CHANCEN 2000 eine Dokumentation in der Sonderschau zur CeBIT 1995 von TuWas e.V.

Mess MESSE-ZEITUNG-CeBIT

Orientierungslosigkeit schafft Unsicherheit - Eine Umweltbildungsoffensive - Spaß an Zukunft

CHANCEN 2000 Messezeitung – MESSE AKTUELL (rechts) – weitere Beiträge mit Renate Schmidt etc. folgen ... (jetzt Ministerin in Berlin)


Zusammenhänge (be)geifbar machen

Die Dimensionen der Ökologie begreifbar machen, das will Heiner Benking mit seinem drei-dimensionalen Zauberwürfel  (Halle 15, Chancen 2000). Der Zukunftsforscher entwarf das räumliche Quadrat, um die komplexen Beziehungen in der Natur orten und darstellen zu können.  

Dies tat er indem er versuchte unbeschreibliche Dinge zu visualisieren, bildlich darzustellen. Vorgänge, die nicht abbildbar sind, werden im wahrsten Sinne des Wortes greifbar. So, wie man Probleme visualisieren kann, indem man sie niederschreibt, versucht Benking, die Natur durch Bilder anschaulich zu machen. Wer sich gefordert fühlt,  kann und soll sich an Ort und Stelle mit dem Querdenker Benking über das Thema „Sinnwelten bildlich machen“ auseinandersetzten.



 

CHANCEN 2000 F o r u m Extrablatt (links)

Netze und Geflechte in Natur und Gesellschaft

Anschaulich denken, besser verstehen und konsequent handeln

Orientierungslosigkeit schafft Unsicherheit:

Wie lernen wir "Systemdenken"? Von "vernetztem Systemen" redet heute jeder, aber begreifen wir wirklich wovon wir reden? und können wir uns verständlich machen? Sind Netze zum Beispiel nicht nur ein mögliches Abbild aus der vielfältigen und ineinander verwobenen Natur? Sollten wir nicht gezielt nach Ordnungsmustern, Musterwissen, Symmetrien und harmonischen Verhältnissen in der Natur Ausschau hatten? In einem Ordnungsrahmen versuchen die Informationen grob vorzusortieren und zu filtern?


Sehen und verstehen wir Ebenen, Horizonte und Perspektiven gut genug? und können wir uns über Beziehungen, Ebenen und Zeithorizonte
einfach unterhalten? Können wir uns vor der Inflation der Daten und Mitteilungen retten, und berücksichtige wir Qualität und Ursprung aller "messages" die auf uns einströmen? Kann der Mensch überhaupt "zusammendenken“ und "querdenken'* lernen? Und wo sind die Grenzen?

Eine Umweltbildungsoffensive:

TUWAS, eine Volkshochschulinitiatiive, hat keine fertigen Lösungen, will aber neue Wege in der Umweltbildung gehen, die:

  • uns mit der Komplexität der Welt konfrontieren

  • uns fördern, Strukturen selbst entdecken und einzuordnen

  • die Grenzen zwischen lernen, messen und handeln überschreiten

  • uns erlauben, Zusammenhänge, Proportionen und Konsequenzen zu erlernen und dies zu nutzen Raubbau und Eigeninteressen früher zu erkennen.

Am Beispiel des Wissenspanoramas, mit dem Zauberwürfels oder Blackbox Natur mit ihrer tief gestaffelten Ordnung als Kernstück, aber vor allem an konkreten Projekten, wie der Flechtenvermessung, wollen wir unsere Arbeit vorstellen und versuchen auf einige der obigen Fragen einzugehen.

Im ZykLUS "Wissen - Messen - Begreifen - Handeln" geht es darum Zukunftskompetenz und vor allem Spaß an Zukunft zu entwickeln. Eine Förderlus ung des Vorstellungsvermögens und ein mit der Praxis wachsendes Realitätsbewußtsein gepaart mit Verantwortungsbereitschaft sind nötig den Herausforderungen einer immer abstrakteren und anonymen Mitwelt, und Umwelt zu begegnen. Wir wollen versuchen einen sinnvollen und kritischen Einsatz moderner Technologien zu beschreiben und zeigen wie eine "bunt auf weiß" Kommunikation uns helfen kann kreativer zu sein und Anschauungsbilder zu behalten, neue zu entwickeln und diese sinnvoll zu nutzen!

Ein räumliches Referenzsystem liefert eindeutige Lagekoordinaten für reale und abstrakte Objekte, Themen und Bereiche. Ein Kristallzellengerüst erlaubt einem transparenten und wiederholbaren Zugang. Wichtig ist dabei die vertraute räumliche Zuordnung für das analog der physikalischen Wirklichkeit abstrakte Erfassen von Situationen und Zusammenhängen. Be-2greifen“ und er“fassen“ sind so auch in abstrakten, auch virtuellen Räumen denkbar und nachvollziehbar. Die notwendige Kombination und Interaktion längs und quer zu den ökologischen Dimensionen: Thema, Größe, und Zeit, lässt sich so darstellen. Der Übergang zum Naturraum über die Größenordnungensachse und zum Begriffsraum über die Themenachse des Würfels zeigt die Möglichkeiten einer umfassenden Grob- oder Überblicksorientierung.

Ein Denkgerüst oder eine "Kopflandschaft" um anschaulich und spielerisch komplexe ökologische fragen auf eine Blick erkennen und sich vorstellen zu können. Durch die Indexierung und Darstellung von Nachbarschaftsbezügen können wir den Aktionsraum und Bedeutungsraum der Ökologie sichtbar und optisch eingängig und nachvollziehbar zeigen welche Dimensionen, Ebenen, Proportionen und Konsequenzen wo wirksam werden. Ein Eintauchen in Wissenswelten wie wir mit Hilfe der OPTIK in den Mikro- und Makrokosmos eintauchen wird so machbar. Wir sehen hier eine lange Tradition in der Kombination der Characteristica Universalis und den Erwartungen der Informationstechnologien. Die Metapher „TuWas“ zeigt warum und wie wir Hintergründe erhellen können und warum wir uns wieder vermehrt auf Bild- und Symbolwelten einlassen sollten.



Eine Dokumentation der CHANCEN 2000 Veranstaltungen von TuWas ist in Vorbereitung. Siehe auch die CHANCEN 2000 Doku der Hannover Messe.

Heiner Benking, Sabine Brückmann, TU WAS, Bahnhof 10, 85567 Grafingseit 2007: Bundesverband TuWas e.V., Boxhagener Straße 16, Alte Pianofrabrik, 10245 Berlin

Zum Thema werden diese Links empfohlen: http://benking.de/Global-Change/, http://benking.de/culture/, http://benking.de/systems/ und Encyclopedia -   Mehr 1993 TURKU: Visual Access - Magic Square und Überblick von Texten zum Thema BILDUNG