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Ende und Anfang - Perspektiven zum neuen Jahrtausend

Akademie Graz., 8. -11. September 1993


Nach den Feiern zum 80. Geburtstag von Robert Jungk am 9. September 1993

findet am Freitag 10. September und Samstag 11. September 1993 folgende Veranstaltung statt

Öko-Stadt Graz

Zukunftswerkstatt - Hilfsmittel und Werkzeuge

für allgemeinverständliches Wissen und gemeinschaftlich getragene Umsetzung


Heiner Benking



Hier geht es weiter zu den Texten von 1993: Hofgeismar, Jonas, Graz Jungk, und Wasser Quellen der Schöpfung, Kirchentag München:

KIRCHENTAG 1993


BITTE BEMERKEN / BEDENKEN SIE:

Veranstaltungen musste leider kurzfristig abgesagt werden, oder durch den Ausfall von ROBERT JUNGK in anderer Form stattfinden!

Die HANS JONAS Veranstaltung wurde wie geplant – jedoch „in memoriam“.

Diese nach 12 Jahren erstellte „WEB VERSION“ hat leider durch das OCR’n die Gefahr das Fehler nicht erkannt wurden – falls etwas aufffällt bitte mitteilen !

Da viele Inhalte inzwischen als Material auch im Web zur Verfügung steht wurden zur Vereinfachung Internet Web-Links und kurze Kommentare mit ROT nachträglich eingefügt!


Konzepte für Robert Jungk – entwickelt rund um die Vorbereitungen zu ROBERT JUNGKS 80. Geburtstag und HANS JONAS’ 90. Geburtstag und Wasser QUELLEN DER SCHÖPFUNG für den Münchener Evangelischen Kirchentag 1993 konnten leider nicht wie geplant, oder nur verkürzt stattfinden (z.B.: 1 Tag statt 3 Tage wie geplant, da Hans Jonas und dann auch Bob starben. Die Texte und Materialien wurden deshalb auch schon mit dem TRAUERKRANZ um Titelblock erstellt.

Der Leiter der Zukunftsbibliothek Walter Spielmann bedankte sich sehr als er speziell von diesem Text Kenntnis nehmen konnte und meinte dann das gerade dieser Text ganz im Sinne von ROBERT JUNGK gewesen wäre und ihn sehr gefreut haben würde.... Siehe dazu auch ein Artikel der Dank Dr. Walter Spielman die Anregung von Robert Jungk an den Autor doch besser mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten heraushebt.


Weiteres aktuelles Material zum Thema finden Sie in folgenden Listen: BILDUNG - KULTUR/CYBERCULTURE - SYTEME & MODELLE - GLOBAL CHANGEFUTURES - WHOLENESS_HEALING_CREATIVITY_COGNITION - DIALOG

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1


Orientierung


Nach einem Einführungsreferat von Daniel Wiener (Öko-Stadt Basel) soll in Arbeitsgruppen zum Rahmenthema "Zukunftswerksttten" an Visionen und Wegen in Richtung auf lebenswerte und naturerhaltende Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsformen gearbeitet werden. Neben den von Beate

Kuhnt, Norbert R. Müllert und Reinhard Sellnow geleiteten Zukunftswerkstätten widmet sich auf Anregung von Professor Robert Jungk ein gesonderter Arbeitskreis dem Thema "Hilfsmittel und Werkzeuge", wobei es um zusätzliche Methoden, Orientierungshilfen und Verfahren geht, die in der Phase der Datenerhebung und Situationsanalyse, bei der Entscheidungsvorbereitung, herangezogen werden können.


Das Problem


Im Bereich von Stadt- und Regionalplanung hat sich immer wieder herausgestellt, da verschiedene Menschen und Bevölkerungsgruppen verschiedene Vorstellungen, Wünsche, Hoffnungen, Ängste etc. haben; städtebauliche Planungen sind deshalb oft Gegenstand öffentlicher Kontroversen, wobei oft hinzukommt, da jede Interessengruppe "ihre" Experten (Gutachter, Wissenschaftler, Spezialisten) mitbringt, da aber die Experten sich untereinander widersprechen: Sie haben im Rahmen voneinander getrennter Fächer studiert, sind hochspezialisiert und haben sich dabei aneinander vorbei- spezialisiert, so da ein fächer-bergreifendes Verständnis zum Thema "Lebensraum Stadt als vernetztes System" oft nicht möglich ist. Es fehl Interdisziplinarität im Sinne einer fächerübergreifenden Verständigungs-Möglichkeit. Erschwerend kommt hinzu, da Experten eine alptraumhafte und immer größer werdende Menge wissenschaftlicher Veröffentlichungen produzieren, wobei die Frage offen bleibt, wer denn all dies lesen, verstehen und in einen praxis-orientierten, interdisziplinären Zusammenhang bringen soll. Aus all dem resultieren Desorientierung und Verwirrung.

Insoweit gilt: Probleme der Stadt- und Regional-Planung haben ihre Ursachen wesentlich auch in unserem Bildungs-System, insbesondere dort im Mangel an Interdisziplinarität1.

Siehe hierzu unbedingt die Arbeiten für Jungk-Jonas – aktueller den je !!


Lösungsansatz / Zielvorgabe


Es geht im Arbeitskreis darum, Wege aus der Desorientierung, d.h. aus der Sprach-. Begriffs- und Wert-Verwirrung, sowie aus der Informations-Überflutung, aufzuzeigen, Inhalte neutral zu vermitteln und ein transparentes abwägen von Alternativen zu unterstützen. Anhand von Projekten

aus der Stadt- und Regionalentwicklung, mit Schwerpunkt ökologisch-ökonomischen Umbau2, werden Verfahren vorgestellt und Projektergebnisse zur Diskussion gestellt.



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1 Prinzip Verantwortung - Integrale Umweltwissenschaften: Symposion „in memoriam“ Hans Jonas, Evangelische Akademie Hofgeismar, Juni 1993

2 Wege zum ökologisch-ökonomischen Umbau: Wie kann ein Informationssystem zur Realisierung und Kontrolle des ökonomisch-ökologischen Umbaus in Europa durchgesetzt werden? Expertentreffen der ASZE - Akademie für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Mai 1993







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2



Bei entsprechendem Interesse an diesem Arbeitskreis soll geprüft werden, ob im Vorfeld, quasi als Vorphase für das Consultativ-Verfahren und (extra LINK), eine OPUS® Erhebung und Analyse über die spezifische Situation in Graz durchgeführt werden kann. Bei einem kleineren Kreis von Teilnehmern werden nur die Verfahren und Ergebnisse aus anderen Projekten/Städten vorgestellt (s.a. DIRECTORIA3)

Durch Vortrag, Diskussion und Kritik wird der Teilnehmer einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren gewinnen und sich mit der allgemeinen Problemstellung der kommunalen und regionalen Anhörung, Planung und Umsetzung beschäftigen.


Als Methodenkette werden schwerpunktmäßig folgende Ansätze und Verfahren vorgestellt:


A: ÖKOLOGIE - UMWELTSCHUTZ – ÜBERLEBENSKRISE als praxis-erpobtes Konzept zur interdisziplinären Verständigung

B: ÖKOLOGIE- Dimensionen: Ein Orientierungs-, Meta-Sprachen- und Meta-Wissens-Ansatz mit Relevanz für Ausbildung und gesellschaftliche Umsetzung

C: Das OPUS-Verfahren zur Erhebung und Analyse von Meinungsbildern und Bedingungen

D: Das CONSULTATIVE-Verfahren zur Konsens- und Entscheidungs-Findung.

Zu C&D s.a. IFSR und für die NEUE AGORA, und zu A&B aktuell auch die INST 2002 & TUAC 2003



Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die einzelnen Verfahren in Theorie und Anwendung und die Möglichkeiten der Verbindung in einer Methodenkette kennenzulernen. Abschließend soll diskutiert und geprüft werden ob Ansätze und Vorgehensweisen aus dem industriellen Management, der Informations- und Dokumentationssysteme, der Markt- und Meinungsforschung, aber auch aus dem Produktdesign und der Kundenbetreuung nutzbar und sinnvoll für Probleme der Stadt und des öko-logisch-ökonomischen Umbaus einzubeziehen sind.

Die Erfahrung zeigt, das leider zu oft innovative und kreative Lösungen scheitern. Auch wird die Ansicht vertreten, da genug Ideen bei den Beteiligten vorhanden sind, es vielmehr an der Vorbereitung des Bodens und der richtigen und zeitgerechten Einbettung von Veränderungen liegt; es also einer sorgfältigen Erhebung und der Berücksichtigung der sachlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen bedarf. Fürsprecher von Kreativ-Verfahren legen ihr Augenmerk auf das Potential optimaler Lösungen, das nicht a priori verschenkt werden dürfe. Sie bestehen deshalb auf einer Phantasie- und Utopiephase, ohne die Grenzen des "Machbaren" zu diesem Zeitpunkt einzubeziehen. - Beide Ansätze müssen gefördert werden, bestehen nebeneinander und sollten letztendlich in optimale und lokale Lösungen einfließen. Einem politischen Kompromiß, der eine Mischung aus unbelasteten Ideen und robuster, zeitlich vertretbarer und tragfähiger Umsetzung herstellt.

Die Kenntnis und Abwägung der örtlichen Situation, harter und weicher Bedingungen, Prioritäten,

Ressourcen und Zeithorizonte bleibt also unabdingbar. Die obige Methodenkette zeigt deshalb für die Projektvorphase Verfahren der Daten-Organisation, -Sammlung und -Analyse und deren Gegenüberstellung und will damit Grundlagen für kreative und dauerhafte Lösungen schaffen. Die

frühzeitige Anhörung und Einbeziehung der Standpunkte der Beteiligten und Betroffenen4 und eine neutrale und überprüfbare Sachwaltung erscheint dabei unabdingbar.


A: ÖKOLOGIE - UMWELTSCHUTZ - BERLEBENSKRISE

ein praxis-erprobtes Konzept zur interdisziplinären Verständigung

Wie bereits erwähnt, haben Probleme der Stadt- und Regionalplanung ihre Ursachen wesentlich auch in unserem Bildungs-System, insbesondere dort im Mangel an ökologischer Interdisziplinarität. Um aus diesem Dilemma einen Ausweg zu realisieren, wurde ein curriculum-ähnliches Konzept entwickeit5 in der Praxis erprobt und angewandt. Dieses Konzept zur interdisziplinären öko-logischen Aus- und Fortbildung, das in sich ein Vernetzungs-Muster aufweist, wurde u.a. in Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen, Umweltschutzgruppen und insbesondere in der Universität

(wissenschaftliche Intensivkurse, Vorlesungen) eingesetzt und soll der interdisziplinären Verständigung dienen (s.a. Fußnote1). Referent: Dr. Josef Schwitte



3 DIRECTORIA, International Convention for Directors of Local and Regional Authorities: Brüssels, Juni 1993

4 Die Probleme der Einwohner mit lokalen Verwallungen, P. M. Wininger, ATAG-Praxis 2/1987

5 ÖKOLOGIE - UMWELTSCHUTZ - ÜBERLEBENSKRISE: Schwitte, Josef, Hamburg




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3



B: ÖKOLOGIE- Dimensionen: Ein Orientierungs-, Meta-Sprachen- und Meta-Wissens-

Ansatz mit Relevanz für Ausbildung und gesellschaftliche UmsetzungG:


Vorgestellt werden Überlegungen und Ansätze, um allgemein verständliche Metasprachen für diverse Disziplinen zu fördern. Es sind Orientierungshilfen, um Bereiche und Probleme einordnen und zuordnen zu können. - Geht man davon aus, da der Einzelne nicht mehr Universalgelehrter sein kann und das ganzheitliche Denkmodelle in der Krise sind, bedarf es eines Instrumentariums, um Köpfe und Wissen zu vernetzen7 Wie schon im Detail auf dem Symposium "Prinzip Verantwortung"1l aufgearbeitet, geht es darum, wieder ein Gefühl für Zusammenhänge zu vermitteln. Imagination und Intuition sind Standort- und perspektivabhängig und es gilt realitätsnahe Bezüge herzustellen und Symmetrien und Ähnlichkeiten quasi spielerisch zu erfahren. Denk- und Realitätsstrukturen mit mikro- und makro-perspektivische Kompetenz sind abzugleichen. Dazu bedarf es einer Intuition, die sowohl "schlagartiges Erfassen" eines Gegenstandes im Ganzen, als auch Erkenntnis in Teilschritten und im Detail, als bewußte und unterbewußte Prozesse, beinhaltet! - Diese Forderungen nach Überblick und Detailberücksichtigung Überfordern nicht nur von der Dimension und Qualität her jedes Individuum. Um zumindest die Verständigung zu verbessern, können Denkhilfen und Strukturen entwickelt werden. Das Verständnis kann wachsen, wenn der Zusammenhang nicht frühzeitig ausgegrenzt wird und frühzeitig universaleres Denken gebt und vorgelebt wird.

Einzelne, Querdenker und Spezialisten müssen sich finden und zumindest grob und flach strukturierte, gemeinsame Begriffswelten nutzen. Neben diesen "Querdenkern'7 (T- Persönlichkeiten8)

bedarf es zusätzlich informationstechnologisch vernetzter Köpfe/Schnittstellen und fehlertoleranter Austausch-Vereinbarungen um durch eine optimale Ergänzung der Ressourcen gemeinsam weiterzukommen. Also keine weitere Intelligenz, sondern verläßliche Schnittsteilenfunktionen! Nur auf solch einer Basis kann ein Austausch und eine Übertragung von Wissen und praktischen Erfahrungen auf breiterer, wenn nicht globaler Ebene, stattfinden. - Als Ordnungs- und Orientierungsrahmen wurden die Strukturen und Hilfsmittel der Encyclopedia for World Problems and Human Potential siehe auch "0 und der "Zauberwürfel der Ökologie - Blackbox Natur11 vorgeschlagen - siehe auch das beiliegende Sonderblatt und Fußnote 1.

Obige Hilfsmittel dienen der Orientierung, Recherche und einem vereinfachten Sichtweisen- und Standpunktwechsel. Dieser ist unabdingbar, denn die Informationstechnologie liefert Wissensbasen und Notizpapier, aber dies zu einem Bild zusammenfügen ist die einzuübende Aufgabe des Einzelnen Anhand des Würfel-Exponats, Folien und Begleitmaterials sollen die Möglichkeiten und Chancen spielerischer Behandlung menschlicher und ökologischer Themen und die Perspektiven eines wissenschaftlichen Umdenkens behandelt werden. Wie mikro- und makro-perspektivisch Intuition und Binnen-Perspektiven der Wissenschaft gefördert und gepflegt werden kann sind zentrale Fragen.

Ein besonderes Anliegen war auch für Professor Robert Jungk die Ausbildung und Schule9; der Entwurf einer allgemeinverständlichen Orientierung, einem vielleicht sogar dynamischen, ganzheitlichen Weltbild, in das man sich hineinversetzen und teilhaben kann. Zusätzlich zur notwendigen späteren Spezialisierung sollte deshalb das Sehen und Erfahren eines Gesamtzusammenhanges, der Größenordnung, der Bezüge etc. nicht verschüttet, sondern so früh wie möglich trainiert werden.

Referent: Heiner Benking


6 Enhancing the Credibility of Ecology. Interaction along and across Hierarchical Scales: di Castri, F; Hadley, M.; GeoJournal- Trilogy (1988), 17.1, 3-35, Siehe dazu auch ACCESS AND ASSIMILATION, GeoJournal (1992) !!

7 Wege zum ökologisch-ökonomischen Umbau: Wie kann ein Informationssystem zur Realisierung und Kontrolle des ökonomisch-ökologischen Umbaus in Europa durchgesetzt werden? Expertentreffen der ASZE - Akademie für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Mai 1993

8 T- Persönlichkeiten: Konzept nach Professor Dr. Hans-Peter Dürr: Der Buchstabe T besteht aus einem senkrechten Strich, der das in die tiefe gehende Spezialwissen symbolisiert und einem waagrechten Strich, der die Breite des Allgemein-Wissens darstellt. Eine T-Persönlichkeit verfügt über beide Wissens-Arten und setzt ihr Spezialwissen auch in anderen Bereichen ein. Später stelle ich bei Recherchen fest das Ropohl, Karlsruhe, und Machol in den USA schon in den 60igern auch dieses zentrale – und eingängige „T“ benutzt haben, siehe dazu auch OVERCLAIMS AND OVERSIMPLIFICATIONS in Culture of PEACE 1997. Es findet sich auch in den Arbeiten des Autors zur Standardisierung und Harmonisierung wieder. Siehe Fußnote zu Fig 3. in Bridges and a Masterplan, Beijing 1992 und hilft erst flächig, dann räumlich verkörpert oder „out of the box“ zu denken. Siehe HOUSE of EYES 1995 und andere Augen im „WELTHAUS.

9 Encyclopedia of World Problems and Human Potential, 3. Auflage (1993), K.G. Saur Verlag, München, London, New York, Paris – es gilt mit MANKIND 2000 auch Robert Jungk, James Wellesly-Wesley zu erinnern, siehe auch Vorworte und Review von Robert Jungk zur 3. Auflage und im Jahre 2006 das 30. jährige dieser Jahrhundert Encyclopedia zu feiern!!

10 Ende und Anfang - Perspektiven zur Jahrtausendwende, Zukunftswerstatt zur "Ökostadt Graz", siehe hier Veranstaltung "Hilfsmittel und Werkzeuge", Akademie Graz, Graz September 1993

11 Exponat der Wanderausstellung "GLOBAL CHANCE", Bonn 1990, siehe auch GeoJournal 26.3, 323-334, (1992) "ACCESS and ASSIMILATION - Pivotal Environmental Inforamtion Challenges" und GeoJournal 23.3, 249-255 (1991) "Harmonization of Environmental Measurement"; Bridges and a Masterplan for Islands of Data in a Labyrinth of Environmental and Economic Information, ICSU (International Council of Scientific Unions) - CODATA, Beiiing. October 1992.

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4



C: Das OPUS-Verfahren

zur Erhebung und Analyse von Meinungs- und Situationsbildern

Ein patentiertes Verfahren um anonym und stichprobenmäßig ein möglichst repräsentatives Meinungs- und Stimmungsbild der Beteiligten und Betroffenen zu erheben und einander gegenüberzustellen. OPUS wird in der Industrie, im Marketing, im Produktdesign, aber auch für die Erhebung des Meinungs- und Stimmungsbildes und der Lösungspotentiale eingesetzt, zum Beispiel in Kommunen.

Ein erprobtes Analyse-Modul erlaubt es, rasch Zielkonflikte und Lösungspotentiale aufzudecken und die Vorphase von Anhörungen, Schlichtungen, Findungen, etc. nachvollziehbar abzuschließen. Ein Sonderblatt, Dokumentation, Referenzen und Projektberichte können angefordert werden. Zu Projekten im deutschsprachigen Raum siehe 12, 13

Auch der japanischer KAIZEN Ansatz fördert diesen Trend zu partizipativen Strukturen und ist leider nur theoretisch als Allgemeingut anzusehen, denn "nur wer die Last trägt, weiß wo sie (der Schuh) drückt" (tibetanische Sprichwort)

Referent: noch offen

geplant waren Opus Gründer, Dr. Hinrich Steffen und Heiner Benking, ExperConsult, Hamburg

siehe auch BERLIN: FAKTOR INFORMATION und ORGANISATION


D: Das CONSULTATIVE-Verfahren und die PLANUNGSZELLE zur Konsens- und Entscheidungs-Findung

Die CONSULTATIVE14 ist ein Moderationsverfahren, das möglichst neutral unterschiedliche Standpunkte offenlegen und Problemlösungen gemeinsam entwickeln helfen soll. Es besteht aus Ansätzen wie sie in der Industrie-, Politik- und Managementberatung eingeführt sind und beinhaltet eine klar definierte und nachvollziehbare Vorgehensweise (auch an die Methoden der Qualitätssicherung angelehnt). Mit ihr lassen sich heterogene Ausgangsmeinungen schnell und kompromißfähig auf einen Satz von entscheidungsfähigen Empfehlungen bringen. Durch die Einbeziehung konträrer Standpunkte und die Qualität der Ergebnisse erhalten diese Ergebnisse eine hohe Akzeptanz.

Das methodische Ziel des Verfahrens ist es, in erheblich kürzerer Zeit und mit deutlich höherer öffentlicher Akzeptanz zu entscheidungsfähigen Aussagen in kontrovers diskutierten Fragen zu kommen. - Dies ist notwendig für eine immer stärker nach kompetenten Empfehlungen und Aussagen suchende Öffentlichkeit - den engagierten Bürger" als Idealtypus der parlamentarischen Demokratie. Gleichzeitig nützt sie den auf solche Aussagen und deren Kompetenz angewiesenen, für bestimmte Entscheidungen verantwortlichen Politikern (d.h. der Legislative und der Exekutive in besonderer Weise.

Inhaltliches Ziel des Verfahrens ist die in "Leitwerten" niedergelegte Ansteuerung einer ökologischen Nachhaltigkeit anstelle der heute vorherrschenden Vergeudung unersetzlicher Ressourcen im physischen wie im psychischen Bereich.

Ferner soll unter bewußter Inkaufnahme gelegentlicher Zielkonflikte die Vielfalt und Überlebensfähigkeit von Systemen (Viability) gestärkt werden. Besonderes Interesse gilt hierbei dem System humaner Wertvorstellungen. - Als Leitlinien für die Entscheidung gelten Nachhaltigkeit (Sustainability) und (humane) Systemverträglichkeit.

Die CONSULTATIVE-Moderatoren stellen das wichtigste Element dar. Sie werden nach einem festgelegtem Verfahren ausgewählt, zertifiziert und laufend überprüft. Durch Neutralität und Professionalität soll sichergestellt werden, da Projekte schnell, in der Öffentlichkeit

nachvollziehbar und im Ergebnis sinnvoll sind. Es sei besonders auf Publikationen, Handbücher und Konzeptpapiere verwiesen.

Referent: Dr. Dieter Schmid

!!!! nachträglcih in den AKADEMIE GRAZ Programmentwurf hinzugeschrieben !! (Heiner BENKING)

Peter Dienel hatte gerade zugesagt als das Programm für einen 3 Tage event für die ÖKOSTADT GRAZ gestoppt wurde und nur dein schmalbrüstiger-/-spurige 1-Tages event weiterverfolgt wurde. Aber dafür eben nur mit "Celebrities" – also auch guten alten Freunden von Robert Jungk - und mit zu oft nur Podien und zu wenig Dialog mit den interessierten Teilnehmern. Der Leiter der Akademie Graz Erwin Breisach entschuldigte sich und bedauerte später sehr, aber er hatte keine ander Wahl - da Entscheider und Finanzierer eben andere "AGENDEN" haben – zumal Robert Jungk im sterben lag. Heute finden Sie die PLANUNGSZELLE immer aktuell beschrieben unter: Planungszelle


Referent: Peter C. Dienel



Weitere alte Texte aus dem alten Konzept können heute nach 12 Jahren somit wegfallen, was überbleibt ist das große Bedauern von Dienel und Benking... – soll aber zumindestens einnal hier nicht unerwähnt bleiben...


AKTUELLE Bemerkung 10/2005 zu den PARTIZIPATIONS- und MEDITIATIONS-VERFAHREN:

Damals gab es noch keinen Open Space oder gar Open-Space Online - aber Future Wheels, Syncons, Charettes, Zukunftswerkstätten, ... aber doch eben schon Magic Round Tables, DaziBao, Zukunftswerkstätten, etc.... !!

Mehr dazu und wie das ganze in einem größeren Zusammenhang gesehen werden kann findet sich unter: Backgroundpaper_3, die ZUKUNFTS-Methoden Sammlung - auch Hier - des Millennium Projektes, aktuelle events 10-05 dazu in Prag, or the activities around the NEW AGORA design 2002 (Fuschl) with IFSR where we in 2004 featured the issues more prominetly: Team 1: New Agoras for the 21st Century: Building a knowledge-based society. See in particular the group report and contribution Benking about problem-/pattern- matching in Situtation Rooms and Situation Spaces (forthcomming as part of the MP, Fuschl, and TUAC exercises about LEARNING and DIALOG. Even more recent are the publications in WORLD FUTURES on Dialog and Decision Culture (for the NEW AGORA with traditions and modern societies), and issue of PARTICIPATION, LEARNING & PLAY and the forthcomming INTERNATIONAL PLAY ASSOCIATION IPA in July 2005 in Berlin

.


12 Die Probleme der Einwohner mit lokalen Verwaltungen, P. M. Wininger, ATAG-Praxis 2/1987

13 Wirtschaftsstandort Basel-Stadt - Besser als sein Ruf? R. Peter, Referat Schweizerischen Bankverein, Basel, 21. Februar 1989 Basel

14 Die Consultative, D. Schmid, Politische Ökologie, Heft Nachhaltiges Wirtschaften, Sept. 1990 s. 48f siehe: Consultative Lenkungskreis und aktuell Umweltakademie















26.5.1993 16:39 Uhr H. Benking - Ende und Anfang


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Siehe unten:

AKTUELLER HINWEISE und SCHLUSSNOTE zur Entwicklung und Breite der notwendigen Verfahren und Methoden:





AKTUELLER HINWEIS und SCHLUSSNOTE:

Der Autor arbeitet wie vor 12 Jahren an Themen wie Gesprächs- und Entscheidungskultur und möchte auf folgende Sammlungen Hinweisen: bpb Seminar 2005 und DIALOG Material-Sammlung

Mit dem Tod der beiden alten und freundlichen Herren JUNGK und JONAS ist für mich eine interessante und im Rückblick wichtige Phase oder Epoche so um die Mitte 1994 zuendegegangen, eine Phase die mit der Harmonisierung, der Welt im Wandel, Local und Global CHANGE, Rio 1992-94 (Manfred Lange prägte 1989/90 GLOCAL“!! hier:, Resumé des ERDGIPFELS von RIO für Noel Brown, auch rund um die ICLEI Gründung mit NOEL BROWN und die und Positionssuche in Europa für ICLEI (Freiburg) mit Jeb Brugman sehr vielversprechend begann.

Die Kleindenkerei und das Gerangele um Forschungsprioritäten und –projekte machte die Wissenschafts-, „Informationszeitalter-„, und Politikberatung, später auch Kulturökologie unter allzuvielen „Humanisten“ zunehmend unerträglich (siehe dazu QUO VADIS Geowissenschaften? QUO VADIS HUMANITY? also von nature to culture“, Humboldt Uni 1999) und ich suchte mir als neue „EPOCHE“ eine Zeit für Internationalem Friedensprojekte und Dialog, siehe Z.B. Friedensuniversität, Club of Budapest, ... die derzeit auf damalige Anregung von Frederik Mayer, Wien in einem Band zum Thema Welt, Mensch und Kultur und der dem Arbeitstitel: „Family Affairs – Club Affairs“ die nächste Epoche (1995 - 1999) zusammenfasst.

Kapitel zu weiteren „Epochen“, also auch z.B.: Umweltmodellierung während dem Studium (1971-74), Regierungsberatung und Landesplanung (1977-80), Internationale Computergrafik Marktentwicklung (Marketing und Time Management für Industrie Pionierfirmenab 1980 Auto-trol und ab 1984 bis ‚87 ESC-UNIRAS, parallel ab ´81 und AUTOMATION GROUP (Newsletter) San Diego sowie COMPUTER GRAPHICS WORLD,... , Internationales Management Consulting 1983-1989, Umwelt-forschung/-management/-visualisierung 1986-1992, Globales und Harmonisierung (Sprachen und Kulturen Überblick) 1988-1992, (Umwelt)-Bildung & HIGHER EDUCATION, Kreativität, Zukunftsforschung (Millennium Poject - or: ), Wissensorganisation, System-, Modell- und Zeichentheorieund Forschung, Gesprächs- und Entscheidungskultur & Mediation/Moderation 1992-2005) sollen mir auf Frederik’s Mayers und Bela Banathy’s Anregung helfen mich in meiner Suche und Wirken besser „begreifbar“ und verständlich zu machen. – ein weiter Weg aber ich denke gerade so mit Abstand als PANORAMA Blick durchaus schlüssig und konsequent. Dazu mehr auf Anfrage oder einfach mal hier schauen. Heiner Benking 05-05


Footnote: Febr. 2013

We are in full gears for Robert Jungk 2013 - 100 Years Robert Jungk

I will review the progress from Robert Jungk 80th to his 100th this year and what we can learn and make better, be relevant with what matters to reach mount awareness (to cite Charles Francois roughly...) ****



On the way are collected much on the NEW ENCYLOPDISTs *** and DROPPING KNOWLDEGE **** , but also our exercises around MANKIND 2000 and the EcoTHEE, Council of Churches, … etc. efforts to bridge ignorance and compassion....

Maybe enjoy by starting here or there...


CONNECTING DOTS , SIGNS, FRAMES, AND SPACES: https://sites.google.com/site/21stcenturyagora/home/connecting_dots_and_-spaces