenschaftskultur gehen, die Einbeziehung von Fremden und Neuem. Siehe dazu auch unter Empathy und Compassion der Hinweis zum Sektierertum der Wissenschaften, Fremdeln, Blinde Flecken und Ausgrenzungen anstatt Transdisziplinarität zu leben **** Anders als in der Wissenschaftr vor den Computermedien **** Gespräche ***** Alpacher Gespräche etv
Siehe hier. Siehe GUTIERREZ am Ende!?
Wohin Kurt Hanks: *************mindset maps“ *******
Gutierrez, A.
G. (2002) Knowledge Organization from a "Culture" of the
Border": Towards a Transcultural Ethics of Mediation, IN: Challenges in Knowledge Representation and
Organizatgion for the 21st Century, Integration of Knowledge across Boundaries,
ISKO Granada 2002, siehe auch (Benking 2002)
Freuet
euch des wahren Scheines Euch des ernsten Spieles; Kein Lebendiges ist ein
Eins, Immer ist's ein Vieles.
J.W.
Goethe
Analyse
und Synthese
Ein
Jahrhundert, das sich bloß
auf
die Analyse verlegt
und
sich vor der Synthese gleichsam fürchtet, ist nicht auf dem rechten Wege;
denn
nur beide zusammen, wie ein- und ausatmen
machen
das Leben der Wissenschaft.
J.W.
Goethe
Danksagung
Hier soll nur ein Dutzend Namen als Repräsentanten für meine Quellen und Inspirationen oder Bestätigungen genannt werden. Persönlichkeiten die ich persönlich kennenlernen durfte sind/waren: Alfred Schinz, Herbert Stachowiak, Ingetraut Dahlberg, Kim H. Velman, Anthony, Judge, Otto Schärli, Ralph G.H. Siu, Penttii Malaska, Elinor Ostrom durch Lynton Caldwell), und leider nur per E-mail oder Telefon Hasan Özbekhan, Hans Jonas und Jay Stephen Kline, der hier besonders herausgehoben werden soll.
Weiterhin aber leider nur durch die Werke bekannt: Hellmuth Plessner und Ernst Cassierer und, der nach Immanuel Kant die Tore weit für Fragen nach Sinn und Verhaftung (symbolischen Formen und Prägnanz), Anschauung, Bewusstsein, …aufgestoßen hat. Ich empfehle meine „Sammlung“ von weiteren Einflüssen nicht nur auf den obigen Text.
AMR
2008
CYBER
VR PROPOSAL !!
http://benking.de/systems/codata/ISGI_general-benking.htm ADD BOOK!
Proceedings,
International CODATA Symposium
on
Generalization of Information
ISBN
3-00-016253-4
RISK
MODELS !!
CYBERNETICS
QUO VADIS !!
Not my field !!
Jedes Ding hat seinen Platz …?
Ordnung…
Durch Lehren Lernen ***
KOMPETENZEN
ANU *********
Knowledge in Time and
Space
The ultimate aim of
science is to obtain knowledge,
description, and
explanation of the whole,
in all the complex
interrelations, in all the differences
from time to time and place to place.
Hartshorne
Benking,
H.: Ideenwettbewerb zur Virtuellen und
Erweiterten Realität http://www.iid.de/vr Zetetic Spaces - Individuell Wissen oder
Gemeinsam Zurechtfinden?
Heiner
Benking, Berlin, http://benking.de/zetetic.html
und
VIRTUEL REALITY und Higher EnglISH !?? ***********
KONRAD
LORENZ EMERGENZ !!
Gutierrez lineal Classification
and conceptual Claensing linking and
fencing concepts *** meta-cognitve demartcations, intrasystemi coherence,..
Digital exomemory epistemography
1998, 2002 *** Garcia Gutierrez ***
ILLICH:
Illich, Ivan (): THE SCOPIC PAST AND THE ETHICS OF THE GAZE. A plea for
the historical study of ocular
perception. To be pusblished in: Ivan Illich, Mirror II (working title).
Illich, Ivan; u.a. (1990D): Declaration on Soil. A joint statement,
drafted in
[1]
Guarding the Eye in the Age of Show Illich, Ivan (1995-7)
[2] Overclaims and Oversimplifications**** Benking ****)
[3] Wolf (1993) vom Dictionary Research Center in Sydney arbeitet auf der Ebene von Parlamentsinformationssystemen ist wie bei den Meta-Datenbank und Internationalen Harmonisierungsprojekten des Autors (1990-1994) nahe an der Notwendigkeit inkompatible Bedeutungen und Bedeutungs-Schattierungen“ auch in anderen Sprachen und Fachsprachen zu erkunden und nebeneinanderzustrellen.
[4] Ohne Zusammenhang kein Zusammenhalt (Benking 1999)
[5] Siebe die Beiträge Veltman und Siepmann, den Bezug zur Kunst durch ***
Und den Beitrag zu Erweiterung meschlicher Fähigkeiten und Medien mit Silvia Auterlic: Augmenting books, spaces, and scapes of the mind. Designerly tools for learning to share in an age of modern media and cyberculture” (entstanden mit Sylvia Austerlic im Zusammenhang von Gestaltungskonzepten für ein “Mindbook”) aber leider nicht mehr verfügbar im Jahre 2010. Es wird darauf hingewiesen das die National Academy Press und das National Research Council in Washington im Jahr 2001 die genannten Beiträge des Autors und Silvia Austerlic als GRAND CHALLENGES zur Bearbeitung empfohlen hat: http://www.nap.edu/openbook.php?record_id=9975&page=91, Arbeiten von Silvia Austerlic wie MIND-BOOK and WORLD-MAKING SKILS finden sich hier:
[6] Der Autor erinnert immer an die Geschichte von Manu, dem Sohn Harun al Rashids und wie gesellschaftliche Vision geschaffen wurden die Generationen überdauerten – siehe: Auf dem Weg zu einer individuellen und kollektiven Ethik, einer Ethik für erweiterte Kontexte mit Hand, Herz und Kopf
NEUE WERTE FÜR DAS 21. JAHRHUNDERT, Transdisziplinäres Kolloquium, Ethik-Gipfel, Bad Kühlungsborn 1999 (Benking 1999) http://benking.de/ethikgipfel.html ) als ein Beispiel für Furtures Creation als Konzept wie von Hasan Ozbekahn entwickelt als Basiskonzept hinter den ersten Schritten des Club of Romes stand: Siehe Interview mit Alexander Christakis **** Europe’sWorld ********
[7]
Siehe dazu “Concreteness in Integral Worlds. Worldly Expressions
of the Integral”. Jean Gebser Society
Conference, Benking, H., Stalinski, S.
(2001a)
[8] Ein an die Sinnlichkeit gebundenes A priori als konstitutives Prinzip lehnt der Autor in Anlehnung an Cassirer ab. Raum und Zeit sind daher nicht mehr a priori, sondern erste Anschauungen und es gibt viele weitere…. Der Autor dankt Cassirer nicht nur für die Loslösung von I. Kant als notwendigen Schritt sondern die dadurch mögliche Erörterung von Anschauung, Sinn und Form in einem neuen Gewand, sondern auch für die Quelle zu den Rückertschen Versen. (Rückert 1910). Hier kann leider nicht auf die Cassirer’schen Prägnanzbildungsformen wie: Rekognition (Wiedererkennung), Präsentation (Präsenz des Physikalisch-sinnlichen, Retention (Das Erlebnis bleibt für eine gewisse Dauer im Bewusstsein, Repräsentation (Die Relation, welche Darstellendes und Dargestelltes verbindet: Sie ist für Cassirer eine grundlegende Leistung des Bewusstseins und vollzieht sich als eine ständige Bewegung zwischen beiden, und auf die Funktionen symbolischer Formen eingegangen werden: Ausdruck, Darstellung und Bedeutung. Aber es sei angeregt die Arbeiten von Kim Veltman (******) in diesem Seminar und Herbert Stachowiak’s Allgemeine Modelltheorie und Pragmatik ( ******) als eine zentrale Grundlage für diesen Text weiter zu erkunden.
[9]
Council of
[10] Der Autor hat zum Thema Virtualität und
Öffentlichkeit seit 20 Jahren an der Kommunikation der Herausforderungen,
Möglichkeiten und Gefahren auch für eine moderne humane
Informationsgesellschaft gearbeitet. Siehe: (Benking 1993a), (Benking 1998)
[11]
Council of
[12] siehe dazu Herbert Stachowiak, Modelltheorie und Pragmatik 1965, 1972, 1985.
[13] Gemeint sind kulturelle und politische Umwälzungen die plötzlich die Tagesordnung verschieben, Entwicklungen plötzlich abreißen lassen. Diese „Challenges“ sind wie ein neues „würfeln“. Als Beispiel aus der Erlebenswelt des Autors sei genannt, dass Deutschlands „Vorreiterrolle“ im Umweltschutz 1990 nach dem „Mauerfall“ angesichts anderer Prioritäten deutscher Politik aufgegeben wurde, siehe Dokumentation 20 Jahre „WELT IM WANDEL“, oder gravierender noch, dass nach dem 11. September 2001 plötzlich wichtige Veranstaltungen und Entwicklungen ausfielen oder nicht angemessen dokumentiert wurden. Hier ein Beispiel zu unserem Thema: Umweltpolitk, Medienpolitik und Wissensorganisation.
[14] Bekannterweise
ist der „Index“ ein sehr umstrittenes Zeichen in der Semiotik, aber warum
sollte nicht auch betrachtet werden, daß Peirce auch Erdmesser war, sich also
einen „Index“ als Zeiger und verbindendes Element wie im Rahmen einer Karte
vorstellen konnte (was wir hier auch Superzeichen nennen).
[15] Siehe hierzu die Peters Projektion (Arno Peters 2002) und seinen Synchronoptischen Weltatlas. (Peters 1970, 2000).
[16] Jean Gebser (1949) fordert die Konkretisierung des Integralen (s.a. Benking, Stalinki (2001)) das sich nur auf dem Fundament vorhergehender und diese einbeziehender Stufen entwickeln kann. Voraussetzungen sind ein systematischer Holismus im Sinne von Jean C. Smuts ( Benking, v. Meurs 1998) und eine systematischer (neo) Pragmatismus wie von H. Stachowiak (1972-95) entwickelt.
[17] Siehe dazu auch: Pointers to possibilities: Ekistics, Dymaxion World and Eco-Cube (Judge 2010) und die Artikel im Bereich Environmental Ethics und Interreligöser Dialog. (Benking 2009, Benking 2010).
[18] Dies zielt auf die Eigenschaften/Nachteile moderner Volltext-Suchmaschinen und die Notwendigkeit, unsere Kategoriensammlungen nachvollziehbar und abgestimmt zu gestalten. Wie überraschend und überzeugend die Ergebnisse zum Beispiel von Suchmaschinen wie GOOGLE sind, so werden doch durch das undurchschaubare Ranking, die willkürlichen Meta-tags und Keyords aus einer Kultur und der rein quantitative Ansatz anzunehmen das die Mehrheit schon das beste und richtige „ausfiltert“ – also Spreu vom Weizen trennt. Solch einer „Weisheit der Vielen“(Wisdom of the Crowds), wie es hinter GOOGLES Philosophie steckt, ist eine qualitatives, diskursives Anbeizustellen, denn ein mit den „Füßen abstimmen“ bedarf zusätzlich auch der bewussten, informierten Entscheidung von „Stakeholdern“, also von Betroffenen die nicht überwältigt sind und sich dem Zeitgeist unterwerfen – Vor allem aber auch keine Sprach- und Kulturkreise ausgrenzen. Mehr dazu bei Christakis (1970, 2006, 2009) und dem Interview mit dem Autor (2010).
[19] Siehe dazu auch den Artikel: WELTBILDER- WELTHÄUSER, Posmaterialismus Band 4 (Benking 2004) und das Wordfeld Oikos, Ecumene, Ecudomy (Benking 2008, 2010).
[20] Zur Virtualität und Immersion, üblich im Modellbau mit Kameras, und deren mögliche Sinnstiftung siehe: (Benking 1993, 1996, 2002).
[21] Siehe dazu auch Benking 1990, 2010 und im KnowMap Magazin Spatial versus Spacial (Benking 2001) und bei INST - TRANS zum Jahr der Berge erschienen: Raum und Virtualität: Potential oder Leere? - Die Bergwelt als Beispiel und Ursprung für den Zugang und die Auseinandersetzung mit "neuen" Welten, INST-TUAC (Benking 2002).
[22] Der Begriff
„Plastikwörter“ (Pörksen 1988) beschreibt inhaltsleeren Leerwörtern die immer
mehr in die tägliche Sprache eindringen, speziell auch in den politischen Raum
(Pörksen 2002). Dies sind Worte mit beliebiger, vager Bedeutung, wie System und
Ordnung sind für ihn Ursache für die Verwahrlosung unserer Sprache. Im Gespräch
und in Übereinstimmung mit Pörksen haben wir auch die Verwendung von Begriffen wie
Raum, Karte oder Leitplanke als inflationär gebrauchte Plastikwörter bezeichnet
(Anmerkung Benking 2003), Begriffe werden also als Plastikwörter beliebig und
immer mehr analogisch, metaphorisch als Plastikwörter ohne klar Umrisse,
Referent, Bedeutung, Kontextualisierung und Rahmung gebraucht.
[23] Es wurde eine Neue Wissenschaft (Club of Rome), eine andere Sprache und andere Miteilungsformen angesichts der Globalen Krise gefordert. Dies und die Kernkonzepte des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften 2009 an Elinor Ostrom lassen sich hier weiter verfolgen: http://quergeist.net/Peace-Laueats-Climate-Berlin-Oslo-selection.pdf
[24] Die International Encyclopedia of Systems and Cybernetics wird zur Vertiefung empfohlen: http://benking.de/systems/encyclopedia/newterms/