Zitiert und in Teilen
hervorgehoben von Heiner Benking zum Thema: „Kognitives Panorama"
|
aus: Bonas, I., et. al. 2005, Gemeinschaftsnutzungsstrategien
für eine nachhaltige lokale Entwicklung, München,
oekom, August 2005. |
|
Bis AUGUST bitte nur intern verwenden – nicht per-E-mail auf
Listen posten !
Ulrike Schumacher, Susanne
Schön
"Neue" Arbeitsformen und gemeinschaftliches
Handeln -
Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen im
ländlichen Raum Brandenburgs
l. Einführung
und methodische Vorgehensweise: Schritte zu einem
"kognitiven Panorama"
<<<< snip
>>>>
.... Dabei geht er nicht nur auf individuelle Sichtweisen und Verhaltensmuster ein, sondern stellt diese in den Zusammenhang mit rätlichen Prozessen, Strukturen und der Handlungslogik von Gruppen. Diese Vorgehensweise entwickelte sich davon ausgehend, dass der Forschungsverbund unterschiedliche Organisationsformen (wie Einzelorganisationen, Initiativen, Verbände, eine Dorfgemeinschaft) und unterschiedliche Gemeinschaftsnutzungsstrategien (Nutzung von Räumen, Häusern, Produkten) einbezog und untersuchte. Um dieser Vielfalt zu entsprechen, wurde ein offenes, flexibles Vorgehen gewählt und wurden Erhebungsmethoden wie Einzel- "und Gruppengespräche oder teilnehmende Beobachtung kombiniert. Das Ziel war es, die Wertschätzung von bezahlten und unbezahlten Arbeitsformen und von Gemeinschaftsnutzung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erfassen, um somit zu stimmigen Aussagen ber die Vorstellungen der Menschen, ihre Handlungsformen und .... <<<< snip >>>>
<<<< snip
>>>>
..... Forschungspraktisch ergab sich aus diesen
Überlegungen ein dauerndes „Zooming": die
Annäherung an und Distanzierung von einer Einrichtung und den dortigen Menschen
und die Reflexion des Gesehenen, Gehörten und Gespürten. Diese Erkenntnisse und
auch scheinbar Unzusammenhängendes sollten
in einen Zusammenhang
gebracht und die
eingenommenen Perspektiven zu einem nachvollziehbaren Überblick - dem kognitiven Panorama" (vgl. Benking
1999) - verbunden werden. Ein solches Panorama soll eine Orientierung bieten
und der Verständigung über die Situation dienen, wobei das Benennen einzelner,
scheinbar noch so abwegiger Details ein wichtiges Stück im Mosaik" sein
kann. Ein Panorama ist einerseits in der Lage, individuelle, kollektive und
institutionelle Ebenen in Bezug zu setzen und einzelne Details feiner oder gröber
abzubilden. Andererseits ist es zeitlich offen und kann sowohl für historische
Bezüge als auch für zukunftsgerichtete normative Positionen, wie beispielsweise
hinsichtlich eines guten Lebens" (Keim 2003: 23) oder einer „Optik der
Ethik" (Benking 1999) Raum bieten.
Der Leser und die Leserin sind nun eingeladen, der
folgenden Komposition der als wichtig erachteten Aspekte zu folgen und die
aktuelle Entwicklung möglicherweise aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. ....
<<<< snip >>>>
Die Ergebnisse sind nicht ohne weiteres auf andere
Regionen übertragbar, dennoch ist das Thema verbindend genug, da es um die
Lebens- und Arbeitsqualität in unserer Gesellschaft geht.
Im Sinne des kognitiven Panoramas werden nun
Entwicklungstendenzen neuer" Arbeitsformen im Umfeld der vom
Forschungsverbund untersuchten Einrichtungen beschriebene Nach dieser
Situationsanalyse wird
<<<< snip
>>>>
Wahrnehmung und
Stärkung gemeinschaftlicher Lösungsansätze
<<<< snip
>>>>
.....
Die bestehenden lokalen Ansätze können in dieser Sicht
auch als Reservoir an alternativen Lebensstrategien angesehen werden, deren
Erfahrungsgewinn die Gesellschaft angesichts vieler schwieriger offener Fragen
noch gebrauchen könnte (Finke 2004: 30). Das Alternativenreservoir hat dann die
Funktion, auch in einem
ökonomischen Sinn vernünftige
Antwortperspektiven aufzuspüren und zu zulassen, wobei niemand
ausschließen kann, dass es [...] mehrere Wege gibt, von denen keiner der
optimale ist, sondern die als Alternativen voneinander ernst genommen werden
müssen" (ebd.: 30).
Entscheidend wird einerseits sein, inwieweit ein neues institutionelles
Ordnungsgerüst entwickelt wird, das die Menschen in der teils frei gewählten
und erwünschten, teils auferlegten und als Überforderung erfahrenen Gestaltung
von Arbeit und Leben besser als bisher unterstützt (Mutz
2001).
Dabei sind auch die Potenziale gemeinschaftlich
ausgehandelter Arbeits- und Lebensgestaltung" (ebd.: 17) zu beachten.
Gerade diese gemeinschaftlichen Zusammenhänge benötigen andererseits Spielrume
zu ihrer Entfaltung. Eine der wichtigsten
Voraussetzungen dafür ist, die durch
unterschiedliche biographische,
regionale und gesellschaftliche Prägungen
entstandenen Einrichtungen und Strategien als vor Ort ins Leben gerufene
Lösungswege zu würdigen.
SCHLUSS <<<< snip >>>>
aus der Literatur:
Benking, Heiner 1999: Ohne Zusammenhang kein
Zusammenhalt. Ein Essay auf der Suche nach gemeinsamen Orientierungen, In: Földy/Heidack (Hg): Die Kultur der Verweigerung, Das
Konstruktive Nein, Wien, Köln, Weimar, S.97-119, auch ONLINE: http://benking.de/verweigerung.html
Weiteres zum COGNITIVE
PANORAMA.
Angeregt wird auch verschiedene IDEEN WETTBEWERBE die
für die BBAW, das BMBF, etc. gefertigt
wurden und neuere „GRAND
CHALLENGES“ – oder „HIGHER
EDUCATION“ Beiträge des Autors anzufordern, oder in dieser Encyclopedia zu
schmökern: http://benking.de/systems/encyclopedia/newterms/ - heiner@benking.de